Bayernliga-Abstiegsrunde

Eishackler fahrig, aber erfolgreich

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Peißenbergs Lukas Novacek traf gegen Pfaffenhofen doppelt. Insgesamt machte es sich sein Team im vermeintlichen Spitzenspiel aber unnötig schwer.

Peißenberg/Schongau – Ein gutes und ein schlechtes Spiel haben die Peißenberger Eishackler am vergangenen Wochenende gezeigt. Die Punktausbeute fiel dennoch optimal aus, da die Truppe von Trainer Rainer Höfler vom Gastspiel bei den Schweinfurt Mighty Dogs mit einem 6:4-Erfolg nach Hause kehrte und das Heimspiel gegen den EC Pfaffenhofen mit einem 5:3 Sieg beendete. Ein absolutes Kaderminimum bot indes die am Freitag spielfreie EA Schongau am Sonntag in Dorfen auf. Die knappe 5:4-Niederlage, zu der sich das Rumpfteam ackerte, ist aller Ehren wert. Punkte gab es dafür dennoch keine.

„Viel Positives außer den drei Punkte habe ich nicht gesehen“, war Peißenbergs Coach Höfler mit der Leistung im vermeintlichen Spitzenspiel gegen Pfaffenhofen, das nur über eine torgefährliche Reihe verfügte, alles andere als zufrieden. Vor allem den Topscorer Nick Endress bekam seine Mannschaft überhaupt nicht in den Griff. „Dabei haben wir das zuvor klar angesprochen und auch trainiert.“

Den ersten Gästetreffer nach nur 111 Sekunden bereite Endress gleich einmal vor. In Unterzahl traf John Lawrence zum 0:1. Die Antwort der Eishackler ließ aber nicht lange auf sich warten: Die dritte Reihe glich aus, Matthias Müller (4.) stocherte einen Abpraller zum 1:1 ins Tor. Peißenberg trat nun sicherer auf, geriet aber erneut in Rückstand, als Endress ungestört durch das komplette Drittel fahren durfte und mit einem abgefälschten Schuss das 1:2 (14.) erzielte.

Danach präsentierten die Eishackler drei ganz schwache Überzahlspiele. Unmittelbar vor der ersten Pause hatten sie sogar noch Glück, nicht einen weiteren Shorthander durch Endress zu kassieren.

Im zweiten Durchgang gingen die Peißenberger engagierter zu Werke, Max Malzatzki (22.) verpasste den Ausgleich. Den erzielte stattdessen Lukas Novacek (36.), da ECP-Goalie Philipp Hähl seinen haltbaren Schuss passieren ließ. In Überzahl gelang Dominik Ebentheuer (38.) wenig später sogar das 3:2.

Im Schlussdurchgang ging es zunächst hin und her, wobei die jeweiligen Chancen meist aus krassen Fehlern der Gegenseite entstanden. Ein verdeckter Schuss von Florian Höfler (46.), schlug zum 4:2 ein. Knapp drei Minuten vor der Sirene erzielte Endress (58.) in Unterzahl das dritte Gästetor. Die Zitterpartie beendete aber Novacek (59.) mit dem 5:3-Endstand.

Immer passende Antwort

In Schweinfurt verwerteten die in Bestbesetzung angereisten Peißenberger durch Höfler gleich die erste Möglichkeit (4.). Nach zwei guten Chancen auf beiden Seiten gelang Andreas Kleider (15.) in Überzahl mit einem verdeckten Schuss von der blauen Linie der Ausgleich. Erneut Höfler (16.) markierte aber das schnelle 2:1. Kurz vor der Drittelpause jubelten die Gäste nochmal, da Schweinfurts Goalie Philip Schnierstein bei einem Schuss von Manuel Singer (19.) aus der neutralen Zone daneben fasste.

Im Mittelabschnitt erhöhten die Hausherren den Druck. ERV-Neuzugang Pierre Kracht (23.) gelang der Anschluss. Die zweite Peißenberger Strafe wegen zu vieler Spieler auf dem Eis innerhalb weniger Minuten bestrafte danach Domantas Cypas (33.) mit dem 3:3. Noch vor der zweiten Sirene holten sich die Eishackler die Führung jedoch mit einer schönen Direktabnahme von Martin Andrä (37.), die unter der Latte zum 4:3 einschlug, wieder zurück.

Zurück aus der Pause staubte Höfler (42.) nach einem Mal­zatzki-Schuss zum 5:3 ab. Fortan kontrollierten die Peißenberger weitestgehend das Geschehen. Malzatzki (51.) und Brandon Morley (57.) verpassten bei ihren Großchancen die endgültige Entscheidung.

Dazwischen sorgte der zweite Schweinfurter Neuzugang, Eriks Ozollapa, mit dem 5:4 (55.) aus dem Nichts nochmal für Spannung. Peißenbergs Matchwinner Florian Höfler (59.) machte vier Minuten später mit seinem vierten Streich in den verwaisten ERV-Kasten aber endgültig den Deckel auf den Auswärtserfolg.

Gerade mal zwei Reihen

Gerade einmal noch vier Verteidiger und sieben Angreifer waren es, die der EA Schongau am Sonntag in Dorfen zur Verfügung standen. Diese rackerten nach Kräften. Nachdem beide Teams mit einem 1:1 in die erste Pause gegangen waren – Schongaus Jakub Muzik (19.) glich vor 220 Zuschauern das 1:0 Lukas Miculkas (12.) aus – schien das Spiel im zweiten Drittel seine vorhersehbare Wendung zu nehmen. Binnen weniger als 50 Sekunden stellten Dorfens Timo Borrmann (22.) in Überzahl sowie Miculka (22.) auf 3:1. Doch die Mammuts fanden auf diesen Zwei-Tore-Rückstand ebenso die passende Reaktion, wie auf alle folgenden: Jeff Szwez (23.) verkürzte. Miculka (31.) und Tomas Vrba (38.) legten wieder vor, die Schongauer Max Mewes (35.) und Szwez (42.) zogen jeweils nach. Ein Ausgleich oder gar mehr war den Mammuts aber nicht mehr vergönnt.

Am Freitag (19.30 Uhr) gastiert die EA Schongau in Geretsried, für Peißenbergs Eishackler geht es mit einem Heimspiel gegen den ESC Dorfen (19.30 Uhr) weiter.

hal/ras

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