Zu wenig Personal

Niederlage für Weilheimer und Murnauer Basketballer

Basketball ESV Staffelsee
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Benedikt Beinhofer erzielte in Gröbenzell 23 Punkte für die Murnauer.
  • Roland Halmel
    VonRoland Halmel
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Weilheim/Murnau - Volle Auswechselbank gegen eine halbleere. Auf diesen einfachen Nenner ließ sich das Gastspiel der Weilheimer Basketballer bei den Dachau Spurs bringen.

Die ungleichen Kadergrößen, die Spurs brachten erstmals in dieser Saison ein komplettes Dutzend zum Einsatz, während die Weilheimer sechs fitte plus einen angeschlagenen Andy Thumser hatten, spiegelten sich dann auch im Ergebnis wider.

Die TSV-Korbjäger kamen beim Tabellenfünften mit 61:99 (22:53) unter die Räder. „Um in dieser starken Liga etwas holen zu können, muss man voll besetzt sein und dann auch noch einen guten Tag erwischen“, war das Ergebnis für TSV-Coach Darryl Millwood nicht wirklich überraschend. Wobei sich seine Rumpftruppe trotz allem wacker schlug. „Dachau hat von der ersten bis zur letzten Sekunde Gas gegeben und auch nach einem Zwanzig-Punkte Vorsprung nicht nachgelassen“, meinte Millwood, nachdem seine Mannschaft letztlich chancenlos war.

Für die ersatzgeschwächten Weilheimer, die ohne Alex Thumser, Julius Dillmann und Johnny Millwood antraten, lief es von Beginn an nicht rund. Erst nach gut zwei Minuten gelang der erste Punkt aus einem Freiwurf. Dachau hatte bis dahin schon neun Zähler auf der Anzeigentafel stehen.

Bis zur achten Spielminute kam beim TSV nur ein weiterer Punkt zum zwischenzeitlichen 2:23 dazu. Erst danach trafen die Gäste etwas besser. Das änderte aber nichts daran, dass die bissigen Spurs sich kontinuierlich weiter absetzten. Beim Seitenwechsel lagen die Hausherren bereits mit 31 Punkten in Front. Andreas Brem und Mathias Modrok, die am Ende auf 21 und 14 Punkte kamen, sorgten in der zweiten Hälfte dafür, dass die Punktausbeute beim TSV etwas besser wurde.

Auch Andy Thumser, der sich trotz Kniebeschwerden in den Dienst der Mannschaft stellte, brachte einige Bälle im Korb unter. Das änderte aber nichts an der Überlegenheit der Dachauer, die zwei Minuten vor der Sirene bereits bei 96 Punkten standen. Die 100-er Marke knackten die „Spurs“ aber nicht mehr.

„Letztlich können wir froh sein, nicht dreistellig nach Hause geschickt worden zu sein“, resümierte Millwood, der mit seiner Truppe am heutigen Samstag (19 Uhr) in der Jahnhalle den TSV Milbertshofen empfängt. Die Partie könnte aber auch ausfallen, da der Basketballverband erwägt, die Saison aufgrund der aktuellen Corona-Lage zu unterbrechen.

Murnau

Wird weitergespielt oder nicht. Diese Frage stellte sich nicht nur in der 2. Regionalliga den Weilheimern. Das gleiche Thema beschäftigt auch die Bayernliga und damit die Basketballer des ESV Staffelsee, die zuletzt bei Slama Jama Gröbenzell im Einsatz waren. Beim Tabellensechsten unterlagen die Murnauer denkbar knapp mit 70:72 (36:46). Schwerer als die Niederlage wog aber die Verletzung von Daniel Angerer, der im zweiten Viertel umknickte und vermutlich länger ausfallen wird.

Nachdem dann auch noch der angeschlagene Johannes Frühschütz zur Halbzeit den Dienst quittierte, standen Aushilfstrainer Marco Moroder, der Goran Culum vertrat, nur noch sechs Spieler zur Verfügung. Das Sextett startete eine Aufholjagd, nachdem der ESV beim Seitenwechsel mit zehn Punkten hinten lag, weil die in Bestbesetzung angetretenen Gröbenzeller in der ersten Halbzeit fast alles trafen.

Zum Ende des dritten Durchgangs lagen die Gäste, bei denen Benedikt Beinhofer mit 23 Punkten herausragte, immer noch hinten. Im Schlussviertel kämpften sie sich aber Punkt für Punkt heran. Zum Gleichstand reichte es jedoch letztlich nicht ganz.

Am heutigen Samstag (19.30 Uhr) erwarten die Murnauer laut Plan die Baskets Vilsbiburg 2. Ob das Team aus Hoch-Inzidenz-Landkreis Landshut (Inzidenz am Mittwoch 1120) anreisen kann ist allerdings fraglich.

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