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Zu verkrampft

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Vincent Vetter, der in der Nachspielzeit eine große Chance vergab, kam hier gegen Stätzlings Keeper einen Tick zu spät. © Halmel

Raisting – Der erhoffte Befreiungsschlag gegen den direkten Kontrahenten gelang dem SV Raisting nicht. Im Heimspiel gegen den punktgleichen SV Stätzling kam der SVR nicht über ein torloses Remis hinaus.

„Das war auch noch glücklich“, gestand SVR-Coach Markus Ansorge, nachdem die Gäste aus Schwaben deutlich mehr Torchancen verzeichneten. Er konnte sich letztlich bei seinem Torhüter Urban Schaidhauf bedanken, dass die Raistinger wenigstens einen Punkt mitnahmen. „Das Spiel war sehr verkrampft“, ergänzte Ansorge nach der schwachen Vorstellung seiner Mannschaft.

Die erste Chance im relativ emotionslosen Kellerduell verzeichneten die Gäste. Nach einer Ecke parierte Schaidhauf den abgefälschten Schuss von Filipe Lameira (3.). Kurz danach hatte die neu formierte Innenverteidigung der Raistinger mit Christoph Schmitt und Lucas Häusler Glück, dass der frei stehende Manuel Utz (9.) ein Zuspiel knapp verpasste. Im Anschluss sorgten die Hausherren für Gefahr. Jonathan Krukow setzte sich auf Links schön durch. Sein Zuspiel landete bei Florian Greinwald (9.) dessen Versuch aus spitzem Winkel ein Stätzlinger ans Lattenkreuz setzte. „So einer könnte auch mal rein fallen“, raufte sich Ansorge die Haare. Danach verzeichneten die Gäste zwei gefährliche Kopfbälle von Daniel Löffler (18.) und Markus Rolle (21.). Nach der Chance von Vincent Vetter (29.), der den Ball in aussichtsreicher Position verstolperte, meldete sich die SVR-Offensive nahezu komplett ab, da die Zuspiele in die Spitze viel zu ungenau blieben und die Versuche aus der Distanz weit vom Gehäuse einschlugen. Die umgestellte SVR-Abwehr bekam die Stätzlinger Angreifer aber auch langsam besser in den Griff. Zu Anfang der zweiten Hälfte zeigte sich die Defensive der Hausherren jedoch wieder unsortiert. Löffler und Utz (46.) vergaben gleich eine Doppelchance der Schwaben. Danach plätscherte die Partie ohne Höhepunkte dahin. Nach dem Comeback von Hannes Franz nahm das Spiel in der Schlussphase aber noch mal Fahrt auf. Erst verhinderte Schaidhauf mit einer Glanzparade gegen Löffler (75.) den Rückstand. Im Gegenzug räumte SVS-Schlussmann Julian Baumann den auf ihn zueilenden Murat Ersoy (76.), der insgesamt einen rabenschwarzen Tag erwischte, ab. Der sehr sicher leitenden Schiedsrichter entschied zur Überraschung der Raistinger auf Stürmerfoul. Max Heiß (80.), Utz (82.) und Rolle (87.), der an den Pfosten köpfte, verpassten danach den Führungstreffer der Gäste. Der SVR kam erst in der Nachspielzeit noch zu zwei Chancen. Den Lupfer des eingewechselten Max Baumgartner (90+1.) und den Schuss von Vetter (90+2.) entschärfte aber Baumann.

von Roland Halmel

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