Anton Saal ist zurück

Peitinger Rumpftruppe holt zweimal einen Punkt

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Gegen Deggendorf ging Lukas Gohlke leer aus. In Selb erzielte er aber zwei Treffer.

Peiting – Beim EC Peiting grüßt das Murmeltier. Die Resultate scheinen sich in einer Endlosschleife zu wiederholen. Auch das Heimspiel gegen den Deggendorfer SC mündete wie schon viele Begegnungen davor in einer 2:3-Niederlage im Nachsitzen, nämlich dem Pe­naltyschießen. Bei den Selber Wölfen musste der ECP ebenfalls eine Sonderschicht einlegen, die mit einem 4:5 nach Verlängerung mit einem Punkt endete. Auch die personellen Hiobsbotschaften reißen nicht ab, dafür meldet sich ein langjähriger Eckpfeiler zurück.

Am Sonntag gegen Deggendorf kamen die Peitinger auf der letzten Rille daher. Zu den Langzeitverletzten wie Simon Maier und Nardo Nagtzaam gesellten sich die Ausfälle von Manuel Bartsch, Liam Hätinen und Maximilian Söll sowie die in Selb verletzten Martin Mazanec und Daniel Reichert. Wenigstens brachte der ECP dank der Unterstützung mit Förderlizenzspielern aus Kaufbeuren zwölf Feldspieler aufs Eis.

„Wir haben die Mitte gut zugemacht“, lobte Trainer Sebastian Buchwieser das engagierte Auftreten seiner Rumpftruppe gegen den Tabellenzweiten. Torchancen blieben im ersten Durchgang Mangelware. Zu Beginn des zweiten Drittels vergab Dominic Krabbat (22.) den Führungstreffer, auf der anderen Seite parierte Florian Hechenrieder Großchancen von Andrew Schembri und Curtis Leinweber. Im dritten Nachschuss markierte Peitings Thomas Heger (33.) dann das 1:0, ehe Florian Stauder (36.) das zweite Tor nur knapp verpasste. Kurz vor Drittelende hatten die Gastgeber Glück, dass der Unparteiische einen Treffer des DSC wegen Torraumabseits nicht anerkannte.

Eingangs des Schlussabschnitts drückten die Gäste, das Tor erzielten aber die Peitinger. Krabbat (47.) staubte ab. Die Deggendorfer warfen nun alles nach vorne, nach Schembris Anschluss (50.) und einer umstrittenen Strafzeit gegen den ECP gelang Thomas Greilinger (53.) das 2:2.

Nach der torlosen Verlängerung fiel die Entscheidung im Penaltyschießen. Für die Peitinger traf nur Ty Morris. Leinweber versenkte dagegen zwei Versuche und bescherte seinem Team den Zusatzpunkt.

Guter Start

Zwei Tage zuvor in Selb nutzte Lukas Gohlke (4.) gleich das erste Powerplay zum Peitinger 1:0. Die Wölfe fanden überhaupt nicht ins Spiel, der ECP erarbeitete sich weitere gute Möglichkeiten. So kam das 1:1 durch Selbs Neuzugang Pavel Pisarik (18.) kurz nach dem Ende einer Strafzeit mehr oder weniger aus dem Nichts. Zu dem Zeitpunkt leitete der Hauptschiedsrichter die Partie nur noch mit einem Linesman, da der zweite wegen Übelkeit in die Kabine musste.

Im Mittelabschnitt kam Selb besser ins Spiel, doch ein haltbarer Schuss von Gohlke (25.) schlug zum 2:1 ein. In doppelter Überzahl gelang Florian Ondruschka (36.) der Ausgleich, Stauder (38.) wiederum schoss den ECP aber umgehend erneut in Front.

Im Schlussdurchgang ging es erst kurz vor Schluss richtig rund. Auf den Gleichstand durch Dominik Kolb (56.) antwortete Stauder nur 26 Sekunden später mit dem 4:3. Ihre vierte Führung brachten die Gäste aber nicht ins Ziel, da Dominik Müller (58.) die Partie in die Verlängerung schoss. Dort hatten die Selber durch Ondruschka (63.) das bessere Ende. „Selb war einen Tick cleverer“, meinte Buchwieser, der wegen eines Fehlers bei der Strafe gegen Mazanec, bei dem das 2:2 fiel, Protest gegen die Wertung einlegen wollte.

Am Freitag (19.30 Uhr) geht es für die Peitinger beim EV Füssen weiter. Dann könnte auch Anton Saal wieder auflaufen. Der Angreifer, der an diesem Tag seinen 34. Geburtstag feiert, hatte sich zum Ende der vergangenen Saison in Richtung ESV Bad Bayersoien verabschiedet, um in der Bezirksliga eine Nummer kürzer zu treten. Vor dem Hintergrund der Verletzungsnot gab er nun seine Zusage, den EC Peiting per Comeback zu unterstützen.

hal

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