Dämpfer zur rechten Zeit

Erste Saisonniederlage für Schongaus Handballer

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Torsten Schweiger war in Mindelheim mit fünf Toren bester Werfer seines Teams. Dennoch unterlagen die Schongauer beim Verfolger.

Schongau – Nicht gerade mit Ruhm bekleckert haben sich die Schongauer Handball-Damen im Heimspiel gegen den TV Immenstadt. Letztlich reichte es zu einem hauchdünnen 33:32-Zittersieg (18:15), mit dem die TSV-Frauen weiter zum punktgleichen Spitzentrio der Bezirksliga gehören. Weiterhin vorderste Spitze sind die Männer, auch wenn sie gegen Verfolger TSV Mindelheim 2 mit 25:27 (12:13) die erste Saisonniederlage kassierten.

Nach dem spielfreien Wochenende taten sich die TSV-Frauen gegen Außenseiter Immenstadt sehr schwer. „In der Abwehr fehlte es zu Beginn an den Absprachen“, bekannte Teamsprecherin Nina Mayr. Zwischendurch schwächelte auch die Offensive, in der die Schongauerinnen am Ende aber Geschlossenheit demonstrierten. „Die Verteilung der Tore zeigt, dass die Mannschaft auf allen Positionen gut besetzt ist“, erklärte Mayr, nachdem sämtliche Feldspielerinnen bis auf eine trafen.

Rund 20 Minuten lang wechselte die Führung mehrfach, wobei sich kein Team absetze. Das änderte sich erst in der Schlussphase der ersten Hälfte, als die Offensivleistung der Gastgeberinnen nachließ. „Wir hatten da auch ein bisschen Pech mit einigen Pfostentreffern“, meinte Mayr zum Drei-Tore Rückstand beim Seitenwechsel.

Aus der Kabine kam ihr TSV mit viel Schwung. Beim 19:19 (33.) war der Ausgleich geschafft. In der Folge schlichen sich jedoch wieder Fehler ein, so dass Immenstadt bis zur Mitte des zweiten Durchgangs ständig vorlegte. Erst nach dem 25:25 (44.) zogen die Schongauerinnen mit einem Dreierpack vorbei. Diesen Vorsprung verteidigten sie mit viel Einsatz. In den letzten sieben Minuten gelangen zwar keine Tore mehr, die Aufholjagd der Gäste brachte aber nur noch den Anschluss.

Ende der Serie

Irgendwann endet jede Serie. Bei den Schongauer Herren war es im zehnten Spiel so weit. „Natürlich hätten wir gerne gewonnen, aber die Niederlage wird uns nicht aus der Bahn werfen“, befand Trainer David Schmoldt. „Vielleicht kam der Dämpfer zum richtigen Zeitpunkt.“

Überhastete und ungenaue Abschlüsse in Verbindung mit unnötigen Ballverlusten bescherten in der ersten Hälfte einen steten Rückstand, der aber nie größer als drei Tore war. „Wir kamen nicht so gut rein und haben leider gegen einen gut aufgestellten Gegner wieder zu viele Fahrkarten geschossen“, analysierte Schmoldt.

Erst nach der Pause besserte sich das Gästespiel. In der Abwehr gingen die Lechstädter beherzt zur Sache, wobei sie aber oft vom Schiedsrichter-Gespann ausgebremst wurden. „Sie sahen bei fast jeder Abwehraktion ein Foul und das hat uns aus der Bahn geworfen“, ärgerte sich Schmoldt.

An den Unparteiischen machte der Schongauer Coach die Niederlage aber nicht fest. „Wir haben uns das Leben selbst schwer gemacht“, meinte er angesichts zahlreicher Fehler. Trotzdem hätte es fast noch zu etwas Zählbarem gereicht.

Dreieinhalb Minuten vor dem Ende brachte Torsten Schweiger, der mit fünf Toren herausragte, die Schongauer sogar per Doppelschlag mit 25:24 in Front. Ein vergebener Gegenstoß und eine weitere Zeitstrafe im Anschluss besiegelten dann aber die verdiente Niederlage.

„Wir werden die Fehler ansprechen, diese Woche gut trainieren und dann ein anderes Gesicht zeigen“, sagte Schmoldt vor dem Heimspiel am heutigen Samstag (16 Uhr) gegen den TSV Pfronten. 

hal

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