Der Rekord-Scorer hört auf

Abschied von Milan Kopecky

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„Großartiger Spieler und Mensch“: Mit Milan Kopecky verlässt eine prägende Persönlichkeit die EA Schongau.

Schongau – Von 2013 an prägte er als Spielmacher die erste Mannschaft und als Nachwuchstrainer den ganzen Verein. Sein Zusammenbruch auf dem Eis in der zurückliegenden Saison erschütterte die Eishockey-Szene bis weit über Schongau hinaus. Nun teilt die EA Schongau mit, dass All-Time-Topscorer Milan Kopecky seine Karriere im Alter von 39 Jahren bei den Mammuts beendet hat.

Im Jahr 2012 war Milan Kopecky nach Peißenberg in die Bayernliga gekommen. Nachdem sein dortiger Vertrag ausgelaufen war, griffen die Schongauer im Dezember 2013 kurzfristig zu.

„Milan kam, sah und die EAS siegte wieder und der ‚Feuerwehr­einsatz‘ bei uns wurde zu einer dauerhaften Erfolgsgeschichte“, fasst Pressesprecher Gerhard Siegl zusammen. In der Lechstadt habe Kopecky seine zweite Heimat gefunden, auch seine Söhne Jakub und Tomas kamen hier zur Welt. Im Team der letzten Saison war Kopecky nach Friedrich Weinfurtner dienstältester Spieler. In 203 Spielen für die Mammuts und den sieben Spielzeiten, kam er auf 316 Punkte, darunter 147 Tore. Unvergessen seine Rückholaktion im Herbst 2017 unter Zutun seiner Mannschaftskollegen.

Gesundheitlich gehe es Kopecky wieder gut, ist Siegl froh, wenngleich er in den nächsten Monaten weiterhin in Schongau und Murnau ärztlich betreut wird. Mittelfristig werde er mit seiner Familie in seine tschechische Heimat Kolin zurückkehren. Abhängig von Corona plant die EA Schongau, sich im Rahmen eines Spiels zu verabschieden. „Der Verein verliert einen großartigen Spieler und Menschen und es wird schwer, diese Lücke zu schließen“, so Teammanager Martin Resch. Der Kontakt werde sicherlich nicht abreißen.

Ob und mit wem die EAS die Position als Nachwuchstrainer und Importspieler neu besetzt, ist noch unklar. „ Nach dem finalen Gespräch mit Milan diese Woche sondieren wir den Markt, müssen aber auch die weitere Situation im Umgang mit Covid-19 beachten“, so Resch.

Dass Sebastian Sutter die EAS verlässt, war hingegen längst bekannt (wir berichteten). Nun steht sein Ziel fest: Nach Simon Fend wechselt auch er zum Landesligisten SC Forst. „Der Trainingsaufwand und die Trainingszeiten sind besser mit seiner Ausbildung vereinbar“, berichtet SCF-Sprecher Werner Schilcher. Schon zur Hälfte der zurückliegenden Saison hatte sich Mauro Seider in Richtung Königsbrunn verabschiedet. In der kommenden Saison läuft er für Aufsteiger ESC Kempten auf.kb/hal

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