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TSV Schongau: Sanierung am Eisstadion und naher Abschied

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Von: Roland Halmel

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TSV Schongau Ehrenmitglied
Schatzmeisterin Sabine Weith (links), Anschi Haberstock (2. v. links) und Ralf Konstantin (rechts) mit den neuen Ehrenmitgliedern des TSV Schongau Marianne Manz und Castello Muß. © Halmel

Schongau – Recht genau vor drei Jahren fand die letzte Delegiertenversammlung des TSV Schongau statt. Nach dieser langen Zeit war nun im Pfarrheim Verklärung Christi einiges zu besprechen. Im Fokus stand die Sanierung des Eisstadions. Präsident Ralf Konstantin wird diese aber nur noch bis zu den nächsten Wahlen begleiten, er kündigte seinen Abschied im kommenden Jahr an. „Weil ich mehr Zeit für meine dann sechs Enkelkinder haben möchte.“

Die Mitgliederzahlen entwickeln sich sehr positiv. „Den Schwund durch Corona haben wir fast aufgefangen“, freute sich Konstantin. 2.424 sind es, ein Plus von über 200 zum Vorjahr. Damit fehlen zum Stand von vor Corona nur noch 100.

Im letzten Jahr setzte der TSV den Kontenverbund um. „Damit gibt es ein Hauptkonto und viele Unterkonten der Abteilungen, wodurch wir als Verein in Summe rund 2.000 Euro Überziehungszinsen sparen“, führte Konstantin aus, der zudem die Sparten – neu ist Krav Maga – für das gute Wirtschaften lobte.

Das zeigte auch Sabine Weiths Finanzbericht. Vergangenes Jahr blieb ein Plus von 108.000 Euro, was aber an Sondereffekten, unter anderem durch Fördergelder, liegt. „Wir haben jetzt ein gutes Polster“, urteilte die Schatzmeisterin. Alle Abteilungen zusammen setzten im Vorjahr rund 1,15 Millionen Euro um.

Geld war auch bei Bürgermeister Falk Sluytermans Grußwort Thema. Unterstützung durch Stadt und Verwaltung für den TSV sei da. „Wir haben ein offenes Ohr und wenn nötig auch einen offenen Geldbeutel.“ Der TSV sei enorm wichtig, die Arbeit, die geleistet wird, könne man nicht hoch genug schätzen.

Dann ging es an die Ehrungen für Erfolge und Vereinstreue. Die Eishockey-U13 hatte den Bezirksligatitel und die Volleyball-Damen den Aufstieg in die Bezirksliga geschafft. Mit Gold wurden Triathlet Simon Henseleit, Teakwondo-Sportler Manfred Stadtmüller und Schwimmerin Dr. Barbara Wöller geehrt. Bei den langjährigen Mitgliedern stachen acht mit 60 Jahren heraus. Mehrere Jahrzehnten waren zudem Castello Muß (Badminton) und Marianne Manz (Coronar-Sport) führend in ihren Abteilungen tätig. Dafür bekamen beide die Ehrenmitgliedschaft.

Thema Eisstadion

Für reichlich Diskussionen sorgte der Tagesordnungspunkt der Eisstadionsanierung. Konstantin stellte drei Varianten vor, wie die zugesagte Förderung von 960.000 Euro und der Zuschuss der Stadt in Höhe von 106.000 Euro verwendet werden könnten. Bei der ersten würde das Erb­baurecht mit der Stadt aufgelöst, die dann als Bauherr für die Sanierung aufträte. Lösung zwei macht den TSV zum Bauherren, was eine 15-prozentige Eigenbeteiligung (160.000 Euro) nötig macht; das Erbpachtverhältnis würde bis 2028 weiterlaufen. Bei Variante drei wäre erneut die Stadt Bauherr, nur würde die Erbpacht im April 2024 enden. „Mein Vorschlag ist die Erbpacht nicht sofort, sondern erst 2024 aufzulösen“, so Konstantin. Die Vertreter der EAS, allen voran Mammuts-Chef Franz Andergassen, warben für die zweite Variante. „Weil wir dann mehr Geld zur Verfügung haben.“ Die Bauherrenfunktion wäre für den TSV in Zusammenarbeit mit der Stadt machbar, meinte Konstantin.

Nach der intensiven Diskussion stimmten die 78 Delegierten ab. Die Teilung des Eisstadions in zwei Bereiche, wobei Eisfläche, Tribüne und Dach als der eine und die Umkleiden und das Technikgebäude als der zweite Teil betrachtet werden, wurde einhellig abgesegnet. Variante zwei, samt Bauherrenrolle und 160.000 Euro Eigenleistung für den TSV, fiel dagegen mehrheitlich durch, was einige ratlose Blicke nach sich zog. Wie nun die Sanierung vonstattengehen kann, ist damit offen und muss zwischen Stadt und TSV noch geklärt werden.

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