Teilnahme schon 2022 oder 2026?

Stocksport und Olympia: Jetzt festes IOC-Mitglied

Stocksport Michael Lindner
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Der eine oder andere Peitinger Stocksportler, wie hier Michael Lindner, darf sich Hoffnung machen, bei olympischen Winterspielen dabei zu sein.
  • Roland Halmel
    VonRoland Halmel
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Peiting – Die Olympischen Spiele in Tokio sind Geschichte. Viele Sportler erfüllten sich den Traum, einmal an diesem sportlichen Groß­ereignis teilzunehmen. Dieser Wunsch könnte nun auch für die Stocksportler in Erfüllung gehen. 

„Wir haben den 39. von 40 Schritten dafür gemacht“, erklärte Christian Lindner, ehemaliger Deutscher Stocksport-Chef und inzwischen Präsident des Weltverbands, der „International Federation Icestocksport“ (IFI), nachdem das Internationale Olympische Komitee (IOC) Stockschießen offiziell anerkannte. „Wir sind jetzt ein festes Mitglied des IOC“, freute sich Lindner, der beim TSV Peiting in der zweiten Mannschaft, die in der 2. Liga spielt, aktiv ist.

Offen ist noch, wann die Stocksportler erstmals bei Olympischen Spielen teilnehmen werden. „Im kommenden Jahr in Peking wird es vermutlich zu knapp sein, aber wir versuchen es.“ Wahrscheinlicher ist mit der Premiere bei den Winterspielen 2026 im italienischen Cortina d’Ampezzo zu rechnen. Aber auch da gibt es noch Fragezeichen. Jeder Ausrichter der Spiele darf maximal zwei neue Sportarten ins Programm hinzufügen. „Es könnte aber auch sein, dass aus finanziellen Gründen nur einer genommen wird“, berichtet Lindner. Ein weiterer Kandidat für Olympia im Winter ist das Naturbahnrodeln, das auch in Italien überaus beliebt ist. „Aber auch Stocksport ist vor allem in Südtirol sehr populär“, erklärt Lindner, der zudem anführt, dass seine Sportart keine Zusatzkosten verursacht. „Wir brauchen keine neuen Sportstätten, wir nutzen die vorhandenen Eishallen“, hat er bereits die Eishallen in Bruneck oder Bormio im Auge, die für seine Stocksportler bei den Winterspielen in Cortina d’Ampezzo in Frage kämen. „Und dann könnten wir uns auch noch finanziell beteiligen.“ Die Stocksportler seien sehr pflegeleicht, ist der IFI-Chef zuversichtlich, spätestens in fünf Jahren unter den fünf olympischen Ringen die Daube ins Visier nehmen zu können.

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