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Bei Weilheims Fechtern stehen Ausdauer und Beinarbeit auf dem Programm

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Zum Abschluss seines Freiluftrainings absolvierte der Fechtnachwuchs auch Übungen mit dem Degen. © Halmel

Weilheim – Not macht bekanntlich erfinderisch. Das gilt auch für die Weilheimer Fechter. Sie verlegten in der Corona-Krise ihr Training wegen der gesperrten Hallen einfach ins Freie.

Seit einigen Wochen üben die Fechtsportler um Abteilungsleiter Wolfgang Reuthner im TSV-Sportzentrum an der Pollinger Straße auf der Fläche neben den Weitsprunggruben. „Das klappt sehr gut“, berichtet Reuthner, der in Kleingruppen das Training leitet. Auf dem Programm stehen dabei vor allem Kraft und Ausdauer, Beinarbeit sowie Techniktraining mit und ohne Waffe.

„Freies Fechten ist derzeit noch nicht zugelassen“, sagt Reuthner, dessen Abteilung aktuell 40 aktive Mitglieder hat, darunter rund zehn Anfänger, die gerade ihre Fechtprüfung gemacht haben. „Mit den Anfängern trainieren wir noch nicht, vielleicht dann, wenn es die nächsten Lockerungen gibt“, erklärt Reuthner, in dessen Abteilung sich im vergangenen Jahr einiges getan hat.

„Wir haben die letzten Jahre nur Leistungssport-orientiert Säbel gefochten. Jetzt haben wir die Ausbildung komplett auf die Waffe Degen umgestellt“, erklärt Reuthner. Diese Umstellung wirkte sich auch prompt auf die Mitgliederzahl aus, die sich innerhalb eines Jahres fast verdoppelt hat. „Da Degen auch ideal für Breitensport und Erwachsene ist“, sagt der Fechter-Chef, der mit seinen Schützlingen bis auf Weiteres keinerlei Wettkämpfe bestreiten kann.

„Unser nächstes Ziel ist die Saisonvorbereitung in der letzten Sommerferienwoche in Passau mit anschließendem Start in die neue Saison und den Turnieren ab September“, informiert Reuthner. Wobei alles noch mit Fragezeichen versehen ist und von der weiteren Entwicklung der Corona-Krise abhängt. „Die große Gefahr dabei ist, dass möglicherweise die ganzen Anfänger wegfallen könnten, wenn sich die Situation wieder verschärft und die Pause länger dauert oder weiter nur limitiertes Training stattfinden kann“, befürchtet Reuthner.

Ansonsten sieht er die im Neuaufbau befindliche Abteilung auf gutem Weg. „Wir haben eine Planung, die über zwei bis drei Jahre geht. Damit stehen wir nicht unter Druck, da wir keine Kaderfechter haben. Wichtig ist, dass unser Nachwuchs beim Eisen bleibt“, so Reuthner.

Von Roland Halmel

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