Ergebnisse beim Alpenpokal sofort online – 116 Starter in Peißenberg

Zweiradkünstler setzen auf App

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Unter anderem über Schwellen mussten die Teilnehmer beim Trial auf der Bergehalde fehlerfrei kommen.

Peißenberg – Zwei Traditionen gibt es bei der Trial-Veranstaltung in Peißenberg seit Jahren. Der Bewerb auf der alten Bergehalde eröffnet die Saison der Zweirad-Sportler und es bleibt trocken.

Letzteres war wieder einmal der Fall, da sich die Wetterprognose nicht bestätigte und es statt viel Regen nur ein paar Tropfen gab. Ersteres änderte sich aber, da in Essenbach bei Landshut bereits die erste Veranstaltung des Jugendtrials und um den Alpenpokal stattfand. Eine Neuerung gab es zudem bei der Auswertung, die nicht mehr „analog“ wie in den Vorjahren, sondern jetzt digital stattfand. An jeder der sieben anspruchsvollen Sektionen mussten nur noch die Resultate des jeweiligen Fahrers in eine Smartphone-App eingegeben werden. „Und schon hatte ich alles in Echtzeit auf meinem Handy“, strahlte Rennleiter Klaus Angermeier. Er konnte damit jederzeit nachvollziehen, wo sich die 116 FahrerInnen aus ganz Süddeutschland und Österreich, die sich für den Trial gemeldet hatten, gerade befanden und wie ihre Fehlerbilanz aussah.

Beim Trial kommt es bekanntlich nicht auf die Geschwindigkeit an. Vielmehr ist der richtige Umgang mit Gas und Bremse, das Beherrschen der Maschine und eine gehörige Portion Gleichgewichtsgefühl ausschlaggebend für ein fehlerfreies Durchkommen. An der richtigen Stelle stehen zu bleiben, notfalls mit einigen Hüpfern das Motorrad in die passende Position zu bringen und dann gefühlvoll Gas zu geben, war dabei das große Kunststück. Ein Erfolgsgeheimnis lag aber schon vor dem eigentlichen Start. Nur wer die unterschiedlichen Schwierigkeiten, die je nach Klasse zunahmen, richtig besichtigte, hatte danach auch gute Aussichten mit wenigen Fehler durchzukommen.

Auf den sieben Sektionen bauten die Peißenberger wieder einige unangenehme Hindernisse wie Bahnschwellen, Baumstämme und Wurzeln ein. Hinzu kamen Steilpassagen und enge Durchfahrten zwischen den Bäumen. Die Zweiradkünste der Teilnehmer auf den drei Runden, für die sie zwei Stunden Zeit hatten, wurden entsprechend gefordert.

Eine Augenweide war vor allem die Vorstellung von Tobias Baptist (AMC Kempten). Der einzige Klasse 1 Fahrer im Feld absolvierte selbst Höchstschwierigkeiten fast durchwegs fehlerfrei und kam nach den drei Runden auf nur 9 Punkte. Die Klasse 2 gewann wie vor zwei Jahren Jochen Fleschutz (RG Allgäu Kempten), der mit 20 Punkten die Nase vorne hatte. Bei den Fortgeschrittenen der Klasse 3 siegte Peter Mohr (MSC Pfatter). In der Klasse 4 belegte Matthias Leitritz und in der Klasse 5 Leo Zöllner (RG Allgäu Kempten) Platz 1. Die Klasse 6 entschied Thomas Buffler (MSC Leutkirch) für sich. Bei den Senioren gewann Jochen Wendler (AC Garmisch-Partenkirchen. Lokalmatadore vom heimischen MCP waren erneut nicht am Start. Das könnte sich demnächst aber ändern, da die Aussicht besteht, dass ein Trainingsgelände auf der alten Bergehalde eingerichtet wird. „Wir sind dazu in Gesprächen mit der Gemeinde“, berichtet MCP-Chef Thomas Salvamoser.

Von Roland Halmel

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