TSV-Herren machen gegen Gilching ihr Meisterstück

Nervenaufreibende Titeljagd

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Nach dem Sieg gegen Gilching gab es für die Weilheimer Herren den Meisterwimpel und einen Schluck aus dem extra großen Bierglas.

Weilheim – Gut drei Stunden nach dem FC Bayern durften auch die Weilheimer Handball-Herren jubeln.

Nachdem sie im letzten Jahr den Titel noch hauchdünn verpassten, machten sie in dieser Saison die Meisterschaft in der Bezirksoberliga durch einen am Ende souveränen 39:29 (19:17) Heimsieg gegen den TSV Gilching bereits am vorletzten Spieltag klar und können nun ohne Druck ins letzte Spiel starten. 

 „Gott sei dank gibt es jetzt kein Endspiel in Dietmannsried“, zeigte sich der Coach nach der zum Teil nervenaufreibenden Partie gegen den Tabellensechsten erleichtert. Sein Team präsentierte sich vor der imposanten Kulisse von rund 400 Besuchern, die sie lautstark nach vorne peitschten, überaus nervös. So ließen sie beispielsweise sechs Siebenmeter aus und auch Torhüter Christoph Feistl hielt nicht so sicher wie sonst. 

Nerven wie Drahtseile schien nur Markus Steiner zu haben, der vom Kreis und bei Gegenstößen zu insgesamt neun Treffern kam. In einer überaus temporeichen Partie hielten die Gilchinger lange Zeit aber gut mit. Bis zum 8:8 (15.) war das Spiel völlig ausgeglichen. Eine starke Phase der Hausherren bescherte ihnen dann erstmals eine Fünf-Tore-Führung. Nachlässigkeiten bei Angriff und in Abwehr ließen die Gilchinger bis zum Wechsel aber wieder auf zwei Treffer herankommen. In der zweiten Hälfte bekamen die Weilheimer den gefährlichen Rückraum der Gäste langsam besser in den Griff. Beim 29:22 (46.) war schließlich die Vorentscheidung gefallen.

Nach der Sirene gab es dann kein Halten mehr. Mit einem Jubelkreisel, „Humbatärä“ mit den Fans, Laola-Welle und Sektdusche feierten die Weilheimer ausgelassen den Titelgewinn. 

Mitfeiern durften auch die TSV-Damen. Selbst gab es für sie beim Heimspiel gegen die HG Ingolstadt nach der 25:28 (11:15) Niederlage jedoch nichts zu jubeln. „Es gibt Tage, da klappt einfach nichts“, grummelte Betreuerin Kerstin Fürschke. Neben Personalsorgen, gegen die in Bestbesetzung angereisten HG-Damen mussten die Weilheimerinnen auf Stammkräfte verzichten, war es vor allem die schlechte Chancenverwertung, die den TSV-Frauen das Genick brach. Bis zum 4:4 (10.) gestalteten sie die Partie ausgeglichen. In der Folge vergaben sie aber zu oft frei vor dem Tor und auch sechs Strafwürfe fanden nicht den Weg in den Kasten. Dadurch gerieten sie mit bis zu sechs Toren ins Hintertreffen. Beim 19:25 (50.) war die Partie gelaufen. 

In der Schlussphase gelang den Weilheimerinnen, die in Maria Schilmeier ihre beste Torschützin hatten, lediglich noch eine Ergebniskosmetik. Am Sonntag, 14. April, sind die TSV-Damen nun beim Derby in Oberhausen gefordert. Die Herren können dagegen bereits am Samstag, 13. April, (19.30 Uhr) entspannt in die letzte Partie beim Zweiten Dietmannsried gehen. In der Jahnhalle stehen am Samstag und Sonntag ab 11 Uhr jeweils Qualiturniere den Weilheimer Nachwuchsteams auf dem Programm.

Von Roland Halmel

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