Nationalspieler, Extraliga-Toptorjäger:

Slowakische Routine für die EA Schongau

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In Nordamerika, Tschechien, Kasachstan, Frankreich, Rumänien, Deutschland und seinem Heimatland: Roman Tomanek jubelte schon vielerorts. Seine nächste Station ist die Bayernliga.

Schongau – Die Kaderplanungen bei der EA Schongau sind ein wichtiges Stück fortgeschritten. Routiniert, treffsicher, gefährlich im Powerplay und Rechtsschütze – so lauteten die Anforderungen an den zweiten Kontingentspieler. Ein 34-jähriger Slowake mit Länderspielerfahrung will diese erfüllen. Sein Name: Roman Tomanek.

Bei der U18-WM im Jahr 2004 leuchtete der Stern Tomaneks ganz hell: Gemeinsam mit dem heutigen NHL-Star Phil Kessel wurde er mit sieben Treffern zum Toptorjäger des Turniers. Acht Punkte bedeuteten eine Ausbeute, wie sie auch Evgeni Malkin vorzuweisen hatte. Im NHL-Draft des selben Jahren schlugen die Phoenix Coyotes an 103. Stelle zu. Zwei Juniorensaisons verbrachte Tomanek in Nordamerika, dann kehrte er in die Extraliga seines Heimatlandes zurück.

Dort lief der Offensivangreifer für die Teams von Banska Bystrica, Dukla Trencin und dann sehr erfolgreich für den HK Nitra auf. Unter anderem zwei Auszeichnungen als Toptorjäger der Hauptrunde und der Play-Offs brachten vier Berufungen ins Allstar-Team mit sich – und immer wieder zur slowakischen Nationalmannschaft.

Im Anschluss an Abstecher nach Tschechien und Kasachstan kam Tomanek 2017 erstmals nach Deutschland, wo er kurz in der DEL 2 für Freiburg und Bayreuth auflief. Nach Stationen in Frankreich, erneut der Slowakei und Rumänien heuerte der 1,85 Meter große Stürmer in der vergangenen Saison in der Nord-Oberliga an. Für Rostock sammelte er in 36 Partien 18 Tore und 20 Vorlagen.

Das Paket aus Bayernliga­hockey, einer Stelle als Nachwuchstrainer und einer beruflichen Perspektive seien es gewesen, die Tomanek und die Mammuts zusammenbrachten, schildert EAS_Pressesprecher Gerhard Siegl. Würfelt Corona nichts durcheinander, kommt der Neuzugang zusammen mit seiner Freundin und der anderthalbjährigen Tochter Anfang September nach Schongau, wo er das Trikot mit der Nummer 54 tragen wird.

Einfache Entscheidung

Er habe mit einer Vielzahl an Spielern verhandelt, erklärt EAS-Teammanager Martin Resch. Am Ende sei die Entscheidung aber sehr einfach gewesen: „Roman erfüllt unser Anforderungsprofil als Spieler und Nachwuchstrainer zu hundert Prozent“.

Derweil arbeitet der Verein an einem Hygienekonzept, um auch in der Corona-Zeit sichere Rahmenbedingungen für die Eishockeysaison im Nachwuchs- und Seniorenbereich zu schaffen. „Ob und in welcher Form die diesjährige Spielzeit stattfinden kann, wird sich mit Sicherheit in den nächsten sechs bis acht Wochen zeigen“, schätzt Siegl. Der Verband und somit auch die 15 Bayernligisten gehen aktuell von einem Saison­start am 2. Oktober aus. Seine EAS sehe er auf all Fälle gut vorbereitet, so Siegl.

kb/ras

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