Munterer Schlagabtausch

Peißenberger besiegen Forster

Birkner und Willberger
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Umkämpft aber fair ging es im Derby zwischen Peißenberg (weiße Trikots) und Forst zu.
  • Roland Halmel
    VonRoland Halmel
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Forst/Peißenberg – Erste Testspiele sind oftmals zäh und wenig unterhaltsam. Das Duell zwischen dem SC Forst und den Peißenberg Miners gehörte nicht unbedingt in diese Kategorie, auch wenn es auf beiden Seiten nach der langen Pause den einen oder anderen Stockfehler gab.

Das Derby zwischen dem gastgebenden Landesligisten und dem favorisierten Team aus der Bayernliga erwies sich als durchaus munterer und flotter Schlagabtausch, den die Peißenberger am Ende mit 5:0 für sich entschieden. Auf dem Eis war der Unterschied aber gar nicht so groß. „Wir hätten uns schon zwei oder drei Tore verdient gehabt“, meinte das SCF-Trainerduo Armin Dallmayr und Martin Kirschner angesichts einer Vielzahl hochkarätiger Chancen, die die Nature Boyz ausließen.

„Die Defensivleistung hat mir nicht gefallen“, urteilte Miners-Coach Christian Kratzmeir durchaus berechtigt. „Die läuferische Leistung nach den scharfen Trainingseinheiten in den letzten beiden Wochen und die Vorstellung der jungen Spieler hat mir schon besser gefallen“, ergänzte Kratzmeir, dessen Team durch ein Überzahltor von Markus Andrä (10.) in Führung ging. Noch vor der ersten Sirene legten Martin Andrä (16.) und Tobias Estermaier (19.) zwei weitere Treffer für den Bayernligisten, der noch ohne Neuzugang Tomas Rousek antrat, nach.

Die Forster scheiterten dagegen bei ihren guten Möglichkeiten zuerst an Korbinian Sertl und später an Jonathan Kornreder im Miners-Kasten. Im Mittelabschnitt setzte der SCF weiterhin Nadelstiche, die aber keinen Ertrag brachten. Stattdessen erhöhte Peißenbergs Neuzugang Dominic Krabbat (22.) in Unterzahl auf 4:0.

Im Schlussdrittel kassierten die Miners einige Strafzeiten. „Das Überzahlspiel müssen wir noch trainieren“, meinte Kirschner, nachdem der SCF im Powerplay nicht traf. Besser machte es erneut Krabbat, der bei einem Mann weniger zum 5:0-Endstand (55.) einnetzte. „Dominic bringt schon Klasse auf das Eis“, freute sich Kratzmeir über den Doppelschlag des Routiniers.

Freuen durften sich auch alle Beteiligten über die Rückkehr von Zuschauern in der Eishalle. Genau 308 Fans verfolgten das Derby. Wobei ein deutlich größerer Aufwand zu betreiben war, damit die Eishalle wieder mit Leben gefüllt werden konnte. „Wir brauchten beispielsweise mehr Ordner und mehr Kassenpersonal“, berichtete Miners-Chefin Lisa Steidl. Die Besucher mussten registriert und die Impfnachweise kontrolliert werden. In der Halle und am Gelände herrschte Maskenpflicht. „Das alles zu organisieren, war für uns eine große Nummer und nur in Zusammenarbeit mit dem TSV zu stemmen, aber es hat sehr gut geklappt“, resümierte SCF-Eishockeychef Lorenz Barfüßer, der unter den Besuchern relativ wenig Kinder sah. „Das lag vermutlich an der Testpflicht, aber das wird sich in der Saison, wenn die Kinder dann in der Schule getestet werden, einspielen, wie auch die 3G-Regeln“, erklärte Barfüßer, der mit der Rückkehr des Eishockeys in die Peißenberger Eishalle unterm Strich mehr als zufrieden war. „Mit Zuschauern zu spielen war ganz wichtig, das war ein tolles Lebenszeichen des Eishockeysports“, bilanzierte der SCF-Eishockeychef.

Für die Nature Boyz steht am morgigen Sonntag um 17.30 Uhr in Peißenberg das nächste Testspiel zuhause gegen die EV Bad Wörishofen auf dem Programm. Die Miners bestreiten an diesem Wochenende hingegen keine Vorbereitungspartie. Ihr Schwerpunkt liegt auf dem Training.

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