Weilheimer holen Auswärtssieg in Leitershofen – Murnau verliert in Liga und triumphiert im Pokal

Andreas Brem ragt heraus

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Jeder Wurf ein Treffer: Andreas Brem erwischte beim Gastspiel der Weilheimer in Schwaben einen Sahnetag.

Weilheim - Zwei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt verbuchten die Basketballer des TSV Weilheim bei der BG Leitershofen/Stadtbergen 2. Beim Tabellensiebten setzten sich die Kreisstädter mit 99:86 (55:46) durch.

„Jetzt brauchen wir noch einen Sieg aus drei Spielen, um Platz acht abzusichern, der sicher zum Ligaverbleib reicht“, erklärte TSV-Coach Benedikt Schiebilski mit Blick auf das Restprogramm und die Ergebnisse der hinter ihnen liegenden Konkurrenz, die im Gegensatz zu den Weilheimern nicht punkteten. „Das war eine starke Mannschaftsleistung, wobei Andreas Brem überragend war“, urteilte Schiebilski nach dem Auftritt bei der BG-Reserve. Bei Brem lief es wirklich wie am Schnürchen. Unter anderem sechs Dreier bescherten ihm am Ende 33 Punkte. Wobei der Trainer nicht komplett zufrieden war. „Unsere Abwehr war nicht ganz so stark, dafür war die Offensive sehr zielstrebig“, bekannte Schiebilski. Letztere war bereits im ersten Viertel mehr als deutlich zu erkennen. Die Weilheimer brannten im Angriff in den ersten zehn Minuten ein wahres Feuerwerk ab. Die Hausherren standen ihnen aber nur wenig nach. „Defense fand auf beiden Seiten nicht statt“, kommentierte Schiebilski die 37:31-Führung seiner Mannen nach dem ersten Durchgang. Den Vorsprung bauten die Gäste bis zum Seitenwechsel weiter aus, weil Raphael Sedlmayr unter dem Korb kaum zu bremsen war und auch die Visiereinstellung aus der Distanz passte. Nach der Pause verteidigten die Weilheimer nicht zuletzt aufgrund einer ordentlichen Freiwurfquote (67 Prozent) den Vorsprung, der sich meist um neun Punkte herum einpendelte. Erst im Schlussviertel stemmten sich die Schwaben dank ihres Topscorers Quentin Tucker (26 Punkte) noch einmal vehement gegen die drohende Niederlage. Sie kämpften sich auf drei Zählern heran. Die Weilheimer bewahrten aber die Ruhe. Mit einem 8:0 Lauf sorgten sie wieder für klare Verhältnisse und eine relativ entspannte Schlussphase, in der sie sich den wichtigen Auswärtserfolg nicht mehr nehmen ließen. Am heutigen Samstag sind die TSV-Herren dann klarer Außenseiter, wenn Spitzenreiter FC Bayern München 3 in die Jahnhalle kommt.

Murnau

Im Hinspiel gelang dem ESV Staffelsee gegen den TV Traunstein noch ein klarer Erfolg. Im zweiten Duell beim TVT zog die Truppe von Trainer Goran Culum dagegen mit 67:82 (36:36) den Kürzeren. Vor allem weil die ESV-Deckung einen Spieler der Hausherren nicht in den Griff bekam. Markus Haindl markierte 34 Punkte und war damit Matchwinner der Traunsteiner, die sogar ohne ihren angeschlagenen Topscorer Stefan Gruber antraten. „Wenn Gruber gespielt hätte, hätten wir besser gespielt“, bekannte Teamsprecher Stephan Adelberger, nachdem der ESV in der zweiten Hälfte die nötige Ernsthaftigkeit vermissen ließ. Die Faschingszeit, die in Murnau auch mit einer Trainingspause verbunden ist, tat ein Übriges, dass die Gäste unter ihren Möglichkeiten blieben.

Dabei lief es für die ESV-Herren zu Beginn noch rund. Nach zehn Minuten lagen sie deutlich mit 22:13 in Front. Im zweiten Durchgang kam der Angriffsmotor dagegen ins Stottern und auch die Abwehrleistung ließ nach. Die Hausherren schafften so bis zum Seitenwechsel den Ausgleich. Im dritten Viertel spielten sich die Gastgeber zunehmend in einen Rausch. Bei den Murnauern klappte dagegen nicht mehr viel. Die Folge war ein 52:66-Rückstand (30.), dem die Gäste im letzten Durchgang vergeblich hinterherliefen. Besser lief es für die ESV-Korbjäger einen Tag später im Bayernpokal. Beim Bezirksoberligisten VSC Donauwörth gelang der Culum-Truppe ein 74:67 (37:34) Sieg. Beste Werfer bei den Gästen waren dabei Daniel Angerer und Sebastian Rapp, die jeweils 18 Punkte verbuchten. Damit stehen die Murnauer erstmals in der Endrunde der vier besten bayerischen Amateurteams. Dieses Final-Four Turnier könnte sich der ESV auch gut in der heimischen Gymnasium-Halle vorstellen. Die Entscheidung darüber ist noch nicht gefallen, da noch nicht alle Teilnehmer feststehen. Sicher ist, dass auf die Murnauer am heutigen Samstag um 19.30 Uhr erst einmal ein Liga-Heimspiel gegen das Schlusslicht, den TSV Grünwald, wartet.

Von Roland Halmel

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