ECP dreht Heimspiel gegen Lindau und verliert Rückspiel am Bodensee

Eine Achterbahnfahrt

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Im Heimspiel gegen Lindau ging Andreas Feuerecker (rechts) leer aus. Am Bodensee erzielte der ECP-Verteidiger das zwischenzeitliche 5:2.

Peiting – Nichts für schwache Nerven waren die beiden letzten Spiele des EC Peiting.

Vor heimischer Kulisse drehte der ECP gegen den EV Lindau einen 0:2-Rückstand im Schlussspurt noch in einen 3:2-Erfolg. Zwei Tage später unterlag die Truppe von Trainer Sebastian Buchwieser beim Rückspiel am Bodensee dem EVL nach einer Drei-Tore Führung und einer richtiggehenden Achterbahnfahrt in der Verlängerung mit 6:7. Dabei begann die Partie in Lindau recht verhalten. Im ersten Drittel warteten die Fans vergeblich auf Tore. Dafür ging es in puncto Kampf ordentlich zur Sache. Im zweiten Durchgang holten beide Teams dann Versäumtes beim Torabschluss nach. ECP-Rückkehrer Simon Maier (22.) stand in Überzahl goldrichtig, um zum 1:0 einzunetzen. Im dritten Nachschuss sorgte Troy Bigam (25.) ebenfalls im Powerplay aber umgehend für den Gleichstand. Im Anschluss dreht der ECP jedoch auf. Auf Zuspiel von Maier markierte Dominic Krabbat (27.) die neuerliche Führung, die Florian Stauder (31.) bei zwei Mann mehr auf dem Eis auf 3:1 ausbaute. Jeff Smith (35.) brachte die Hausherren danach wieder heran. Innerhalb von 18 Sekunden schlugen die Peitinger jedoch zurück und das doppelt. Milan Kostourek (36.) und Andreas Feuerecker (36.) schossen die Peitinger mit 5:2 in Front.

Danach wurde es ruppig. Bei einer Keilerei zwischen Alexander Winkler und Andreas Farny kassierte der ECP-Verteidiger eine Matchstrafe. Die folgende Überzahl nutzte der EVL, um durch Lubos Sekula (40.) auf 5:3 zu verkürzen. Zu Beginn des Schlussdurchgangs machte Sascha Paul (43.) die Partie mit seinem Powerplaytreffer wieder spannend. Bigam (50.) schaffte danach auch noch den Ausgleich für die Lindauer, die im Kampf um Platz acht jeden Punkt brauchen. Die Peitinger haben aber auch nichts zu verschenken, entsprechend war ihre Reaktion. Ty Morris (52.) fälschte einen Schuss von Brad Miller zum 6:5 ab. Aber auch diese Führung hielt nicht lange. Petr Heider (56.) überwand Florian Hechenrieder zum 6:6, bei dem es bis zur Sirene auch blieb. Die anschließende Verlängerung dauerte dann nur 55 Sekunden. Dann erzielte Zdenek Cech den Siegtreffer der Hausherren.

Ähnlich spannend ging es zwei Tage zuvor in Peiting zu. Die ersatzgeschwächten Hausherren, die unter anderem auf den verletzten Kapitän Anton Saal und den gesperrten Maier verzichten mussten, taten sich im ersten Drittel gegen die defensiv ausgerichteten Lindauer sehr schwer. Lediglich Thomas Zeck und Stauder kamen zu guten Chancen. Letztlich blieb der Durchgang aber torlos.

Danach sah es auch lange Zeit im Mittelabschnitt aus, ehe Marco Miller (35.) die Gäste mehr oder wenig aus dem Nichts in Führung schoss. Kurz nach Beginn des letzten Spielabschnitts ließ Paul (42.) auch noch das 0:2 folgen. Die Antwort der Peitinger waren wütende Angriffe, denen aber die Genauigkeit fehlte. Aus der Überlegenheit des ECP kam so nichts heraus. Erst fünf Minuten vor dem Ende brach Milan Kostourek (55.) bei angezeigter Strafe mit dem 1:2 den Bann. Keine Minute später schlug der Tscheche beim 2:2 (56.) im Nachschuss erneut zu.

Im Anschluss leisteten sich die Gäste eine Strafzeit und die bestrafte Stauder (59.), auf Zuspiel von Matchwinner Kostourek, mit dem glücklichen 3:2-Siegtreffer der Peitinger. „Das war eine unglaubliche Leistung der Mannschaft. Das war enorm wichtig, dass sie das Spiel im letzten Drittel noch drehte“, zeigte sich Buchwieser nach der dramatischen Partie erleichtert.

Am Freitag um 19.30 Uhr ist seine Truppe, die Platz vier verteidigte, jetzt beim EV Landshut gefordert und am Sonntag um 18 Uhr beschließt der ECP mit dem Heimspiel gegen den EHC Waldkraiburg die Vorrunde.

Von Roland Halmel

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