Handball: Weilheimer TSV-Männer verlieren beim Tabellennachbarn – Damen beenden ihre Durststrecke

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Lea Stadler (Mitte, rot)war von der Unterpfaffenhofener Abwehr kaum zu bremsen.

Weilheim – Einen Rückschlag im Kampf um einen Spitzenplatz in der Bezirksoberliga mussten die Weilheimer Handball-Herren bei der SG Kaufbeuren-Neugablonz hinnehmen. Im ersten Spiel nach der Weihnachtpause unterlagen sie dem Tabellennachbarn mit 31:34 (13:16). Indes konnten die Damen des TSV Weilheim mit einem 23:20-Heimsieg punkten.

Bei den Allgäuern, bei denen sie im Vorjahr noch einen Neun-Tore-Rückstand in einen Sieg umwandeln konnten, drückten die Weilheimer zu Beginn ordentlich aufs Tempo. Dadurch gestalteten sie die Partie bis zum 6:6 ausgeglichen. Danach bekamen die Gäste aber zunehmend Probleme mit der Abwehr und dem Keeper der Hausherren. Die TSV-Defensive tat sich dagegen schwer die Kreise von Florian Bartelt und Patrick Spitschan, die am Ende zusammen 13 Treffer erzielten, einzudämmen. Die Allgäuer setzten sich so mit drei Toren ab. Diesem Rückstand rannten die Weilheimer bis zum Seitenwechsel vergeblich hinterher.

Nach der Pause blieb die SG am Drücker. Beim 13:18 (33.) lagen die Gäste erstmals mit fünf Treffern hinten. Den Abstand verteidigten die Hausherren in der Folge, nicht zuletzt weil sie ihre Siebenmeter sicher verwandelten. Drei Tore von Lukas Schwendele zum 25:28 (50.) ließen bei den Weilheimern die Hoffnung auf eine Wende aufkommen. Die löste sich im Anschluss aber recht schnell in Luft auf, da sich die TSV-Herren einige Fehler erlaubten, durch die sich die Kaufbeurer wieder absetzten. Beim 27:33 (58.) war die Partie endgültig gelaufen.

Damen starten holprig

Besser lief es bei den TSV-Damen, die im Heimspiel gegen den SC Unterpfaffenhofen/Germering ihre Durststrecke von sieben sieglosen Spielen beendeten. Mit dem 23:20 (11:10)- Heimerfolg verschafften sich die Weilheimerinnen Luft auf die Abstiegsplätze. „Der Sieg war für die Moral und die Tabelle sehr wichtig“, zeigte sich Coach Michael Sander danach erleichtert. „Die Abwehr war eine Bank“, war für Sander vor allem die Defensivleistung der ausschlaggebende Faktor.

Die Anfangsphase verlief bei den Weilheimerinnen jedoch recht holprig. „Die Mädels waren nervös und leisteten sich viele technische Fehler“, meinte Sander zum anfänglichen Rückstand. Mitte der ersten Hälfte lief es aber immer besser für die Gastgeberinnen. Bis zur Pause gelang es den Weilheimer Frauen sogar in Führung zu gehen. Nach dem Wechsel blieben die Weilheimerinnen vorne, weil die Abwehr weiterhin stabil stand und vorne die Chancenverwertung passte. Lea Stadler aus dem Feld und Andrea Pruy vom Siebenmeter-Strich verwerteten ihre Möglichkeiten sicher, so dass beim 16:13 (40.) erstmals ein kleines Polster auf die Gäste entstand.

Danach schlichen sich jedoch wieder einfache Abspielfehler ein, die die SCU-Damen mit drei Gegenstoßtreffern in Folge bestraften. Beim 19:19 (53.) war schließlich der Vorsprung aufgebraucht. Eine Unterzahlsituation nach einer Zeitstrafe gegen Sander wegen Meckerns überstanden seine Schützlinge dann aber unbeschadet. Anita Tratz gelang sogar der neuerliche Führungstreffer.

Als Pruy kurz danach mit einem Doppelpack wieder die Drei-Tore Führung klar machte, war die Partie gelaufen. Auf die TSV-Damen wartet nun am morgigen Sonntag um 13.30 Uhr in der Jahnhalle beim Heimspiel gegen den Tabellenführer HSG Würm-Mitte 2 erneut eine harte Nuss. Die Weilheimer Männer müssen im Anschluss um 15.30 Uhr zuhause gegen den SC Kempten-Kottern ran, der die eng gedrängte Spitzengruppe anführt.

Von Roland Halmel

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