Nach zwei Niederlagen

EC Peiting droht das Playoff-Aus

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Simon Maier (Mitte) erzielte in Essen zwei Treffer für seine Peitinger, dennoch steht der ECP nun nach den beiden 3:5-Niederlagen mit dem Rücken zur Wand.

Peiting – Zwei Spiele, zwei Niederlagen: Die Playoff-Viertelfinalserie (Best-of-Five) gegen die Moskitos Essen verlief für den EC Peiting bisher alles andere als nach Wunsch. Nach der 5:3-Niederlage in Essen am Freitag musste sich die Truppe von Coach Sebastian Buchwieser am Sonntag zuhause mit demselben Ergebnis beugen. Vor dem dritten Vergleich am morgigen Dienstag steht der Eishockey-Oberligist damit bereits mit dem Rücken zur Wand. Nur mit einem Sieg im Ruhrpott kann ein viertes Duell erzwungen werden, anderenfalls wäre die Saison für die Oberbayern schon zu Ende.

„Das war eigentlich eine tadellose Leistung der Mannschaft“, ärgerte sich Buchwieser über die Heimpleite. „Leider haben wir in der Defensive ein paar Fehler zu viel gemacht und auch die Chancenverwertung passte nicht“, ergänzte der ECP-Coach.

Sein Team startete überaus druckvoll: Florian Stauder und Jonas Lautenbacher vergaben schon in der Anfangsphase beste Chancen auf den Führungstreffer. Erst in Überzahl gelang Simon ­Maier (7.) mit einem schön heraus gespielten Treffer das 1:0. Kurz danach erhöhte Ty Morris (10.) auf 2:0. Ein dicker Patzer der ECP-Abwehr brachte danach die bis dahin völlig harmlosen Essener ins Spiel zurück. ­Christoph Ziolkowski zögerte nicht lange, das Geschenk anzunehmen, und vollstreckte zum 2:1 (14.).

Das Tor gab den Gästen für den Mittelabschnitt sichtlich Auftrieb: Florian Hechenrieder im ECP-Kasten hatte nun deutlich mehr Arbeit, vereitelte aber zahlreiche Gelegenheiten der Hausherren, die nun ebenfalls beste Chancen liegen ließen. Peitings Florian Stauder hatte in der 36. Minute Pech, dass sein Schuss an der Latte landete – mehr Glück hatte im Gegenzug Julian Lautenschlager, der einen Konter zum 2:2 abschloss. Direkt im Anschluss hätten die Moskitos in Führung gehen können, diesmal verhinderte der Querbalken für den ECP das Gegentor.

Zu Beginn des Schlussdrittels unterlief der oberbayerischen Hintermannschaft ein weiterer kapitaler Schnitzer, den Robin Slanina (43.) ins 2:3 ummünzte. Im Anschluss hatte der ECP in doppelter Überzahl die Chance zur schnellen Antwort, brachte die Scheibe aber nicht im Netz unter. Dennoch gelang Brad ­Miller (48.) kurz darauf der umjubelte Gleichstand. Die Freude der ECP-Fans unter den 1 400 Zuschauern währte aber nicht lange, da Slanina seine Farben nur eine Zeigerumdrehung später wieder in Front schoss – 3:4 und noch gut zehn Minuten auf der Uhr. Die Peitinger versuchten danach alles, um die Partie noch zu wenden. Die Herausnahme von Hechenrieder brachte auch nichts ein, stattdessen machte Nardo Nagtzaam (59.) mit seinem Empty-Net-Treffer den Essener Sieg perfekt.

Zwei Tage zuvor war der ECP im Ruhrpott zu Beginn mächtig unter Beschuss gestanden: Mit Glück und Geschick verhinderte Hechenrieder aber einen frühen Rückstand. Auch trotz einer umstrittenen Spieldauerstrafe gegen Milan Kostourek (10.) hielten sich die Gäste weiterhin schadlos. „Der Schiedsrichter griff massiv ins Spiel ein“, kommentierte Buchwieser die fragwürdige Strafen gegen sein Team, das erst im Mittelabschnitt besser in die Partie fand. Zunächst musste der ECP aber das 0:1 durch Nagtzaam (23.) verdauen. Die Antwort ließ jedoch nicht lange auf sich warten: Simon Maier (25.) glich umgehend aus. Danach blieben die Peitinger am Drücker, scheiterten aber mehrfach aus aussichtsreichen Positionen.

Das sollte sich zu Beginn des Schlussdurchgangs rächen: Vor 1 900 Zuschauern brachte Lautenschlager (41.) die Moskitos in Front, ehe Veit Holzmann (45.) und Slanina (51.) per Doppelschlag das vermeintlich vorentscheidende 4:1 erzielten. Die Peitinger gaben sich noch nicht geschlagen. Erneut Maier (54.) und Anton Saal (58.) in Überzahl brachten den ECP wieder auf Schlagdistanz. Zu mehr reichte es schließlich nicht, denn Andrej Bires (60.) traf zum 5:3-Endstand in den verwaisten Kasten.

Roland Halmel

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