Erfolgreicher Playoff-Auftakt

EC Peiting kann heute Abend schon alles klar machen

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Durchsetzungsstark präsentierten sich die Peitinger gegen Duisburg. So auch Ty Morris, der beim Achtelfinal-Auftakt das 2:0 erzielte, nachdem er sich im Slot behauptet hatte.

Peiting – Einen optimalen Start in die erste Playoff-Runde gegen die Füchse Duisburg hat der EC Peiting hingelegt. In eigener Halle gewann die Mannschaft von Trainer Sebastian Buchwieser mit 4:1, um zwei Tage später im Ruhrpott einen 5:1-Sieg folgen zu lassen. Damit liegen die Pfaffenwinkler vor dem dritten Spiel am heutigen Dienstagabend in der Serie bereits mit 2:0 vorne. Sollten die Peitinger auch dies, das zweite Heimspiel der Serie, gewinnen, wären sie bereits durch. Denn im Achtelfinale, das im Modus Best-of-Five ausgetragen wird, berechtigen drei Siege zum Einzug in die nächste Runde. Bei einer Niederlage geht es am Freitag in Duisburg weiter.

Vor 1.700 Zuschauern auf eigenem Eis machten die Füchse am Sonntag vor allem zu Beginn mächtig Druck. Florian Hechenrieder im Peitinger Tor ließ sich aber nicht überwinden. Nach vorne hielt sich der ECP bis auf eine Chancen von Ty Morris (4.) zurück. Nach einer überstandenen Unterzahl durften die etwa zehn mitgereisten Peitinger Fans aber jubeln, als Milan Kostourek (15.) zum 1:0 einschoss.

Im Mittelabschnitt hielten beide Teams das Tempo hoch, Großchancen blieben auf beiden Seiten aber Mangelware. Im zweiten Überzahlspiel schlug dann aber der ECP-Topscorer erneut zu: Kostourek (28.) markierte auf Zuspiel von Anton Saal, der davor noch eine Möglichkeit ausgelassen hatte, das 2:0. Auf der Gegenseite hatten die Gäste Glück, dass Duisburgs André Hübscher (30.) freistehend über den Kasten zielte.

Unmittelbar nach Ablauf einer Strafzeit gegen Peiting – Rob Brown war gerade erst zurück auf dem Eis, nachdem er die vorangegangenen zwei Minuten wegen unerlaubten Körperangriffs in der Kühlbox verbracht hatte – machte Ricco Ratajczyk (34.) die Partie mit seinem Abstaubertor zum 2:1 wieder spannend. Im Schlussdurchgang drängten die Füchse auf den Gleichstand. Eine weitere Unterzahl überstanden die Gäste jedoch unbeschadet.

Das beflügelte die Peitinger, die wenig später mit einem Doppelschlag auf die Siegerstraße einbogen: Erst traf Thomas Heger (49.) nach einem schönen Spielzug und wenig später netzte Andreas Feuerecker (51.) zum 4:1 ein. Mit dem fünfte ECP-Tor in den verwaisten Füchse-Kasten sorgte Dominic Krabbat (59.) für den Endstand.

Heimspiel lange eng

Zwei Tage zuvor starteten die Peitinger, die vor dem ersten Bully von Ligenleiter Oliver Seeliger den Pokal zum Gewinn der Meisterschaft in der Oberliga Süd bekamen, schwungvoll in die Partie. Aus der Überlegenheit machte der ECP, der in extra für die Playoffs angefertigten Trikots antrat, aber nichts. Sebastian Staudt im Tor der Duisburger erwies sich als Meister seines Fachs und wehrte Chancen von Feuerecker, Marko Babic, Steven Wagner und Kostourek ab.

Mitte des ersten Durchgangs trauten sich auch die früh störenden Gäste mehr nach vorne. Hechenrieder im ECP-Kasten war aber ebenfalls auf dem Posten.

Nachdem Kostourek sich an der Bande den Puck erackert hatte, fand der Tscheche am kurzen Pfosten Saal und der scheidende Kapitän, dessen nahender Abschied ein „Servus, Toni“ auf dem Rücken der Trikots würdigt, brach (15.) mit dem Führungstor den Bann. Diesen Schwung nahmen die Peitinger aber nicht mit in den zweiten Spielabschnitt.

Duisburg wurde mutiger und verpasste mehrfach den Ausgleich. „Da hatten wir ein paar schlechte Wechsel, in denen wir den Gegner aufbauten“, monierte Buchwieser. Hechenrieder verhinderte aber Schlimmeres.

Sein ECP kam vor 1.000 Fans aber auch zu Möglichkeiten: Brad Miller (29.) und Fabian Weyrich (36.) hatten bei ihren Gestänge-Treffern jedoch Pech. Erst in Überzahl gelang Ty Morris (38.) das zweite Tor der Hausherren, als er sich im Slot behauptete und den freien Puck über die Linie stocherte, nachdem Staudt die Fanghand nicht auf die Scheibe bekommen hatte. Richtig beruhigend wirkte auch dieser Treffer für den ECP aber noch nicht.

Im Schlussdrittel verzeichneten die Gäste zwei gute Möglichkeiten zum Anschluss, ehe Diego Hofland und Huebscher sich nach einem Powerplay-Patzer der Peitinger zum Gegenstoß aufmachten und ersterer vor Hechenrieder kaltschnäuzig blieb (51.). Die Antwort der Gastgeber ließ aber nicht lange auf sich warten. Erneut bei einem Mann mehr hämmerte Simon Maier (55.) den Puck nach einem Pass Saals per Direktabnahme aus kurzer Distanz zum 3:1 in die Maschen.

„Auf unser gutes Über- und Unterzahlspiel konnten wir uns verlassen“, lobte Buchwieser seine Special Teams danach. Die endgültige Entscheidung markierte indessen Florian Stauder (60.), der 30 Sekunden vor der Sirene per Empty-Netter auf 4:1 stellte. „Das war das erwartet schwierige erste Spiel, weil wir uns einige Nervositätsfehler leisteten“, resümierte Coach Buchwieser hinterher.

hal/ras

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