Aufholjagd nicht belohnt

Basketball: Weilheimer verlieren Krimi gegen München Basket

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Auch in der Abwehr stand Andy Thumser seinen Mann.

Weilheim – Nur haarscharf schrammten die Weilheimer Basketballer am zweiten Saisonsieg in der zweiten Regionalliga vorbei.

Nach einer unglaublichen Aufholjagd und einer dramatischen Schlussphase mussten sich die Mannen von Trainer Darryl Millwod den Müncher Baskets mit 66:69 (38:41) geschlagen geben. „Die Mannschaft spielte sehr gut, aber leider fehlte es heute ein bisschen am Glück“, urteilte Millwood nach dem Krimi ohne Happy-End. Dem insgesamt ausgeglichenen Spiel drückte am Anfang Alex Thumser seinen Stempel auf. Fast im Alleingang sorgte er für eine 10:2 Führung (5.) der Hausherren. Im Anschluss reduzierten die Münchner ihre anfänglich hohe Fehlerquote, so dass sie bis zum Viertelende wieder heranrückten.

Im zweiten Durchgang, in dem die Führung mehrfach wechselte, konnte sich kein Team signifikant absetzen. Kurz vor der Pause zogen die Baskets vor allem durch erfolgreiche Dreier an den Hausherren vorbei. Im dritten Viertel setzte sich der offene Schlagabtausch fort, bei dem die Abwehrreihen verstärkt den Ton angaben. Dadurch sank auf beiden Seiten die Trefferquote. Die erhöhte sich erst wieder im Schlussviertel, allerdings nur bei den Münchnern. Angetrieben vom überragenden Sebastian Ebertz, der acht Punkte zu einem 10:0 Lauf der Baskets beisteuerte, setzten sich die Gäste immer mehr ab. Bei den Weilheimern war der Korb dagegen wie vernagelt. Fünfeinhalb Minuten blieben sie ohne Punkt, was ihnen einen 49:63-Rückstand (35.) bescherte. Alex Thumser brach schließlich mit einem Dreier den Bann, woraufhin sein Bruder Andy gleich vier weitere innerhalb von zwei Minuten folgen ließ. Alex Brem sorgte im Anschluss mit zwei versenkten Freiwürfen beim 66:65 sogar noch für die Führung. Beim letzten Angriff trafen aber auch die Münchner drei Sekunden vor dem Ende. Der Ebertz Freiwurf-Doppelpack mit der Sirene hatte somit nur noch statistischen Wert. „Wir sind in der Liga angekommen, heute gewann aber das routiniertere Team“, bilanzierte TSV-Teamsprecher Flo Willkomm hinterher.

Am heutigen Samstag um 19 Uhr wartet auf die Weilheimer erneut eine schwere Aufgabe wenn sie zum Tabellenzweiten nach Wolnzach reisen.

Murnau

Die zweite Niederlage in Folge kassierten die Basketballer des ESV Staffelsee beim Heimspiel gegen den TSV Unterhaching. Die Truppe von Trainer Goran Culum unterlag dem Tabellennachbarn mit 70:79 (24:30). „Das zweite Viertel hat uns das Spiel gekostet“, gestand ESV-Sprecher Lukas Langermantel nachdem die Gastgeber in dem Durchgang nur auf magere drei Punkte kamen und damit die wohl schlechteste Viertelausbeute seit dem Bayernligaaufstieg einfuhren. Darüber hinaus haderten die Murnauer mit den Schiedsrichtern, aber auch mit dem besten Unterhachinger Spieler. Niklas Kropp, der Sohn des ehemaligen ESVlers Frank Kropp, schoss die Eisenbahner mit 42 Punkten fast im Alleingang ab.

Zunächst sah es für die Hausherren aber gut aus. Die Murnauer starteten hoch motiviert, was ihnen nach zehn Minuten eine 21:10 Führung bescherte. Im zweiten Durchgang bissen sich die Hausherren an der aggressiven Deckung des TSV dann aber immer mehr die Zähne aus. Die Gäste dagegen trafen fast nach Belieben, so dass sie bis zum Seitenwechsel vorbeizogen. Nach der Halbzeit sahen die Zuschauer ein ausgeglichenes Spiel. Unterhaching nutzte allerdings die Abschlussschwächen der Murnauer, um sich einen komfortablen 20-Punkte Vorsprung heraus zu spielen. Im letzten Viertel kämpften sich die Hausherren dann wieder heran.

Danach wurde die Partie hektischer und hitziger. Nach einigen technischen und unsportlichen Fouls auf beiden Seiten kassierte auch Culum einen Platzverweis. Dennoch schaffte der ESV beim 70:72 (38.) den Anschluss. Die Gäste, allen voran Kropp, behielten dann aber bei Freiwürfen die Nerven, so dass Unterhaching letztlich als Sieger vom Platz ging. Am heutigen Samstagabend um 19 Uhr gastieren die Murnauer beim Dritten, dem HSB Landsberg. 

Von Roland Halmel

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