Niederlage für Peißenberg - Siege für Polling und Murnau

Schwache Vorstellung und zwei torreiche Partien

Sebastian Gößl Pollings Kapitän
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Pollings Kapitän Sebastian Gößl bereitete in Habach einen Treffer vor und einen erzielte er selbst.
  • Roland Halmel
    VonRoland Halmel
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Region – Kein spielerischer Leckerbissen war das Heimspiel des TSV Peißenberg gegen den SV Ohlstadt. Das Duell zweier extrem ersatzgeschwächter Teams entschied letztlich ein Handelfmeter, den die Gäste zum 0:1-Endstand verwandelten.

„Eigentlich war das ein klassisches 0:0-Spiel“, urteilte TSV-Coach Florian Heringer, nachdem die zwei dezimierten Mannschaften – beim TSV fehlten sechs und beim SVO sieben Stammkräfte – über weite Strecken fußballerische Schmalkost ablieferten. In der ersten Hälfte zeigten sich beide Teams noch einigermaßen aktiv. „Da hätte es auch 2:2 stehen können“, meinte Heringer, nachdem sowohl seine Truppe durch Marcel Schned und Philipp Solleder wie auch die Ohlstädter zwei gute Tormöglichkeiten ausließen. In der zweiten Hälfte verflachte die Partie zusehends. Bei den Peißenbergern machten sich die vier Umstellungen nach dem Derbysieg in Polling bemerkbar.

Die Folge waren viele Stockfehler, die kaum Spielfluss zuließen. Nur sieben Minuten nach dem Wechsel folgte schließlich der entscheidende Pfiff, als der Unparteiische bei Eleftherios Caci ein Handspiel erkannte und auf den Punkt zeigte. „Laut Regelwerk muss man den geben“, räumte Heringer ein. SVO-Routinier Simon Nutzinger ließ sich die Gelegenheit zum 0:1 (52.) nicht entgehen. Danach verwalteten die Gäste die Führung. Die Peißenberger mühten sich, die Partie zu wenden. Nur fehlte es den Hausherren an der Genauigkeit und an der offensiven Durchschlagskraft, um sich noch zwingende Chancen herauszuspielen. „Insgesamt ist in der zweiten Hälfte nicht mehr viel passiert“, gestand Heringer nach der schwachen Kreisliga-Partie. Am heutigen Samstag um 16.30 Uhr ist der TSV jetzt beim FC Real Kreuth, der am Mittwoch spielfrei war, gefordert.

Polling

Die richtige Reaktion auf die schwache Vorstellung im Derby gegen Peißenberg zeigte der SV Polling beim zweiten Derby in Folge. Beim favorisierten ASV Habach setzte sich der SVP mit 4:2 durch. „Wir haben uns gesagt, dass die Saison für uns erst jetzt losgeht und das haben die Jungs auch gut umgesetzt“, meinte SVP-Coach Robert Färber danach erleichtert. Eine rote Karte gegen ASV-Spielmacher Felix Habersetzer spielte seinem Team in der zweiten Hälfte in die Karten. „Die Überzahl haben wir gut ausgespielt“, meinte Färber nachdem seine Truppe mit einem Mann mehr noch dreimal traf. Die Pollinger starteten gut in die Partie. Fabio Hägl (14.) schoss die Gäste früh in Front. Die Antwort der Habacher folgte aber prompt. Habersetzer (18.) und Maxi Nebl (26.) schossen den ASV innerhalb weniger Minuten mit ihrem Doppelpack in Front. In der anfangs ausgeglichenen zweiten Hälfte verhinderte SVP-Keeper Mathias Schuster mit einer starken Parade den möglichen dritten Treffer der Gastgeber. Wenig später kassierte Habersetzer nach dem Foul an Schöttl den Platzverweis (61.). Mit einem Mann mehr übernahmen die Pollinger dann schnell das Kommando.

Jubeln durfte die Gäste aber erst in den letzten Minuten. SVP-Kapitän Sebastian Gößl (83.) markierte den Ausgleich. Wenig später bereitete er den Führungstreffer von Max Hensel (86.) vor. In der sehr langen Nachspielzeit, aufgrund der langen Behandlungspause von Schöttl, war es schließlich Max Baumgartner (95.), der mit seinem Kontertreffer zum 4:2 den Schlusspunkt setzte. An die Leistung wollen die Pollinger jetzt auch am Samstag um 14 Uhr beim schweren Auswärtsspiel beim SV Miesbach anknüpfen.

Murnau

Den Frust aus der 3:6-Pleite beim FC Real Kreuth schoss sich der TSV Murnau im Derby Zuhause gegen den FC Bad Kohlgrub von der Seele. Den Aufsteiger fegten die Drachen mit einem 6:0-Kantersieg vom Platz. Die Treffer für die junge TSV-Truppe erzielten Josef Bierling, Georg Kutter, Manuel Diemb, Dominik Hoch und zweimal Bastian Adelwart. Am morgigen Sonntag um 14 Uhr geht es für die Murnauer mit dem Gastspiel beim TuS Holzkirchen 2 weiter.

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