Katastrophenwochenende in Monza

Premiere im GT3-Rennen endet für Allied Racing Team an der Mauer

Der Porsche 911 GT3 des Allied Teams vor dem Crash im Pre-Qualifying.
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Der Porsche 911 GT3 des Allied Teams vor dem Crash im Pre-Qualifying.
  • Roland Halmel
    vonRoland Halmel
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Huglfing – Nicht ganz so wie erhofft verlief der Saisonstart beim Allied Racing Team aus Huglfing. Die Premiere des neues GT3-Fahrzeugs, einem Porsche 911, endete für die Truppe um Teamchef Jan Kasperlik schon im Pre-Qualifying.

Nach nur zehn Minuten landete Kasperlik beim Auftaktrennen der GT World Challenge Europe in Monza an der Mauer. „Das war mein bisher schwerster Rennunfall“, bekannte der Huglfinger, der beim Herausbeschleunigen aus einer Kurve mit 180 Sachen in der Mauer landete. „Mir ist aber nichts passiert. Ich habe keinerlei Blessuren. Da hat sich das Fitness-Training im Vorfeld offenbar ausgezahlt.“

Weniger gut sah es dagegen mit den Porsche 911 aus, bei dem vermutlich ein Problem mit dem Differential den Unfall auslöste. Das Fahrzeug war so schwer beschädigt, dass an eine weitere Rennteilnahme nicht mehr zu denken war. „Das ist wirklich schade für die Mannschaft, die im Vorfeld tolle Arbeit leistete“, konstatierte Kasperlik, der mit dem kurzen Auftritt in der neuen Serie aber durchaus zufrieden war. „Die Porsche Werkfahrer haben ganz schön geschaut, was wir alles können“, meinte der Huglfinger, der sich mit dem Österreicher Nic Schöll und dem Schweizer Julien Apotheloz das Cockpit im 911-er teilt.

Im großen Feld von 43 Startern mischte das Allied Team durchaus gut mit. Bei den wenigen Runden, die der Porsche 911 bestritt, war der Rückstand zur Spitze nur minimal. Mit 0,919 Sekunden Abstand zum Schnellsten im Pre-Qualifying landete Kasperlik auf Rang 19. „In unserer Klasse, der ProAm, wären wir wahrscheinlich als Zweiter ins Rennen gestartet, das wäre der Wahnsinn gewesen“, freute sich Kasperlik, dass sich sein Auto gegen die Ferraris, AMG-Mercedes, Audis, Lamborghinis, BMWs und Bentleys als absolut konkurrenzfähig zeigte.

Bis zum nächsten GT World Challenge Europe am kommenden Wochenende in Magny-Court, Frankreich, hat das Allied Team jetzt Zeit das Fahrzeug wieder fahrtüchtig und schnell zu machen. Doch Kasperlik gibt zu bedenken: „Das ist gar nicht so einfach, weil die Ersatzteilbeschaffung zum Teil recht schwierig ist.“

Kasperlik hatte mit seiner Mannschaft auch noch drei Fahrzeuge bei der GT4 European Serie, die ebenfalls in Monza ihre Saison eröffnete, am Start. Vordere Platzierungen gab es für die drei Porsche Cayman 718 des Allied Teams jedoch nicht. Beste Position war Rang 9 im ersten Rennen für Constantin Dressler/Dennis Fetzer. „Da haben sie noch das Beste daraus gemacht“, meinte Kasperlik.

Im zweiten Rennen erreichten die beiden das Ziel nicht. Das Nummer-Eins-Team von Allied in der Serie mit Nicolaj Møller Madsen und Joel Sturm haderten mit technischen Problemen und Strafen, sodass sie nur Plätze 31 und 15 belegten. Das dritte Auto mit Alex Hartvig/Joal Camathias wurde zunächst Zwölfter und schied danach aus.

„Das war eigentlich ein Katastrophenwochenende“, bilanzierte Kasperlik nach der „Monza-Tour“, die nicht so wie erhofft für den Huglfinger Rennstall lief.

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