EC Peiting verpatzt Generalproben

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Andy Magg, der Florian Hechenrieder im Kasten vertrat, bekam gegen Selb einiges zu tun.

Peiting – Keine Punkte gab es für den EC Peiting zum Abschluss der Meisterrunde. Bei den Tölzer Löwen kassierte der ersatzgeschwächte Eishockey-Oberligist mit 0:3 die sechste Niederlage im sechsten Vergleich. Zwei Tage zuvor hatte sich die Truppe von Trainer Sebastian Buchwieser bereits der Rumpftruppe der Selber Wölfe mit 2:6 geschlagen geben müssen.

„Heute hätten wir auch zehn Drittel spielen können und hätten kein Tor erzielt“, meinte Buchwieser nach dem Auftritt in Bad Tölz. Vom Engagement und Einsatz konnte der ECP-Coach seinem Team keinen Vorwurf machen. „Das war deutlich besser als gegen Selb“, so Buchwieser. Nur haperte es bei den Peitingern, die ohne Thomas Zeck, Florian Hechenrieder, Ty Morris und Martin Andrä antraten, die alle angeschlagen waren und geschont wurden, beim Abschluss.

Simon Maier (2.) vergab schon in der Anfangsphase eine gute Möglichkeit. Besser machte es stattdessen Johannes Sedlmayr (9.), der bei einem Konter zum 0:1 abstaubte. Danach drängten die ebenfalls ersatzgeschwächten Löwen, die unbedingt Platz eins verteidigen wollten, weiter. Die ECP-Abwehr stand aber stabil und ließ wenig zu. Erst in der Schlussphase des ersten Durchgangs passten sie nicht auf, als Klaus Kathan (17.) seinem Gegenspieler enteilte und aus spitzen Winkel Andy Magg im Peitinger Gehäuse überwand. Auf der Gegenseite vergab kurz davor Dominik Krabbat (15.) noch eine Ausgleichschance der Gäste. Die hatten dann aber auch noch Glück, nicht deutlicher in Rückstand zu geraten, da Sedlmayr (18.) nach einem Scheibenverlust von Andreas Feuerecker nur um Millimeter vorbeizielte.

Im Mittelabschnitt störten die Peitinger die Löwen früher. Dadurch zwangen sie die Hausherren zu Fehler. Jonas Lautenbacher (24.) und Anton Saal (25.) verpassten den Anschlusstreffer auch nur knapp. Effektiver zeigten sich die dagegen die Tölzer, weil Stefan Reiter (27.) gleich die erste Chance im zweiten Drittel zum 0:3 nutzte. Trotz des deutlichen Rückstands ließen die Peitinger die Köpfe nicht hängen. Maier (32.) mit einem abgefälschten Schuss, Fabian Dietz (33.) und Krabbat (34.) zielten aber nicht genau genug.

Auch im Schlussdurchgang war dem ECP kein Tor vergönnt, da Feuerecker (47.), Stauder (53.) und Krabbat (55.) gute Möglichkeiten ausließen. Wenig später erwischte es dann Fabian Weyrich, der nach einem unnötigen Check in der Bande landete und mit einer Schulterverletzung vom Eis musste. Dem Abwehrspieler droht eine längere Pause. „Das ist sehr bitter“, meinte Buchwieser.

Gegner unterschätzt

Schon gegen Selb zwei Tage zuvor waren die Peitinger als Verlierer vom Eis gegangen. „Vielleicht haben wir den Gegner angesichts des kleinen Kaders unterschätzt“, mutmaßte Buchwieser, nachdem sein Team ganz schwach in die Partie gestartet war. Die Wölfe erwiesen sich dagegen als überaus bissig und abschlusssicher. Jared Mudryk (9.) brachte die Gäste mit einem haltbaren Schuss in Front. Dan Heilman (15.) staubte danach zum 0:2 ab. Mudryk (16.) ließ in Überzahl schließlich noch das 0:3 folgen.

Erst im zweiten Durchgang wurde das bis dahin ideen- und harmlose Spiel der Peitinger besser. Im ersten Powerplay gelang Florian Stauder (27.) das 1:3. Mit einem Kontertreffer stellte Achim Moosberger (32.) aber umgehend wieder den alten Abstand her. Das zweite Tor der Hausherren durch Maier (34.) in Überzahl konnte die Selber dann nicht schrecken. Moosberger (44.) stocherte den Puck zum 2:5 über die Linie und Heilman (54.) machte danach das halbe Dutzend voll und den Sack zu.

„Vor allem im ersten Drittel waren wir nicht bereit, Oberliga-Eishockey zu spielen“, ärgerte sich Buchwieser hinterher. „In den Playoffs werden wir anders auftreten“, versprach der Peitinger Trainer vor dem Duell gegen den Deggendorfer SC, das am Freitag (19.30 Uhr) mit einem Heimspiel beginnt. Am Sonntag sind die Peitinger dann in Niederbayern gefordert, ehe es am Dienstag beim ECP zum dritten von maximal fünf Vergleichen mit den Deggendorfern kommt.

hal

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