Drei Platzverweise und Elfer-Sabotage

Kuriose Schlussphase

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Max Baumgartner (rot), erst in der 68. Minute eingewechselt, avancierte zu Raistings Spieler des Tages. In der letzten Aktion des Spiels traf er zum 2:2.

Raisting – Die Moral stimmte, die Punktausbeute eher nicht: Beim Heimspiel gegen den SV Mering machte der SV Raisting aus einem 0:2-Rückstand noch ein 2:2. Beim Sechs-Punkte-Duell gegen den direkten Konkurrenten in der Landesliga Südwest ging es in der Schlussphase hoch her: Ein Elfmeter in der Nachspielzeit und zwei rote Karten gegen die Gäste sorgten für Wirbel.

„In dem Spiel waren sehr viele Emotionen drin“, gestand SVR-Coach Markus Ansorge nach dem dramatischen Abstiegsduell. „Physisch und moralisch war das einfach überragend, aber so ein Ergebnis bringt uns nicht weiter“, ergänzte Ansorge, nachdem sein Team im neuen Jahr noch auf den ersten Sieg wartet.

Die Hausherren legten los wie die Feuerwehr: Sie haderten aber einmal mehr mit der Chancenverwertung – Ludwig Huber (6.) scheiterte nach guter Kombination freistehend am Meringer Keeper. Vincent Vetter (11.) zielte nach feiner Einzelleistung knapp vorbei. Weitere Möglichkeiten vergaben ­Michael Stoßberger (15.) und Huber (27.). Derlei Nachlässigkeiten bestraften die Gäste: Mit der ersten guten Aktion ging Mering in Führung, als Andreas Rucht (32.) nach einem Freistoß per Schlenzer das 0:1 markierte. Das Tor gab den Gästen spürbar Auftrieb, während der anfängliche Schwung der Hausherren nicht mehr zu sehen war.

Zu Beginn der zweiten Hälfte lag bei der Chance des auffälligen SVM-Kapitän Manuel Müller (51.) das 0:2 in der Luft. Das fiel dann kurze Zeit später, als ­Müller (55.) nach schönem Spielzug freistehend zum Abschluss kam und das Leder versenkte. Die Raistinger bemühten sich im Anschluss vergeblich, mehr Druck aufzubauen. Erst Murat Ersoy brach den Bann mit einem Solo. Dabei bediente er den eingewechselten ­Jonathan Krukow, der zum 1:2 vollstreckte (68.). Bitter für Ersoy: Bei seiner Vorlage verletzte er sich und musste vom Platz – ebenso SVR-Kapitän Fabian Klingl, der eine umstrittene Ampelkarte (79.) sah. „Das war ein Witz“, schimpfte Ansorge, der mitansehen musste, wie dem Schiedsrichter in der Schlussphase die zunehmend hektischere Partie entglitt. 

Trotz Unterzahl verpassten Max Baumgartner (81.) und Kevin Kümmerle (83.), die beide am Meringer Torhüter scheiterten, den Ausgleich. In der Nachspielzeit schoss Baumgartner drüber (90.+1), trotzdem wurde es noch richtig turbulent: Beim letzten Angriff der Raistinger kam Niklas Bauer vom SVM im eigenen Strafraum zu Fall und spielte dabei den Ball mit der Hand. Die Folge: Der Schiedsrichter zeigte auf den Elfmeterpunkt und Bauer Gelb-Rot. Danach versuchte Merings Kapitän Müller, den Strafstoßschützen des SVR zu verunsichern, indem er die Erde beim Punkt aufwühlte. Dafür sah Müller ebenfalls die Ampelkarte. Schütze Kümmerle ließ sich davon offenbar beirren und brachte den Strafstoß nicht im Tor unter – im Nachschuss war aber Max Baumgartner zur Stelle und sicherte das 2:2.

hal

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