190 Anmeldungen beim zweiten Staffelsee-Panoramalauf

Trotz Winterwetter viele Läufer

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Das große Teilnehmerfeld des Panoramalaufs am Staffelsee beim Start zog sich danach schnell auseinander.

Murnau – Nicht gerade vom Wetterglück verfolgt war der Veranstalter beim zweiten Staffelsee-Panoramalauf in Murnau.

Winterliche drei Grad Außentemperatur und Regen luden nicht unbedingt zu einer Laufveranstaltung ein. Die Läufer aus der Region ließen sich davon aber nicht abschrecken. Auch wenn einige der 190 angemeldeten Starter auf eine Teilnahme verzichteten, konnte die veranstaltende LG Staffelsee Murnau dennoch 149 LäuferInnen am See begrüßen. „Das ist eine stolze Zahl“, zeigte sich der LG-Vorsitzende Helmut Risser mit der Resonanz angesichts der Witterung sehr zufrieden. „Laufen ist bei den Temperaturen auch kein Problem, man muss nur nach der Zielankunft aufpassen, nicht auszukühlen“, erklärte Dietmar Neugebauer, der stellvertretende LG-Chef, der sich wie Risser unter die Läuferschar mischte. Deshalb war es gut, dass neben dem Zielbereich das gut geheizte Schützenheim zur Verfügung stand, um sich aufzuwärmen. Erst aber galt es, die zehn Kilometer lange Distanz, die bis auf den asphaltierten ersten und letzten Kilometer komplett auf einem Schotterweg gelaufen wurde, hinter sich zu bringen. In Abwesenheit der Vorjahressieger bei den Damen und Herren wurden trotz der kühlen Temperaturen schnelle Zeiten gelaufen. Bei den Männern war Daniel Lenz (LG Weinstadt) in 34:23,5 Minuten eine Klasse für sich. „Das ist ja auch meine Trainingsstrecke“, bekannte der Hechendorfer, der für seinen Stammverein startete und der bei der Premiere im Vorjahr krankheitsbedingt gefehlt hatte. Die damalige Siegerzeit von Julian Zenke (33:59,8 Minuten) verpasste Lenz nur knapp. Hinter ihm landete mit Andrej Lenhardt (VfL Murnau) ein weiterer Lokalmatador auf Platz zwei. „Mit der Platzierung bin ich zufrieden, mit der Zeit nicht“, urteilte Lenhardt, nachdem er in 36:23,4 Minuten und damit genau zwei Minuten nach dem Sieger die Ziellinie überquerte. „Das Wetter ist nicht so meins“, gestand der Vorjahresdritte. 

Nichts auszusetzen an seiner Zeit hatte dagegen Lenhardts Teamkollege Dominik Lochner, der in 37:08,2 Minuten Dritter wurde. „Mein Ziel war es unter 40 Minuten zu laufen, deshalb bin ich voll zufrieden“, meinte Lochner, der dank eines überragenden Schlusskilometers den lange auf Platz drei liegenden Peter Vogt (Schönegger Käse Alm) noch abfing. „Am Ende bin ich voll am Limit gelaufen“, räumte Lochner ein. Bei den Damen holte sich Favoritin Susanne Feigl (LC Tölzer Land), ebenfalls in souveräner Manier und deutlich unter der Siegerzeit von Susanne Otten im Vorjahr in 41:09,3 Minuten den ersten Platz vor Maria Elisa Legelli (Firma Michel) und Gabriele Lengauer (Ifb-Institut). „Wir haben heute auch überraschend viele Damen am Start“, freute sich Streckensprecher Peter Maisenbacher, der die Veranstaltung wie immer fachmännisch kompetent moderierte, über die große Anzahl von Frauen am Staffelsee. Vielleicht lag der hohe weibliche Anteil auch an dem guten Zweck, für den die Laufgemeinschaft das Rennen veranstaltete. Der Erlös kommt in vollem Umfang dem Murnauer Frauenhaus zugute. Angesichts der guten Resonanz von den Läufern und den Sponsoren – die AOK, das Autohaus Ortner und das ifb-Institut deckten komplett die Fixkosten ab – stehen die Chancen gut, dass es im nächsten Jahr die dritte Auflage des Panorama-Laufs geben wird. „Ich fühle, dass es sogar regelmäßig etwas werden könnte“, orakelte Neugebauer. Dann auch gerne mit wärmeren Temperaturen und Badewetter.

Von Roland Halmel

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