Zwei Siege über EHC Klostersee

Peißenberger Überraschung gegen Tabellenführer

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Tomas Rousek verwandelte am Sonntag den entscheidenden Penalty, davor traf er bereits zweimal aus dem laufenden Spiel. Auch zuvor am Freitag hatte er in Overtime für das Peißenberger Siegtor gesorgt.
  • Roland Halmel
    VonRoland Halmel
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Peißenberg/Schongau – Keinen einzigen Punkt hatte der EHC Klostersee in zehn Spielen bis Ende Oktober abgegeben. Dann bremste den souveränen Tabellenführer eine über zweiwöchige Corona-Zwangspause aus, die mit einem Doppeleinsatz gegen Peißenberg endete. Und die Miners sorgten gegen den Spitzenreiter zweimal für eine Überraschung: Sie entschieden beide Partien für sich. In Grafing gewannen sie nach Verlängerung mit 1:0 und zuhause folgte ein 5:4-Sieg nach Penaltyschießen.

„Vier Punkte gegen den Spitzenreiter das ist natürlich überragend“, strahlte Christian Kratzmeir. Wobei Peißenbergs Trainer deshalb aber nicht in Euphorie verfiel, schließlich kehrte Klostersee merklich geschwächt aus seiner Pause zurück.

Am Sonntag brachte Philipp Quinlan (7.) die Gäste in Front. Tomas Rousek (10.) glich bei einer fünfminütigen Überzahl wieder aus. Wobei Kratzmeir die Strafe für Raphael Käfer nach einem Kniecheck gegen Niko Fissekis eigentlich zu wenig war.

Nach den beiden Toren von Yannick Kischer (18., 22.) wurde seine Laune noch schlechter. Die einzig gute Chance der Hausherren im Mittelabschnitt ließ Dominic Krabbat ungenutzt, als er bei einem Solo (37.) an EHC-­Goalie Philipp Hähl scheiterte.

Zum zweiten Drittel kamen die Peißenberger wie verwandelt zurück. Mit einem Doppelschlag binnen 45 Sekunden sorgten Rousek (42.) und Fissekis (43.) für den Gleichstand. Den Gästen schwanden in der Folge die Kräfte, die Miners übernahmen immer mehr das Kommando. Krabbat (54.) gelang nach schönem Zuspiel von Max Malzatzki auch der Führungstreffer, den der EHC durch Lynnden Pastachak (55.) aber umgehend egalisierte. Weitere Treffer fielen auch in der Verlängerung nicht, da Krabbat bei einem Penalty (57.) erneut in Hähl seinen Meister fand. Die Entscheidung musste so im Penaltyschießen fallen. Sertl hielt dabei überragend. Auf der Gegenseite traf nur Rousek, während Malzatzki und Krabbat scheiterten. Das reichte den Miners aber zum Zusatzpunkt.

Starke Torleute

Genauso spannend ging es davor in Grafing zu. Die wie die Hausherren ersatzgeschwächten Peißenberger, unter anderem fehlten Valentin Hörndl und Krabbat, gestalteten den ersten Durchgang offen. Vor der Pause ließen sie sogar einige Überzahlgelegenheiten ungenutzt. Im zweiten Drittel war der EHC das deutlich gefährlichere Team. Mit etwas Glück und Geschick hielt Sertl seinen Kasten sauber. Im Schlussabschnitt dominierten schließlich beide Abwehrreihen und die starken Torleute, für Klostersee stand Dominik Gräubig zwischen den Pfosten, das Geschehen. Chancen blieben so Mangelware, sodass es nach 60 torlosen Minuten in die Verlängerung ging. Die dauerte nur 17 Sekunden, da Rouseks Schlenzer in den Maschen landete. „Für Tomas freut es mich besonders. Ich denke das Tor war der Brustlöser für ihn“, urteilte Kratzmeir danach. Am Freitag (20 Uhr) erwarten die „Miners“ nun den Zweiten, den TEV Miesbach, zum nächsten Spitzenspiel.

EAS-Pause beendet

Am spielfreien Wochenende konnte die EA Schongau kleine Wehwechen auskurieren. Das ist auch nötig, da die Mammuts in der Tabelle nach unten durchgereicht wurden und jetzt nur noch auf Platz neun rangieren. Die Konkurrenz punktete fleißig und überholte so die EAS, die vor der Pause mit vier Niederlagen in Folge nicht mehr so in Schwung war, wie noch zu Beginn der Saison. Am Freitag (20 Uhr) erwarten die Schongauer den TSV Erding, den sie im Hinspiel mit 8:2 abfertigten. Die Gladiators, die Platz sechs belegen, wurden in dieser Saison auch schon durch Corona ausgebremst und haben erst zehn Spiele absolviert. Deshalb steht für die Erdinger am morgigen Mittwoch auch noch das Nachholspiel gegen Miesbach auf dem Programm. Am Sonntag ist die EAS erneut spielfrei.

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