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Weilheimer Basketballer können trotz Saisonabbruch jubeln

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Tilman Legl war mit einem Schnitt von 23,7 Punkten pro Spiel der beste Scorer der zweiten Weilheimer Herren. © Archivfoto: Halmel

Weilheim – Sowohl die erste wie auch die zweite Herrenmannschaft der Weilheimer Basketballer musste in der abgebrochenen letzten Saison um den Klassenerhalt zittern. Beide Teams kamen aber letztlich um den Abstieg herum.

Bei der ersten Garnitur stand dies schon recht schnell nach dem vorzeitigen Saisonschluss fest. Die TSV-Reserve, die als Vorletzte der Bezirksliga den Weg zurück in die Bezirksklasse hätte antreten müssen, bekam erst Anfang Juni den erlösenden Anruf vom Verband. Dem direkten Konkurrenten TuS Geretsried wurde nämlich ein Sieg am grünen Tisch aberkannt. Damit rutschten sie in der Tabelle hinter die Weilheimer Zweite. „Das war der schnellste Wiederaufstieg in der Teamgeschichte“, war Martin Fernholz, der Spielertrainer der TSV-Reserve, dann auch wieder zu Scherzen aufgelegt.

Davor war gute Laune bei der zweiten Korbjägertruppe, die in drei Spielzeiten aus der Kreisklasse in die Bezirksliga marschierten, eher die Ausnahme. „Wir hatten viele personelle Änderungen und mussten deshalb auch den Spielstil ändern“, berichtete Fernholz. Einige junge und schnelle Spieler wie Anselm Legl, Manu Hecht und Alex Heiß konnten berufsbedingt nur unregelmäßig spielen. Tilman Legl (letzte Saison 23,7 Punkte pro Spiel) und Tim Kranke (11,2) standen wegen ihrem Studium nicht mehr zur Verfügung. Matthias Modrok (20,1) rückte zudem in die erste Mannschaft auf.

Die Lücken füllten die Weilheimer mit einem Mix aus alten Bekannten (Flo Willkomm, Flo Wiedenmann, Christoph Jungwirth, Werner Hellebrandt) und neuen Perspektivspielern (Vitus Hirschberg, Moritz Steier, Laurenz Carl, Niklas Weinreich) auf. Lediglich Hansi Klein, Michi Erler und Fernholz blieben als Konstante aus der vorherigen Saison übrig. „Wir hatten jetzt plötzlich einige ‚Big Men‘ im Team, eine Schwäche, mit der wir die letzten Jahre gelernt hatten zu leben“, erklärte Fernholz, nachdem er mehrere großgewachsene Center im Aufgebot hatte. Der Saisonstart mit vier Siegen in fünf Partien verlief zunächst auch sehr vielversprechend. Vier Niederlagen in Folge vor der Weihnachtspause ließen die Euphorie jedoch verstummen.

Im neuen Jahr ereilte die Kreisstädter dann auch noch das große Verletzungspech. Vier Spieler fielen über längere Zeit aus. Zudem musste Wiedenmann berufsbedingt aufhören. Mit ein paar weiteren Rückkehrern und talentierten Jugendspieler wie Arian Culum schafften es die Weilheimer Basketballer die Personallage zu entspannen. „Allerdings fehlte es uns an Beständigkeit, wodurch wir einige enge Spiele, die wir in den letzten Jahren noch gewannen, verloren“, bekannte Fernholz. Der Heimsieg gegen München Ost 2 in der letzten Partie vor dem Abbruch, reichte so nicht aus, um den vorletzten Platz zu verlassen.

Zwei Monate stand die TSV-Reserve danach als Absteiger fest, ehe die Verbandsmitteilung für den unerwarteten Klassenerhalt sorgte. „Da war ein ordentliches Quäntchen Glück dabei, aber das ist ein wichtiger Schritt für die Abteilung, da wir so den nachrückenden Jugendspielern eine Bandbreite an Möglichkeiten im Seniorenbereich anbieten können“, freut sich Fernholz, der für die kommenden Saison aufgrund einiger Rückkehrer aus dem Lazarett und der Weiterentwicklung der Jugendspieler sehr zuversichtlich ist. „Wir brennen alle darauf wieder in die Halle zu dürfen, mit der Saisonvorbereitung anzufangen und die nächste Saison anzugehen“, hofft Fernholz, dass die corona-bedingten Einschränkungen langsam weniger werden und die Korbjagd in gewohnter Weise losgehen kann.

Von Roland Halmel

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