Weilheim zeichnet 75 erfolgreiche Aktive aus

Ohne Angst zum Erfolg

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Die erstmals durchgeführte Wahl zum Sportler des Jahres gewann die Turnermannschaft. Nicolai Ullrich und Johannes Albrecht nahmen den Wanderpokal in Form eines Obelisken in Empfang.

Weilheim – Die Folgen des Hochwassers bekam auch die Sportlerehrung der Stadt Weilheim zu spüren.

Bürgermeister Markus Loth hielt deshalb eine Sprechstunde und war verhindert. Bahnfahrer Nicolai Ullrich kam verspätet zum Ehrungsabend ins TSV Vereinsheim, aber gerade noch rechtzeitig um zusammen mit seinem Teamkollegen Johannes Albrecht die Auszeichnung „Sportler des Jahres“ entgegen zu nehmen. 

Diesen Preis für das Turnerquartett, zu dem auch noch Fabian Ullrich und Anselm Schmid gehörten, gab es erstmals bei der 22. Auflage der Sportlerehrung. „Er soll die Wertigkeit der Veranstaltung erhöhen“, erklärte Sportreferentin Petra Hofer vor der Verleihung des großen Glasobelisken in Verbindung mit einer 500 Euro Geldspritze durch die Sparda-Bank. 

Davor standen aber erst einmal die 75 Sportler- und Sportlerinnen für ihre Erfolge ab Bezirk aufwärts zur Ehrung an. „Für die ist auch ein positives Umfeld notwendig“, erklärte Stefan Zirngibl vom TSV, der den im Urlaub weilenden Präsidenten Dieter Pausch als Hausherr vertrat. Und dieses Umfeld stößt seiner Meinung nach in der Kreisstadt bei den Sportstätten an seine Grenzen. „Wir brauchen eine neue große Turnhalle für alle Sportler in Weilheim“, lautete deshalb die unmissverständliche Forderung von Zirngibl. „Wir können nur das ausgeben, was erwirtschaftet wird, sprich, wir brauchen das Pulver, um eine gescheite Halle hinzustellen“, antwortete darauf Ingo Remesch. In seinem Grußwort lobte der zweite Bürgermeister die Sportler in „allen Größen“ für ihre Leistungen, „mit denen sie Weilheim weithin bekannt machen und auch andere anspornen“. 

Im Anschluss bat Hofer die erfolgreichen Aktiven, darunter alte Hasen wie Kegler Hermann Lindner, der schon 17-mal ausgezeichnet wurde, oder Kyudo-Bogenschütze Peter Wankerl und Armbrustschütze Hermann Plötz (Königlich privilegierte Feuerschützen) auf die Bühne. Letzterer erklärte sein Sportgerät. Im Anschluss erfuhr das Publikum, dass man als BMX-Fahrer keine Angst haben sollte, wie Mara Dahlenburg verriet. Fechter Gregor Beer vom TSV bekannte sich als Säbelfan und Tänzer Peter Handel bevorzugt mit seiner Frau Birgit die Lateinamerikanischen Tänze. 

Mit Tobias Richter gab es zudem eine Premiere, denn mit ihm wurde erstmals ein Ruderer in Weilheim ausgezeichnet. Ansonsten gab es viele bekannte Gesichter, wie die Bogenschützen, Speedwayfahrer oder Turner. Auch die Tennismannschaft Herren 60 und die Ü41 Volleyballer wurden geehrt. Den krönenden Abschluss bildete dann die Sportler des Jahres Auszeichnung, die eine vierköpfige Jury unter den Anwesenden vergab. „Es war eine knappe Entscheidung für eine einmalige Leistung“, erklärte Hofer die Wahl der Turnerquartetts, die mit Buttenwiesen den Aufstieg in die erste Bundesliga schafften.

Von Roland Halmel

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