Im zweiten Anlauf

Schongau Triathlon und Nachwuchs DM: Tri-Team hofft auf Doppelveranstaltung 

Schongau Triathlon Lechbrücke
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Immer viel los war in der Vergangenheit beim Schongau Triathlon.

Schongau – Triathlon-Veranstaltungen im vergangenen Jahr konnte man an einer Hand abzählen. Auch der traditionelle Termin in Schongau, der Mitte Juli erstmals als Doppelveranstaltung mit zwei Rennen an zwei Tagen hätte stattfinden sollen, fiel aus. Die Pandemie sorgt über ein halbes Jahr später nach wie vor für enorme Einschränkungen, dennoch geht der Blick beim Tri-Team Schongau jetzt in Richtung Sommer. Denn dann soll es einen zweiten Anlauf für ein zweitägiges Event am Lech geben. 

Am 17. Juli soll der Schongau Triathlon und einen Tag später die Nachwuchs-DM, für die Schongau von der Deutschen Triathlon Union schon im Vorjahr die Zusage bekam, stattfinden. So erklärt es Tri-Team Chef Wolfgang Ahrens. „Das alles ist natürlich unter Vorbehalt. Wir wissen nicht, ob wir die erforderlichen Genehmigungen bekommen und die Rahmenbedingungen ändern sich ja praktisch wöchentlich.“

Etwas Hoffnung macht ihm die langsam besser anlaufende Impfkampagne. „Vielleicht ist die Impfquote bis zu unserem Bewerb so hoch, dass wir starten können, vielleicht müssen die Teilnehmer aber auch einen Negativ-Test vorlegen“, sinniert der Tri-Team Chef.

Mit einer Umstellung der Wettkampfbedingungen auf Einzelstarts, um den direkten Kontakt der Starter zu reduzieren, wie es zum Teil im letzten Jahr bei ein paar Veranstaltungen praktiziert wurde, will sich Ahrens gar nicht erst befassen. „In der Liga, also beim Schongau Triathlon, und auch bei der DM gibt es ein Windschattenrennen, da kann man keine Einzelstarts machen“, stellt er klar.

Kein Nachlassen

Aktuell ist das Organisationsteam um Josi Zeller mit den ersten Planungsarbeiten beschäftigt. „Wir erstellen gerade die Ausschreibung, damit sich die Leute anmelden können“, erklärt Ahrens. Eine Wettkampfmüdigkeit scheint es trotz der langen Pause nicht zu geben. „Beim Triathlon in Ottobeuren kann man sich schon anmelden und der ist ausgebucht“, berichtet Ahrens, der trotz dem fast kompletten Herunterfahren des Vereinslebens für ein Jahr im Tri-Team kein nachlassendes Interesse erkennt. „Ich sehe keine Gefahr, dass uns Aktive wegbrechen. Das sind alles Individualsportler, die haben trotzdem viel trainiert und sie sind alle heiß.“

Auf dem Trockenen

Er selbst sei in den vergangenen zwölf Monaten so viel geradelt wie noch nie, sagt der Tri-Team Chef. Auch das Lauftraining war kein Problem. Etwas anders schaut es beim Schwimmen angesichts geschlossener Bäder aus. Wobei es ein paar Ausnahmen bei Kaderathleten gibt. „Da könnte es schon eine Wettbewerbsverzerrung geben“, mutmaßt Ahrens, dessen Abteilung selbst nach möglichen Lockerungen im Frühjahr noch länger auf die gewohnten Schwimm­einheiten im „Plantsch“ verzichten muss.

„Dort werden die Revisionsarbeiten vorgezogen und deshalb gibt es vor dem 1. Mai keinen Badbetrieb und damit auch kein Schwimmtraining“, berichtet Ahrens, der auch noch den traditionellen Schongauer Kindertriathlon im Kopf hat, der in der Regel im Juni stattfindet. „Den durchzuführen könnte schwierig werden“, will Ahrens den erneuten Ausfall des Nachwuchsbewerbs wie im Vorjahr nicht ausschließen.

Freier Weg in Altenstadt

Der Schongau Triathlon führt auch durch Altenstadt. Für die Absperrungen machte der Gemeinderat am Dienstag schon einmal einstimmig den Weg frei. Bedenken zerstreute Bürgermeister Andreas Kögl. Schließlich fänden an den örtlichen Baustellen am frühen Samstagabend keine Arbeiten statt. Dadurch, dass die Veranstaltung für Samstag und nicht wie früher für Sonntag geplant ist, entfalle außerdem die zeitliche Überschneidung mit den Orgelmatineen.

Roland Halmel/Manfred Ellenberger

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