1. kreisbote-de
  2. Sport
  3. Lokalsport
  4. Weilheim-Schongau

Bronze für Aderbauer vom TSV Peißenberg beim Bayerischen Siebenkampf

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

null
Franzi Aderbauer. © TSV Peißenberg

Peißenberg – Bis zur letzten Disziplin blieb es spannend: vor dem 800-Meter-Lauf war Bronze für die 18-jährige Franzi Aderbauer vom TSV Peißenberg in Reichweite.

Mit einem Riesenlauf über die ungeliebte Distanz verbesserte Aderbauer die eigene Bestzeit auf 2:39,14 Minuten. Am Ende fehlten nur zwei Sekunden zur Silbermedaille, die an Jasmin Sailer (LG Augsburg, 3.901 Punkte) ging. Mit 3 878 Punkten gelang Aderbauer ihr bisher bester Siebenkampf. Gegenüber dem vierten Platz erreichte sie ein Polster von 114 Punkten. Der Titel ging an Hannah Gasser (FC Aschheim, 4 144 Punkte).

Der zweitägige Wettkampf im Garmischer Stadion am Gröben vor Kurzem hatte mit dem 100-Meter-Hürdenlauf begonnen. In 17,19 Sekunden gelang Aderbauer ein guter Einstieg in den Tag. Mit 1,39 Meter im Hochsprung lag sie nur knapp unter ihrer Bestmarke und hielt sich gut im Verfolgerfeld. Im Kugelstoßen mit der 4-Kilogramm-Kugel legte sie 8,70 Meter vor und übertraf ihre bisherige Bestmarke deutlich.

Den Höhepunkt des ersten Tages schilderte Trainerin Sabine Osenberg begeistert: „Das hätte man filmen sollen, das sah richtig gut aus. Der Lauf hat gezeigt, wie sehr sich Franzi im Sprinten verbessert hat.“ Platz fünf in der Vierkampfwertung am Ende des ersten Wettkampftages ließ immer noch auf Bronze hoffen, wie der TSV Peißenberg mitteilte.

Die 18-Jährige präsentierte sich am zweiten Wettkampftag weiter gut motiviert. Im Weitsprung war jeder Sprung jenseits der 5-Meter-Marke.

Locker bleiben und Weitermachen war angesagt und mit einer neuen persönlichen Bestweite im Speerwerfen hatte Aderbauer schon die Hand an der Medaille. Der U20-Speer wiegt 600 Gramm. Diesen lies Aderbauer 28,85 Meter weit fliegen. Ihre eigene alte Bestmarke mit dem 500-Gramm-Speer hatte sie damit um mehr als zwei Meter übertroffen. Damit fehlte nur noch der Schlusspunkt. Mit einem mutigen Lauf absolvierte sie die zwei Stadionrunden erstmals unter 2:40 Minuten.

„Respekt vor dieser Leistung“, gratulierte Peißenbergs zweiter Leichtathletik-Vorstand Martin Hermann, „trotz Abi regelmäßig trainiert, gefeiert und dann wieder hellwach, wenn es darauf ankommt.“ Die Sportlerin selbst sprach vom ersten und letzten Mehrkampf in diesem Jahr: „Darauf habe ich hingearbeitet. Das ist die Königsdisziplin in der Leichtathletik“, so Aderbauer und bedankte sich bei Sabine und Frank Osenberg für die persönliche Betreuung. 

Von Kreisbote

Auch interessant

Kommentare