Geglückter Tapetenwechsel

Peitings erste und zweite Garnitur feiern klare Siege in der Stocksport-Bundesliga

Stocksport Peiting Voest
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Die Peitinger, hier Alex Voest, starteten erfolgreich in die neuen Bundesligasaison.
  • Roland Halmel
    VonRoland Halmel
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Peiting – Die Stockschützen des TSV Peiting haben mit ihren beiden Mannschaften in der 1. und 2. Bundesliga einen Saisonstart nach Maß hingelegt. Beide Teams gewannen daheim mit 8:2.

Stocksport findet im Winter in den Eishallen statt und im Sommer normalerweise im Freien. Die Bundesligateams treten aber auch in der warmen Jahreszeit unter Dach an, um vom Wetter unabhängig spielen zu können. Der TSV Peiting nutzte dazu in der Vergangenheit die Dreifachhalle Birkenried. In diesem Jahr ging es aber wieder in die Eishalle. „Dort brauchen wir zwar einen speziellen Unterbau für den ‚Like-Ice Belag‘, aber wir können alles stehen lassen und müssen nach den Spielen nichts abbauen“, erklärte Christian Lindner von den TSV-Stockschützen.

Die erste Garnitur ließ gegen den EC Altwasser Windorf nichts anbrennen. „Eine Top-Mannschaft, die waren Europacup-Teilnehmer 2019, aber unsere Jungs waren bestens vorbereitet“, urteilte Lindner zufrieden. Alex Voest, Matthias Adler, Christopher ­Schwaiger und Thomas Baumgartner leisteten sich kaum Fehler, was drei Spielgewinne und zwei Unentschieden (17:13, 9:9, 14:6,11:11,15:11) einbrachte.

Auf dem Weg zur DM-Qualifikation, dem erklärten Ziel, war dies der optimale Start. Dazu ist in der Vierergruppe der erste oder zweite Platz nötig. Absteiger gibt es in dieser Saison keine. Das führt dazu, dass in der 2. Bundesliga kein Aufsteiger ausgespielt wird.

„Als Anreiz gibt es nur ein Preisgeld“, berichtet Lindner, der mit Sohn Michael sowie Matthias Unglert und Daniel Steber (Ersatzmann Ludwig Baumgartner) die zweite Garnitur des TSV bildet, die gegen den TSV Kühbach 2 die Nase mit 8:2 (11:19,18:6,15:11,14:7,12:10) auf den anspruchsvollen Bahnen klar vorne hatte. „Ich hatte im ersten Spiel einen Patzer, wodurch wir es verloren“, meinte Lindner hernach. „Wir blieben aber konzentriert und fuhren vier Siege in Folge ein.“

Übertragung auf Youtube

Beide Heimspiele der Peitinger wurden auf „Youtube“ live übertragen. „Ein voller Erfolg“, freute sich Lindner über viele Zuseher, die die von Ulrika Lachenmayer kommentierten Spiele, die ein fünfköpfiges Team um Hans Bußjäger mit vier Kameras auf die Bildschirme brachte, verfolgten. Bis Donnerstagmittag hatten knapp 1.400 Nutzer die Erstliga-, 1.000 die Zweitligapartie angesehen.

Nations Cup in Peiting

Weniger zufrieden zeigte sich Lindner über die Entscheidung des Bayerischen Eissportverbands, in diesem Jahr alle Ligen unterhalb der 1. und 2. Bundesliga zu streichen. „Ein Witz“, ärgerte sich der Chef des Eisstock Weltverbands, der aber guter Dinge ist, dass die Champions League gespielt wird. „Da wird es im September vermutlich eine verkürzte Version geben.“ Zudem ist ein großer internationaler Wettkampf geplant: „Wir wollen den Nations Cup mit Deutschland, Österreich, Italien und der Schweiz hier spielen.“ Ein Termin dafür ist noch nicht fix.

Sicher ist indes, dass die erste TSV-Mannschaft am kommenden Samstag um 14 Uhr beim FC Ottenzell antritt. „Eines der besten Sommerteams in Deutschland“, hat Lindner vor den Oberpfälzern, die ihren Auftakt mit einem 6:4 gegen den EC Hauzenberg ebenfalls erfolgreich gestalteten, großen Respekt. Der TSV Peiting 2 ist am Sonntag (10 Uhr) beim SSC Gachenbach zu Gast. „Die Gachenbacher spielten jahrelang in der 1. Bundesliga deshalb sind sie klarer Favorit.“

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