Teuer verkauft

Basketball: Weilheimer unterliegen mit 93:113

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Andy Brem sammelte in Unterhaching wie sein Teamkollege Andy Thumser 23 Punkte

Weilheim – Sechs Mann gegen zwölf. Das ist im Basketball nichts ungewöhnliches.

Die kleinere Mannschaft hat in der Regel aber die schlechteren Karten das Spiel zu gewinnen. Das zeigte sich auch beim Gastspiel der Weilheimer Basketballer beim TSV Unterhaching. Beim Spitzenreiter musste Coach Benedikt Schiebilski kurzfristig ohne die verletzten Johnny Millwood, Alex Brem und Henner Thies sowie den erkrankten Raphael Sedlmayr auskommen. Damit stand ihm nur ein halbes Dutzend gesunder Spieler zur Verfügung, die sich bei der 93:113 (52:59) Niederlage aber teuer verkauften. „Meine Jungs haben eine sehr disziplinierte Vorstellung gezeigt und trotz der dünnen Spielerdecke immer Vollgas gegeben“, meinte Schiebilski zum Familientreffen mit Schwager Frank Kropp, dem Hachinger Coach, und Neffen Niklas Kropp, der bei den Hausherren mit 34 Punkten der Topscorer war.

Bis zum 13:13 (5.) schaffte es zunächst kein Team sich einen Vorsprung zu erspielen. Auf den anschließenden Fünf-Punkte Rückstand antworteten die Weilheimer mit einem eindrucksvollen 17:3 Lauf, der ihnen eine deutliche Führung einbrachte, die sie aber nicht ganz bis zum Viertelende konservieren konnten. Bis zur Halbzeit gestalteten die Gäste, bei denen Andy Brem und Andy Thumser mit zahlreichen Dreiern und jeweils 23 Punkten herausragten, die Partie weiter offen. Allerdings zog der gastgebende Aufsteiger wieder vorbei. Im dritten Durchgang machte sich langsam die dünne Spielerdecke bei den Gästen bemerkbar. Die Hachinger konnten dagegen mit zwölf Mann aus dem Vollen schöpfen. Dadurch hielten die Hausherren das Tempo weiterhin hoch, was sich dann auch im Resultat bemerkbar machte. Nach 30 Minuten lagen die Weilheimer mit 72:93 hinten. Im Schlussdurchgang mobilisierten die Kreisstädter die letzten Kräfte und gestalteten das Spiel ausgeglichen. Den Sieg konnten sie den Hausherren aber nicht mehr streitig machen. Am Samstag um 19 Uhr treffen die beiden Konkurrenten erneut aufeinander. In der Jahnhalle geht es dann um den Einzug in die dritte Pokalrunde.

Von Roland Halmel

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