Coach in neuer Funktion

EA Schongau zieht Saisonbilanz und trifft wichtige Personalentscheidung

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Andreas Leschinger hatte die Mammuts durch eine schwierige Bayernligasaison zu führen.

Schongau – Das Playdown-Duell zwischen der EA Schongau und dem ESC Dorfen stand 1:1, ehe Corona sämtliche sportliche Aktivitäten zum Erliegen brachte. Eine stete Konstante in einer Saison, die von Rückschlägen geprägt war, war Trainer Andreas Leschinger. Er übernimmt zur neuen Saison aber eine andere Funktion.

„Das Ende passt eigentlich sehr gut zu unserer ganzen Saison“, meinte Martin Resch, der sportliche Leiter des EAS, nachdem die mit großen Erwartungen gestarteten Mammuts durch Krankheit und Verletzungen ausgebremst wurden. Dazu kamen Leistungsschwankungen. „Unterm Strich können wir nicht zufrieden sein, das war eine Saison zum Abhaken“, bilanzierte Resch.

Mit neuem Trainer und größerem Kader wollte die EAS eigentlich nicht nur gegen den Abstieg spielen. Nach dem Overtime-Auftaktsieg beim TEV Miesbach gelang in den folgenden elf Partien aber nur ein Sieg. „Wir haben da mit einem guten Kader nicht die Leistung auf das Eis gebracht“, bekannte Resch.

Wobei er seine beiden Ausländer in Schutz nahm. Jakub Muzik musste sich vor dem Saisonstart erst einmal umstellen und Arbeit mit Eishockey in Einklang bringen. Milan Kopecky konnte im Sommer nicht wie gewohnt trainieren. „Ab Mitte November ereilte uns dann das extreme Verletzungspech.“

Bis zum Ende der Hauptrunde hatte die EAS, die mit Überzahlspiel und Chancenverwertung kämpfte, gerade mal fünf Siege auf dem Konto. In der Abstiegsrunde standen die Mammuts nach der Lungenembolie bei Kopecky zunächst unter Schock, ehe sie wieder in die Spur fanden. „Hinten raus war das Aufbäumen da“, lobte Resch. „Da hat man gesehen, wie stark wir hätten sein können“, meinte Resch zu den vier Siegen am Stück.

Personell gab es im Saisonverlauf ein paar Wechsel. Mauro Seider und Matthias Müller verließen die EAS, die sich am Ende noch mit Jeff Szwez und Ronald Dvonc Verstärkungen holte, die ihren Teil zum relativ guten Saisonabschluss beisteuerten. Ob die beiden bleiben, ist offen. „Mit einem Großteil wollen wir weitermachen, es wird aber auch einige neue Gesichter geben“, so Resch. „Der Trainer stand übrigens nie zur Debatte, Andy hatte stets unser Vertrauen.“

Auf Trainersuche

Das genießt der 37-Jährige Leschinger auch weiterhin, allerdings in anderer Funktion. Er soll zentraler Baustein eines neuen Nachwuchskonzepts sein. Das und der Posten des Bayernligatrainers in Personalunion münde in einer zu großen Doppelbelastung, sind die Verantwortlichen überzeugt. Leschinger, Resch und Vorstand Franz Andergassen berieten sich, dann stand fest: Die EAS schaut sich nach einem neuen Bayernliga­trainer um. Erste Gespräche wurden schon am Wochenende aufgenommen. 

hal/ras

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