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Murnauer Biathlet David Zobel in Peking dabei

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Von: Roland Halmel

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David Zobel ergattert Platz drei
Groß war die Freude beim Murnauer David Zobel (2.v.re.) nach Platz drei im Staffelrennen in Antholz. © ARD

Murnau – Ordentlich rund ging es für David Zobel in den letzten Wochen. Erst wurde der 25-jährige Murnauer Biathlet für die Weltcup-Rennen in Ruhpolding aufgestellt, um dort gleich mit einem 24. Platz im Sprint und Platz zehn in der Verfolgung auf sich aufmerksam zu machen. Letztere Platzierung und vor allem die starke Laufleistung dabei bescherte „Zobelix“, wie der junge Wintersportler genannt wird, die Nominierung für die olympischen Winterspiele in Peking.

„Ich war schon überrascht vom Anruf von Bundestrainer Mark Kirchner“, gestand Zobel nachdem er die gute Nachricht erhalten hatte. Kirchner stellte den Murnauer beim anschließenden Weltcup auch gleich noch in der Staffel auf. Der 25-Jährige ging nach Roman Rees und Philipp Horn als dritter Deutsche auf Rang vier in die Loipe. Davor befanden sich die Staffeln aus Russland, Frankreich und Norwegen, die als einzige der Top-Nationen beim letzten Rennen vor Olympia in Bestbesetzung angetreten waren.

Zobel ließ sich seine Nervosität beim ersten Schießen nicht anmerken. Mit fünf Treffern ohne Nachlader brachte er das DSV-Quartett auf Rang zwei. Danach kämpfte er mit Alexandr Loginov (Russland) und Simon Desthieux (Frankreich) um einen Podestplatz. „Das waren ja nicht die schlechtesten Läufer um mich herum.“ Zobel erlaubte sich danach im Stehendanschlag einen Fehler, den er jedoch mit zwei Nachladern ausbügelte. „Meine Beine haben schon angefangen zu zittern, daher bin ich froh, dass der zweite drin war“, gestand der Murnauer. Er übergab schließlich als Dritter an Schlussläufer Lucas Fratzscher.

Der neben Zobel zweite Staffeldebütant im DSV-Team verteidigte mit einer guten Leistung dieses dritten Platz hinter den überragenden Norwegern und Russen, aber noch vor den Sportlern aus Frankreich. „Das war ein Traumtag“, jubelte Zobel nach dem überraschenden Stockerlplatz.

Beim Einzel davor in Antholz landete der Murnauer auf Rang 31. Die frühe Startnummer und die kurz davor bekannt gewordene Olympia-Nominierung hinterließen dabei ihre Spuren. „Da war ich etwas überfordert“, gestand Zobel nach seinem ersten Weltcup-Einzel über 20 Kilometer. In den ersten beiden Schießeinlagen unterliefen ihm jeweils zwei Fehler. Danach fing sich der Murnauer aber. Mit zehn Treffern in den beiden folgenden Auftritten am Schießstand stand am Ende noch eine ordentliche Platzierung.

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