Sommerpause für den EC Peiting

Saisonende wegen Overtime-Fluchs

Winkler EC Peiting Starbulls Rosenheim Eishockey Oberliga
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Vollen Einsatz, wie hier Alex Winkler, zeigten die Peitinger gegen Rosenheim. Dennoch schieden sie nach zwei hauchdünnen Niederlagen und einem 0:3 in der Serie aus.
  • Roland Halmel
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Peiting – Mit dem Nachsitzen stand der EC Peiting in der Hauptrunde bereits auf Kriegsfuß. Nur einmal in sechs Versuchen holte sich der ECP in der Verlängerung den Zusatzpunkt. Der „Overtime-Fluch“ setzte sich jetzt auch in der ersten Playoff-Runde fort. Zweimal musste sich die Mannschaft von Trainer Sebastian Buchwieser den Starbulls Rosenheim nach Verlängerung beugen. Das 2:3 zuhause am Freitag und das 4:5 am Sonntag in Rosenheim beendeten die Saison für die Peitinger. Mit einem bitterem 0:3 in der Serie gegen die Starbulls verabschiedete sich der ECP in die Sommerpause.

„Die Jungs haben gekämpft und alles gegeben, aber leider hat es nicht gereicht“, zeigte sich Buchwieser nach seinem letzten Trainereinsatz für die Peitinger, er verkündete bereits vor einigen Wochen seinen Abschied nach fünf Jahren, enttäuscht. Dabei fehlte seiner Truppe nicht viel, um zumindest ein viertes Spiel zu erzwingen.

Denn in Rosenheim lagen die Gäste bis 98 Sekunden vor der Schlusssirene in Front, ehe die Starbulls ausglichen und die Verlängerung erzwangen, in der sie einmal mehr das bessere Ende für sich hatten. „Im Eishockey braucht man auch das nötige Glück“, haderte Buchwieser danach mit dem Schicksal.

Die Rosenheimer eröffneten die dritte Partie zunächst mit viel Druck und einem frühen Powerplaytor: Bei ihrem zweiten Überzahlspiel traf Max Vollmayer (4.).

Wenig später sorgte eine Verletzung von Rosenheims Tobias Draxinger, dem nach einem Check gegen den Brustkorb die Luft wegblieb und der dann auf der Bank zusammenbrach, für eine längere Unterbrechung. Nach knapp 20 Minuten ging es weiter.

Die Gäste kamen hellwach zurück. Simon Maier (7.,14.) verpasste zweimal den Ausgleich, genauso wie Ty Morris (14.). Wenig später durften die Peitinger aber jubeln, als Morris (17.) bei einem Mann mehr zum 1:1 einschob. Davor hatte ECP-Goalie Florian Hechenrieder noch zwei Großchancen der Starbulls vereitelt.

Auch im zweiten Spielabschnitt stand Hechenrieder im Fokus. Mit seinen Paraden zermürbte er die Rosenheimer. Auf der Gegenseite sorgte der ECP immer wieder für Gefahr und Alex Winkler (28.) brachte die Gäste mit einem Distanzschuss in Front. Wenig später ließ Martin Hlozek (33.) per Direktabnahme das 3:1 folgen.

Im Anschluss machten sich die Peitinger allerdings mit zwei Strafzeiten das Leben schwer. Kyle Gibbons (34.) nutzte dies, um die Hausherren auf 3:2 heranzubringen. Unmittelbar vor der zweiten Pause hatte Thomas Heger dann Pech, da sein Schuss nur den Pfosten traf. Besser machte es dagegen Morris (44.), der mit seinem zweiten Überzahltreffer auf 4:2 stellte.

Die Starbulls taten sich danach schwer, gegen die kompakten Gäste zu Torchancen zu kommen. Erst Alex Höller (52.) überwand Hechenrieder mit einem Abstaubertor.

Zwei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit kassierte Martin Mazanec die eine weitere Strafe, die sich als fatal herausstellen sollte: Das anschließende Powerplay verwertete Enrico Henriquez-Morales (59.) zum 4:4, mit dem es in die Verlängerung ging.

Dort lag zunächst der Siegtreffer für die Gäste in der Luft, als die Scheibe nach einem von Morris gewonnenen Bully am Außenpfosten des Rosenheimer Tores landete. Besonders bitter: Im unmittelbaren Gegenzug besiegelte Gibbons (65.) in eiskalter Torjägermanier das ECP-Saisonaus.

Keine Wende daheim

Zwei Tage zuvor in Peiting hatten die Rosenheimer ebenfalls mit viel Elan losgelegt. Höller und Bobby Slavicek (2.), dessen Großchance Hechenrieder mit einem Riesen-Save abwehrte, hatten gleich die Führung auf dem Schläger. Die Hausherren fanden erst nach ein paar Minuten besser ins Spiel, fortan ging es mit hohem Tempo und wenigen Unterbrechungen hin und her. Zweimal Hlozek (4.,12.) für den ECP und dazwischen Slavicek (11.) ließen gute Möglichkeiten aus. Gibbons (14.) brachte die Scheibe ebenso nicht im Kasten unter wie Peitings Daniel Reichert (16.), der im einzigen Überzahlspiel des ersten Durchgangs am Pfosten scheiterte.

Zu Beginn des zweiten Drittels durften die Hausherren beim zweiten Powerplay jubeln. Nach einem Pfostentreffer von Nardo Nagtzaam staubte Reichert (23.) zum 1:0 ab. Die Starbulls antworteten mit einem Metall-Schuss von Gibbons (24.) in Überzahl. Kurz danach waren die Gäste erneut ein Mann mehr. Nur fünf Sekunden in der Überzahl benötigte Tobi Meier (27.) zum Gleichstand.

Peiting zeigte sich geschockt, kassierte im folgenden Wechsel durch Höller (27.) das 1:2, erholte sich aber schnell: Maier (31.) veredelte einen schönen Angriff mit dem 2:2.

Der Schlussdurchgang begann mit je einer Gelegenheit: Hlozek fand in Starbulls-Goalie Andreas Mechel (42.) seinen Meister und auf der Gegenseite verhinderte ein Peitinger Schläger im letzten Moment einen Treffer Slaviceks (42.). Im Anschluss waren beide Mannschaften darauf bedacht, keinen Fehler zu machen, sodass es beim Unentschieden nach 60 Minuten blieb.

In der Verlängerung vergab Max Hüsken (64.) eine gute Chance der Hausherren, im Gegenzug hatten die Rosenheimer mehr Glück: Ein Bandenabpraller landete bei Kevin Slezak (65.), der zum glücklichen 3:2 für die Gäste einnetzte.

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