Noch keine Gewissheit für den EC Peiting

Teilnehmerzahl der Oberliga Süd weiter unklar

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Zusammentreffen zwischen Peiting und Sonthofen wird es in der Oberliga vorerst keine geben. Die Bulls stecken in einem Insolvenzverfahren und sehen ihre Zukunft in der Bayernliga.

Peiting – Beim Deutschen Eishockey Bund (DEB) laufen die Vorbereitungen für die Saison 2020/2021 der Oberliga Süd. Nach dem vorzeitigen Saison­ende teilte der Verband mit, dass alle bisherigen Teilnehmer auch weiterhin ein Startrecht haben werden. Dass der EC Peiting damit auf dieselben Gegner wie in der abgelaufenen Spielzeit trifft, heißt das aber noch lange nicht.

Durch die Bekanntgabe des DEB dürften Höchstadt und Sonthofen, die zum Zeitpunkt des vorzeitigen Saisonabbruchs in der Verzahnungsrunde mit den Bayernligisten um die Qualifikation kämpften, weiter in der Oberliga spielen.

Die Alligators aus Nordbayern, die für den Ligaerhalt im Saisonendspurt noch den ehemaligen ECP-Torjäger Milan Kostourek verpflichteten, ringen im Hintergrund allerdings um die wirtschaftlichen Voraussetzungen für den Ligaverbleib, weil die ausgebliebenen Play-Off-Einnahmen auf der Kasse lasten. Noch schlechter steht es um die Bulls aus dem Allgäu, die finanziell stark angeschlagen sind und deren Spielbetriebs-GmbH in einem Insolvenz­verfahren steckt, das vergangene Woche eröffnet wurden. Der Stammverein bemüht sich um einen Start in der Bayernliga.

Offene Tür für Bayernligisten

Vorausgesetzt Höchstadt schafft die wirtschaftlichen Hürden, würden damit elf Teilnehmer in der Oberliga verbleiben. Der DEB bemüht sich daher um ein zwölftes Team und hat sich mit den weiteren Teilnehmern der Verzahnungsrunde in Verbindung gesetzt. Als Nachrücker kämen vor allem Bayernliga-Meister TEV Miesbach und die Passau Black Hawks in Frage. Miesbach zögert noch, denn wirtschaftlich macht Corona vieles schwerer. Dazu läuft eine Ertüchtigung des Eisstadions. Sogar ein Aufstieg des HC Landsberg auf diesem Weg steht im Raum.

Auch über einen Modus für die kommende Saison wurde bereits nachgedacht. Offenbar ist eine Doppelrunde angedacht, was darauf schließen lässt, dass es künftig möglicherweise keine Verzahnungsrunde mit den Bayernligisten mehr geben wird.

Auf Eis gelegt sind derweil noch die Personalplanungen beim EC Peiting. Ein Thema sorgt dennoch für Betrieb: Der Oberligist sucht einen neuen Pächter für das Stüberl im Eisstadion, das „Over-Time“.

Private Gründe waren es, aus denen der bisherige Wirt kündigte. „Dafür haben wir Verständnis“, erklärte ECP-Geschäftsführer Peter Gast, der die Entscheidung aber auch bedauert. „Da wir eine schöne gemeinsame Zeit hatten und es eine vertrauensvolle und gute Zusammenarbeit war“, so Gast.

Jetzt sucht der Verein einen Nachfolger oder Nachfolgerin mit Erfahrung und Ausbildung im Gastronomiebereich. Zwei Interessenten gibt es schon, weitere können sich noch bewerben (per Post oder E-Mail an info@ecpeiting.de). Eine Entscheidung will der ECP jedoch nicht übers Knie brechen. Geduld ist schon deshalb angesagt, da persönliche Gespräche derzeit nicht so einfach möglich sind. Das betrifft auch den Sponsoringbereich. „Da wissen wir nicht, was uns erwartet“, räumt Gast viele Unwägbarkeiten ein.

hal

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