Defensiv stabiler und vorne effektiver

SVP-Trainer Robert Färber mit den Spielen nach dem Re-Start zufrieden

SVP-Trainer Robert Färber
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SVP-Trainer Robert Färber ist zufrieden mit dem Re-Start.

Polling – Noch hängt der SV Polling im Tabellenkeller der Kreisliga 1. Vor dem Re-Start war die Situation bei der Truppe von Trainer Robert Färber aber noch schlechter. Wie der SVP-Coach in die Winterpause ging, verriet er im Interview.

Herr Färber, wie fällt Ihr Fazit nach den vier Punktspielen nach dem Re-Start und den Ligapokalspielen aus?
Färber: „Mit den Punktspielen war ich schon zufrieden. Das erste gegen Deisenhofen II haben wir zwar verloren. Aber wir haben gegen einen sehr gut aufgestellten Gegner gut gespielt. Es war ja alles sehr schwierig nach der langen Vorbereitung. Da wusste man nicht, wo man steht. Ich hätte mir gewünscht, dass man die Zeit noch genutzt hätte, um statt dem Ligapokal ein paar Punktspiele mehr zu spielen.“
Wenn man genauer auf die einzelnen Mannschaftsteile blickt, gibt es da positive oder negative Ausreißer?
Färber: „Wir haben deutlich mehr Tore geschossen. Das heißt wir sind im Angriff deutlich effektiver geworden. Auch im Pokal hatten wir das eine oder andere Erfolgserlebnis. Nach vorne sind wir schlagkräftiger geworden. In den letzten zwei Punktspielen gegen Miesbach und Uffing haben wir nur ein Tor kassiert. Damit waren wir auch in der Abwehr deutlich stabiler.“
Im Ligapokal sind Sie raus, ärgert Sie das?
Färber: „Wir sind raus, weil wir noch das Spiel gegen Denklingen gemacht haben, das wir dann verloren. Andere Teams sind nach zwei Spielen weiter. Ob das gerecht ist oder nicht, darüber kann man diskutieren. Im Endeffekt war es wichtig Spiele zu machen. Im Nachhinein bin ich ganz froh, dass wir nicht mehr dabei sind. Wenn ich unsere Planung für die Vorbereitung anschaue, gibt es klare Termine und klare Gegner. Im Ligapokal droht Anfang März mit vermutlich schlechten Plätzen und noch der Pandemie im Rücken ein Terminchaos.“
Wie schaut die Planung beim SV Polling aus. Wann beginnt die Vorbereitung?
Färber: „Die ganzen Vorbereitungsspiele sind bereits geplant. Wir beginnen am Rosenmontag mit der Vorbereitung. Nachdem der Fasching ausfällt, gibt es da auch keine Probleme. Wir haben erst Ende März das erste Punktspiel. Damit haben wir sechs Wochen Vorbereitung und das ist ausreichend. Bis dahin ist es aber noch lange hin. Stand heute kann man natürlich nicht sagen, ob das Ganze realistisch ist.“
Der SVP musste in den Spielen mit einigen Ausfällen zurechtkommen. Wie schaut es mit den Verletzten aus. Sind sie im Frühjahr wieder dabei und gibt es personelle Änderungen in der Winterpause?
Färber: „Bei uns tut sich fast schon traditionell personell nichts in der Winterpause. Wir bleiben so zusammen wie bisher. Im Sommer bekamen wir mit Markus Kasper vom TSV Oberalting eine sehr gute Verstärkung. In der Vorbereitung waren wir regelmäßig über zwanzig Leute im Training und in den Testspielen hätte ich zwei komplette Mannschaften aufbieten können. Als es dann losging, hatten wir schnell einige Langzeitverletzte wie die beiden Schimpl-Brüder. Schleicher, Niederleitner und Baierlacher haben kaum gespielt. Unsere Stärke war aber der breite Kader, durch den wir die Ausfälle kompensierten. Ich denke, dass alle Vorgenannten nach ihren auskurierten Verletzungen zum Trainingsbeginn wieder dabei sind.“
Als Zwölfter muss der SVP noch mächtig um den Klassenerhalt zittern. Wie sehen Sie die Situation?
Färber: „Wir haben den Anschluss geschafft und sind bei den Leuten. Das ist eine gute Basis für die restlichen Spiele. Da ist noch alles möglich. Ich habe mal die Prognose aufgestellt, dass wir aus den acht Partien noch zwölf Punkte brauchen. Sprich wir müssten die Hälfte gewinnen. Mit Ausnahme der ersten drei Plätze in der Liga befinden sich alle Mannschaften im Abstiegskampf. Das ist ein Beleg dafür, dass die Liga sehr ausgeglichen ist. Unsere Ausgangslage ist deutlich besser als vor dem Re-Start, da sich das Feld noch weiter zusammengeschoben hat. Wir haben es auch in der eigenen Hand, da wir praktisch gegen alle direkten Konkurrenten noch spielen werden.“

Von Roland Halmel

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