Torhüterduell beim Pokal

Polling verliert unglücklich gegen Peiting mit 10:11

Freistoß beim Spiel Polling gegen Peiting.
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Der Freistoß nach der roten Karte gegen Michael Schöttl brachte nichts ein.
  • Roland Halmel
    VonRoland Halmel
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Polling – Fast genau vor 16 Jahren waren 25 Schützen nötig, um das bisher längste Elfmeterduell in einem DFB-Pokalspiel zu entscheiden. Der damalige Regionalligist SV Sandhausen bezwang schließlich den Bundesligisten VfB Stuttgart mit 13:12. Ähnlich spannend und nicht enden wollend war das Gruppenfinale West im Toto-Pokal zwischen dem TSV Peiting und dem SV Polling. 

Nach einem 1:1 nach regulärer Spielzeit waren dabei die Hausherren das glücklichere Team. Die Peitinger gewannen mit 11:10, womit sie das Halbfinale im Kreis Zugspitz erreichten. Das besondere am Elferduell war: Bei beiden Mannschaften trafen alle neun Feldspieler. Die Entscheidung brachten die Torhüter. Während Pollings Schlussmann Mathias Schuster vergab, versenkte Peitings Keeper Julian Floritz das Leder, was seinem Team den Pokalsieg bescherte. „Das war unglücklich und die Welt geht davon nicht unter. Aber wir sind selbst schuld, wir hätten in der ersten Hälfte deutlicher führen müssen“, erklärt Pollings Trainer Robert Färber.

Seine Truppe begann ähnlich stark wie zuvor im Pokalspiel gegen Denklingen. Max Hensel und Philipp Schöttl hatten bei ihren Alutreffern in der Anfangsphase jedoch nicht das nötige Quäntchen Glück. Eine Koproduktion der beiden brachte danach aber den SVP-Führungstreffer, den Hensel (16.) markierte. In der Folge kontrollierten die Gäste dank einer stabilen Defensive das Geschehen. Die Peitinger kamen zu keinen nennenswerten Aktionen.

Unmittelbar vor dem Wechsel sorgte ein Solo von Benedikt Multerer, das von Michael Schöttl gestoppt wurde, für Aufregung. Der Unparteiische erkannte auf Notbremse und zückte die Rote Karte (44.) gegen den Pollinger. „Gelb hätte da auch gereicht“, meint Färber, dessen Team in Unterzahl nach dem Wechsel mehr unter Druck geriet. Richtig gefährlich wurden die Peitinger aber nur selten.

Letztlich bedurfte es einen Fehler der Pollinger, um zum Ausgleich zu kommen. Einen verunglückten Rückpass nutzte Matthias Lotter zum 1:1 (63.). Die Gäste versuchten danach alles das Remis über die Zeit zu bringen, um ins Elfmeterschießen zu kommen. Das gelang ihnen auch, nur zeigten die Schützen auf beiden Seiten danach keinerlei Nerven. Polling, das durch den Ausschluss nur noch zehn Mann zur Verfügung hatte, legte stets vor. Peiting zog nach, bis die Torhüter an der Reihe waren und Floritz etwas besser mit der Drucksituation umgehen konnte als sein Gegenüber. „Ärgerlicher als die Niederlage ist die Sperre von Michi Schöttl wegen der roten Karte beim Punktspielstart“, bilanziert Färber nach dem Spiel.

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