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SV Raisting offensiv noch mit viel Luft nach oben

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Von: Roland Halmel

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Zandt Raisting Deisenhofen Fußball
Gianluca Zandt vergab eine der drei Großchancen der Raistinger bei der torlosen Auftaktpartie in Deisenhofen. © Halmel

Raisting – Defensiv hat der SV Raisting nahtlos an die tadellose Abwehrleistung der Vorsaison angeknüpft. Im Angriff knirschte es in der Auftaktpartie beim FC Deisenhofen 2 allerdings noch. Das Fehlen von 26 Saisontoren durch den Abgang von Denis Grgic (14 Treffer) und den Ausfall des verletzten Andreas Heichele (zwölf) war zu Gast beim Aufsteiger deutlich zu merken. Die Mannschaft um Spielertrainer Hannes Franz kam so bei der Bayernliga-Reserve nicht über ein torloses Remis hinaus. 

„Deisenhofen hatte einen Tick mehr Spielanteile, wir aber hatten die klareren Chancen“, fühlte sich das 0:0 für Franz eher wie zwei verlorene als ein gewonnener Punkt an. „Die Verhältnisse in Deisenhofen waren nicht so einfach“, konstatierte er nach der Partie auf dem relativ kleinen Kunstrasenplatz, der auch schon etwas in die Jahre gekommen ist.

Zudem war der Liganeuling für den Raistinger Coach eine weitgehend unbekannte Größe. „Ich hatte im Vorfeld wenig Informationen über den Gegner, der auch noch einen neuen Trainer hatte, da war es schwer sich auf Deisenhofen richtig einzustellen“, erklärte Franz, der im Vergleich zum letzten Jahr mit einem üppigen Kader antreten konnte: Gleich sieben Feldspieler saßen auf der Auswechselbank, die in der Vorsaison oftmals nur von zwei bis drei Mann aus der zweiten Garnitur besetzt war. „Das ist schon eine komfortablere Situation, allerdings fehlen mir zum Optimalzu­-stand immer noch acht Spieler aus meinem 26-Mann-Kader“, erkannte Franz weiterhin Luft nach oben.

Ungenutztes Chancenplus

Das war auch in Bezug auf die Chancenverwertung der Fall. „Wir hatten drei klare Möglichkeiten, die wir leider nicht zu nutzen wussten“, bedauerte Franz, der mit Thomas Bretthauer, Gianluca Zandt und Benedikt Multerer drei Neuzugänge in der Startelf aufbot. Die beiden letztgenannten bildeten zusammen mit Markus Riedl die Offensivachse der Gäste. „Alle drei zusammen sind keine gelernten Stürmer“, war Franz klar, dass das Trio es nicht einfach hat, den Abgang von Torjäger Grgic nach Penzberg zu kompensieren.

Gegen die überraschend kampfstarken und giftig auftretenden Hausherren taten sich die Raistinger zunächst schwer im Angriffsspiel. Erst Mitte der ersten Hälfte verzeichnete Benedikt Multerer (24.) mit einem Kopfball die erste Großchance. „Die hat der FCD-Keeper mit einer brutal starken Parade gehalten“, schickte Franz ein Lob in Richtung Leonhard Oswald. Daneben verzeichnete der SVR noch ein paar Halbchancen mit Distanzschüssen.

Zu Beginn der zweiten Hälfte bekam der ansonsten beschäftigungslose SVR-Schlussmann Urban Schaidhauf Arbeit. Der Schuss von der Strafraumkante (55.) ging aber daneben.

Nicht alles auf eine Karte

Im Anschluss lag der Siegtreffer der Raistinger zweimal in der Luft. Zandt (60.) vergab aber seine gute Kopfballmöglichkeit, genauso wie zehn Minuten später Multerer (70.), dessen Heber knapp das Tor verfehlte. „In der Schlussphase haben wir dann nicht mehr alles auf eine Karte gesetzt“, gestand Franz nach der Punkteteilung zum Auftakt.

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