Quali-Ticket für die Oberbayerische gelöst

Peitinger Futsal-Coup bei Zugspitzmeisterschaft

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Viel zu jubeln hatten die Peitinger um Spielertrainer Fabian Melzer (links) nach dem sensationellen 5:1-Halbfinalsieg über Penzberg.

Peiting – Im letzten Jahr scheiterte der TSV Peiting bei der Futsal-Zugspitzmeisterschaft in Fürstenfeldbruck noch im Halbfinale. Bei den diesjährigen Titelkämpfen hat der Kreisligist dagegen völlig überraschend den Sprung ins Endspiel geschafft. Die Peitinger, die fast ausschließend mit Spielern der zweiten Mannschaft antraten, eliminierten im Halbfinale den haushohen Favoriten FC Penzberg mit einem sensationellen 5:1. Trotz der anschließenden 0:1-Niederlage gegen den Landesligisten FC Deisenhofen qualifizierte sich der TSV für die oberbayerische Endrunde, die am kommenden Samstag in Manching ausgespielt wird.

Die Zutaten für den Überraschungs-Coup benannte Peitings Spielertrainer Fabian Melzer so: „Wir sind in der Abwehr unheimlich kompakt gestanden und vorne waren wir sehr effektiv“. „Der Sieg gegen die Penzberger Startruppe war absolut verdient“, lobte danach auch Kreisspielleiter Heinz Eckl.

In der Tat waren die Kreisklassenfußballer gegen den Bezirksligisten, der sich vom Landesligisten Garmisch-Partenkirchen auch noch hochkarätige Verstärkungen geholt hatte, nur krasser Außenseiter. Nach 16 Sekunden lagen die Peitinger auch schon hinten.

Der Rückstand brachte den TSV, dem im Halbfinale verletzungsbedingt nur noch sechs Spieler zur Verfügung standen, aber nicht aus der Ruhe. Nicola Haser (3.) glich schnell mit einem abgefälschten Schuss aus. Die Penzberger drängten danach auf das zweite Tor, Schlussmann Alex Mayr im Peitinger Kasten ließ sich aber nicht überwinden.

Stattdessen schoss Melzer (9.) sein Team mit einem sehenswerten Kontertor erstmals in Führung. Penzberg zog seine Auszeit, doch auch die ließ Peiting nicht vom Kurs abkommen. Der TSV schaltete nach Balleroberungen immer wieder schnell um. Zweimal schlug Christoph Enzmann zur 4:1-Führung der Peitinger zu. In der hektischen Schlussphase mit je einer Gelb-Roten Karte gegen Marco Mendes vom TSV und Franz Fischer vom FCP, rannten die Penzberger vergeblich an. Das fünfte Tor durch Daniel Slowiok machte schließlich die Überraschung perfekt.

Knifflige Gruppenphase

Vielleicht hatten sich die Peitinger genau diese Coolness schon davor angeeignet. Denn in der Gruppenphase mussten die Peitinger um den Halbfinaleinzug noch ordentlich zittern.

Gegen Gastgeber SC Fürstenfeldbruck ließen sie einige gute Möglichkeiten aus, so dass es nur zu einem knappen 1:0-Erfolg reichte. Im zweiten Spiel unterlagen die Marktgemeinde-Kicker durch einen umstrittenen Sechs-Meter-Strafschuss gegen Murnau mit 1:2. Dabei verletzte sich auch noch Florian Meier.

Im letzten Gruppenspiel gegen den ASC Geretsried standen die Peitinger damit unter Zugzwang; für den Halbfinaleinzug musste unbedingt ein Sieg her. Gegen den A-Klassisten geriet der TSV zwar früh in Rückstand, ein Dreierpack binnen vier Minuten bescherte aber eine 3:1-Führung. Geretsried schaffte danach zweimal den Anschluss, letztlich brachte die Melzer-Mannschaft aber einen 4:3-Erfolg ins Ziel. Das Halbfinale war erreicht.

Beim oberbayerischen Bezirksturnier treffen die Peitinger am kommenden Samstag in der Vorrunde auf Gastgeber SV Manching, den TuS Traunreut sowie den FC Croatia München.

 

hal

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