Sieg gegen Peißenberg

Erst Derby, dann Schluss für Weilheims Handballerinnen

+
Nur schwer ein Durchkommen fanden die Peißenberger Angreiferinnen, wie hier Julia Brauer, gegen die Weilheimer Abwehr.

Landkreis – Erst Eishockey, dann Basketball und jetzt auch Handball. Der Bayerische Handballverband stellte aufgrund der Einstufung des Coronavirus als Pandemie mit Wirkung vom Donnerstag den Spielbetrieb im Kinder- und Jugendbereich für die komplette Saison 2019/2020 ein. Der Erwachsenenspielbetrieb auf Bezirks- bis Landesebene ruht bis auf Weiteres. Spätestens zum 19. April wird über eine mögliche Wiedereinsetzung des Spielbetriebs der aktiven Mannschaften sowie der Saisonwertungen in den jeweiligen Ligen entschieden und veröffentlicht. Das Derby zwischen den Weilheimer und Peißenberger Damen am vergangenen Mittwoch war damit die letzte Handball-Partie im ganzen Bezirk für lange Zeit.

Rund 100 Fans verfolgten den Nachbarschaftsvergleich, den die Weilheimerinnen mit einem 28:23 (15:8) für sich entschieden. Unabhängig vom möglichen vorzeitigen Saisonende ist den Weilheimer Damen damit der Klassenerhalt praktisch sicher. Für die Gäste aus der Marktgemeinde schaut es dagegen düster aus. Bei fünf Punkten Rückstand auf das rettende Ufer und nur noch vier ausstehenden Partien dürfte der Abstieg kaum noch zu vermeiden sein.

„Der Sieg war wichtig und verdient“, urteilte Weilheims Coach Michael Sander hernach erleichtert. „Mit nur drei Leuten im Rückraum war nicht mehr drin“, machte Christian Führer, der Peißenberger Trainer, die bessere Besetzung der Gastgeberinnen als mitentscheidend aus. Nicht zu vernachlässigen war auch die aus Gästesicht völlig verpatzte erste Hälfte. „Da hatten wir viel zu viele Fehlwürfe vor allem von Außen und unsere Torfrau hatte überhaupt keinen Zugriff auf den Ball“, konstatierte Führer.

Diese Fehler nutzten die Weilheimerinnen, die in den letzten Spielen große Probleme mit dem Abschluss hatten, gnadenlos aus. „Wir erzielten viele leichte Tore aus Gegenstößen“, erklärte Sander. Wobei sein Team überaus nervös in die Partie gestartet war. Dank vier Treffern von Julia Brauer – die beste Torschützin der Liga hatte zuletzt gegen Landsberg gefehlt – gestalteten die Peißenberger Damen die Anfangsphase ausgeglichen. Doch nach dem 6:6 (12.) legten die Weilheimer Frauen ihre Verunsicherung langsam ab. Mit Treffern von sieben verschiedenen Torschützinnen zogen die Gastgeberinnen bis zur Pause auf 15:8 davon, weil den Peißenbergerinnen offensiv fast nichts mehr gelang.

Aus der Kabine kam die Sander-Truppe aber überaus fahrig. Angetrieben von Steffi Führmann starteten die Gäste eine Aufholjagd, die sie beim 19:14 (48.) auch wieder halbwegs in Schlagdistanz brachte. Danach wurde die Chancenverwertung der Peißenbergerinnen aber erneut schlechter, woran auch Marlene Zwiekopf im Weilheimer Kasten großen Anteil hatte. „Marlene hielt stark“, lobte Sander seine Torfrau.

Seine Schützlinge fingen sich danach. Mit Gegenstoßtreffern setzten sie sich wieder ab. Beim 22:14 (50.) war die Vorentscheidung gefallen. In der Schlussphase war den Gästen der Kräfteverschleiß anzumerken. Die Weilheimerinnen hatten so keine große Mühe, einen letztlich ungefährdeten Heimsieg ins Ziel zu bringen.

hal

Auch interessant

Meistgelesen

Sechs Abgänge beim EC Peiting
Sechs Abgänge beim EC Peiting
Neue Bayernligagegner für die EA Schongau
Neue Bayernligagegner für die EA Schongau

Kommentare