Ausfälle teilweise kompensiert

Rumpftruppe der Peißenberg Miners mit Sieg und Niederlage

Rousek Peißenberg Miners Eishockey Bayernliga
+
Miner Tomas Rousek mühte sich gegen seine Waldkraiburger Ex-Kollegen vergeblich.
  • VonRasso Schorer
    schließen

Peißenberg/Schongau – Ausfälle zu kompensieren kann gelingen – aber nicht immer. Das zeigten das Peißenberger Wochenende. In Schweinfurt fehlten sieben Stammkräfte, dennoch siegten die Miners 4:0. Gegen den EHC Waldkraiburg waren sie beim 2:6 aber chancenlos. Die EA Schongau droht derweil, durchgereicht zu werden. Das 3:4 in Miesbach und die 6:7-Overtimeniederlage daheim gegen Pfaffenhofen waren Pleite Nummer drei und vier am Stück.

In welche Richtung es laufen sollte, machten die Waldkraiburger den 329 Zuschauern in Peißenberg schnell klar: Nach 37 Sekunden jubelte Sebastian Stanik und bis Mitte des zweiten Durchgangs trafen die Gäste durch Nico Vogl (11.), zweimal Michal Popelka (21., 30.) und Patrick Zimmermann (26.), ehe Martin Lidl (32.) eine der vielen Strafzeiten gegen beide Teams zum ersten Tor der Hausherren nutzte. „In den ersten beiden Dritteln waren wir nicht da“, konstatierte Peißenbergs Trainer Christian Kratzmeir, der auch auf die Topscorer Niko Fissekis und Dominic Krabbat verzichten musste. „So ein Spiel muss ich der Mannschaft auch mal zugestehen, irgendwann läuft es halt mal nicht.“

Hektisch wurde es beim Verlassen des Eises, als es zu Tumulten zwischen den Teams kam. Im Schlussdrittel hatten sich die Gemüter wieder beruhigt. Mit dem Überzahltor von Valentin Hörndl (47.) schlossen die Miners zwar noch auf. Waldkraiburg stellte im Powerplaytor durch Stanik (51.) aber den alten Abstand und gleichzeitig das Endresultat her.

Die sechstündige Fahrt am Freitag zuvor nach Schweinfurt traten die Peißenberger nur mit 14 Feldspielern an, darunter zwei U20-Akteure. „Die haben mitgespielt, als ob sie schon immer dabei waren,“ lobte Kratzmeir. Seine Miners traten ganz anders auf als beim vorherigen Vergleich mit den ERV. Kämpferisch stark und mit schnörkellosem Spiel ließen sie die Hausherren verzweifeln. Die frühe Führung durch Sinan Ondörtoglu (3.) gab zusätzlich Selbstvertrauen. Max Willberger (8.) erhöhte mit einem platzierten Distanzschuss. Wütende Angriffe der Schweinfurter wehrten die Peißenberger auch dank eines starken Korbinian Sertl im Kasten immer wieder ab und in doppelter Überzahl baute Martin Andrä (29.) auf 3:0 aus.

„Im letzten Drittel sind wir konzentriert geblieben“, meinte Kratzmeir, dessen Kapitän, der an allen Toren beteiligt war, für die Entscheidung sorgte: In Überzahl bekam Andrä die Scheibe von Sertl am eigene Tor zugespielt, woraufhin er ein Solo startete, das er mit dem 4:0 (55.) abschloss. „Das beste Spiel der Saison“, strahlte Kratzmeir nach Sertls zweitem Shutout.

Am Freitag erwartet die Miners das Gastspiel bei Tabellenführer EHC Klostersee, der noch kein Spiel verloren hat, zuletzt aber zwei Wochen in Corona-Pause verbrachte.

Wieder null Punkte

So trat auch die EA Schongau am Freitag nicht beim Spitzenreiter an, sondern beim TEV Miesbach und damit einem weiteren Topteam. Tatsächlich schienen die Gastgeber diesen Status zu untermauern, als es durch ein reingewurtschtelts Tor Christoph Fischhabers (5.), eine schöne Co-Produktion des Kontingentspielerduos Patrick Asselin und Bohumil Slavicek (16.) und einen Treffer Sebastian Demls (25.) schon 3:0 stand. Doch glichen ein Abstauber Matthias Müllers (29.), Florian Höfler (40.) und eine starke Einzelleistung Roman Tomaneks (45.) noch aus. Dabei musste die EAS seit der 36. Minute auf Topscorer Jason Lavallee verzichten, der handfest auf eine Provokation Nikolaus Meiers eingegangen war. Deml (55.) sorgte per abgefälschtem Schuss aber für einen Miesbacher Sieg.

Kurios dann die Partie am Sonntag vor 152 Zuschauern: Vier Treffer schenkten sich die beiden Teams gegenseitig in Überzahl ein, doch jubelten auch die Unterzahlformationen gleich dreimal nach erfolgreichen Abschlüssen. Ein Powerplaytor der Gäste war es dann aber auch, das für die Entscheidung sorgte: Connor Sanvido traf für die in dieser Saison strauchelnden Gäste in der Verlängerung (64.). Wie schon gegen Miesbach lag die EAS zu keinem Zeitpunkt vorne.

Dieses Wochenende sind die Mammuts spielfrei.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Lukas Motloch und Shane Heffernan für den EC Peiting einsatzbereit
Weilheim-Schongau
Lukas Motloch und Shane Heffernan für den EC Peiting einsatzbereit
Lukas Motloch und Shane Heffernan für den EC Peiting einsatzbereit

Kommentare