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TSV-Präsident übt trotz zahlreicher Rekordmarken bei der Delegiertenversammlung Kritik

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Die weitgehend unveränderte Führungsmannschaft des TSV Weilheim um Präsident Dieter Pausch (vierter v. l.). © Roland Halmel

Weilheim – Die Führungsspitze beim TSV Weilheim bleibt unverändert. Das ergaben die Wahlen bei der Delegiertenversammlung im Sportzentrum. TSV-Präsident Dieter Pausch geht damit in sein elftes und zwölftes Jahr an der Spitze des größten Weilheimer Sportvereins.

Bei seinem Bericht vor den rund 100 Anwesenden nahm Pausch kein Blatt vor den Mund. „Bei den Sportstätten brennt es uns auf den Nägeln“, erklärte Pausch, der bei seinem Rückblick auf die Entwicklungen der letzten Wochen richtig emotional wurde. Durch den Aufbau einer Ganztagsschule an der Hardtschule fallen zahlreiche Stunden des TSV und auch die gerade erst ausgezeichnete Sport Arbeitsgemeinschaft in der Hardtschulhalle weg. Auch die Überlegungen, wie es mit den Sporthallen am Gymnasium weiter gehen soll, brachten den Vereinschef in Wallung. „Da wird ohne unser Beisein über drei Einfach-Hallen geredet, das sind Wohnzimmer und ergeben keine Dreifach-Halle, so etwas brauchen wir nicht“, schimpfte Pausch, der zum Schluss aber wieder moderate Töne anschlug. „Lasst uns zusammensetzen und die neuen Fakten sortieren“, lautete sein Wunsch an alle Beteiligten aus der Stadt und dem Landkreis. Davor zog er noch ein zufriedenes Fazit. „In diesem Jahr gab es viele Herausforderungen für uns, da in allen Abteilungen Wahlen anstanden, wir haben sie gemeistert“, freute er sich, dass alle Positionen besetzt werden konnten. „Das ist nicht selbstverständlich“, lobte auch Bürgermeister Loth, der über die Sportstätten wenig Neues zu berichten hatte. „Wir sind in Verhandlungen und im Stand-By-Modus, um das Beste zu erreichen“, erklärte Loth zu einer möglichen Dreifach-Halle und auch der Kegelsportanlage.

Indessen hat sich bei den Liegenschaften des TSV bereits einiges getan. Am Sportzentrum wurde eine ehemalige Garage in eine Schiedsrichterkabine und ein Bewirtungsraum mit Küche umgebaut. Der Mehrzweckraum wurde auf Vordermann gebracht und gleiches ist in den nächsten Wochen mit der Beregnungsanlage im Stadion angedacht. Neu ist beim TSV eine Reha-Sport Gruppe, die im letzten Jahr gegründet wurde und schon 115 Mitglieder zählt. Die Mitgliederzahl erreichte zum Jahresende 2017 die Rekordzahl von 4 338, wie Pausch stolz berichtete. 153 Übungsleiter im Verein bedeuten ebenfalls ein neuer Höchststand. Finanziell ist alles im grünen Bereich, wie Kassier Heinz Peuker ausführte. Bei Gesamteinnahmen von 735 000 Euro im Hauptverein blieb ein Plus von rund 82 000 Euro. „Und das obwohl wir 180 000 Euro an die Abteilungen ausschütteten und an Übungsleitergeldern zahlten“, meinte Pausch, der zusammen mit seiner Stellvertreterin Eva-Maria Schweiger zahlreiche langjährigen Mitglieder auszeichnete. Schweiger selbst bekam vom BLSV-Kreisvorsitzenden Franz Schlesinger die Verdienstnadel in Gold mit Kranz. Zudem ernannte der TSV die ehemaligen Abteilungsleiter Walter Kurzrock und Peter Handel zu Ehrenmitgliedern.

Bei der Wahl sprachen die rund 70 Delegierten der bisherigen Vorstandschaft, die fast komplett erneut antrat, ihr Vertrauen aus. Neu an der Seite von Pausch und Schweiger sind Gerald Weingessl als dritter Vorstand sowie Silke Polifka als Schriftführerin, die Uwe Beekmann und Frank Brose nachfolgen, die nicht mehr antraten. Die Führungsmannschaft komplettieren weiterhin Heinz Peuker (erster Kassier) und Ingo Barth (zweiter Kassier) sowie die Jugendleiter Max Braune und Moritz Hüsken. Bei den Beisitzern Albert Schencking (BLSV), Roland Vogel (Recht), Alfred Falk (Liegenschaften) und Walter Kurzrock (Sporthallen) änderte sich so wie bei den Revisoren Hubert Lauter und Heinz Scheuch nich-ts. 

Von Roland Halmel

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