Neues Hindernis für Peitinger Sportplätze

Peitings Fußballer müssen weiter warten

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Die Vorstandschaft der FA Peiting zusammen mit den geehrten Sportlern.

Peiting – In den Hintergrund getreten sind die Wahlen und Berichte bei der Hauptversammlung der Fußballer des TSV Peiting. Thema waren die neuen Sportplätze in der ehemaligen Kiesgrube und da gab es von Bürgermeister Michael Asam keine gute Kunde: Nachdem das Projekt bereits durch Hindernisse wie Altlasten ausgebremst wurde, geht das Warten weiter. Kostensteigerungen und Probleme mit der Umsatzsteuer führen zu neuerlichen Verzögerungen. Finanziell hat die Abteilung im vergangenen Jahr solide gewirtschaftet. Auf den neu zu besetzenden Vorstandsposten bleibt alles beim Alten.

Bei der Ausschreibung der einzelnen Gewerke sprengten vor allem die Kosten für die Erd­arbeiten den geplanten Rahmen. Nicht zuletzt dadurch wurde die vom Gemeinderat bei 1,2 Millionen Euro gedeckelte Gesamtsumme um über 200 000 Euro überschritten. Nachverhandlungen durch FA-Vize Hubert Strobel brachten den ursprünglichen Kostenansatz annähernd wieder ins Lot, allerdings ohne die Umsatzsteuer. Und diese 230 000 Euro machen die Sache kompliziert.

Durch die wirtschaftliche Nutzung der Plätze, sprich die Vermietung, kann die Steuer vom Finanzamt zurückgefordert werden. Eine Vermietung war für die FA aber eigentlich nie ein Thema, so dass eine Rückforderung flach fällt und sich das Projekt auf fast 1,5 Millionen Euro verteuert.

Neuerliche Beratungen

Daraufhin wurde entschieden, im Gemeinderat neu zu beraten und eventuell auch die Bauträgerschaft zu ändern, die bisher beim TSV lag. Dann müsste allerdings komplett neu und zudem europaweit ausgeschrieben werden, was erneut Zeitverzögerungen mit sich brächte. „Frühjahr 2019 werden die Plätze fertig“, versprach Asam dennoch den Fußballern, die mit langen Gesichtern seinen Ausführungen lauschten. „Das mit der Diskussion um die Umsatzsteuer verwundert mich schon,“ erklärte der enttäuschte FA-Chef Uwe Enzmann, der sich bei seinem Stellvertreter Hubert Strobel für dessen Einsatz bedankte.

„Der Hubbi hat sich förmlich dafür aufgearbeitet“, meinte Enzmann. Er zeigte sich kämpferisch: „Ich gebe nicht, auf bis der Platz steht“. Wesentlich bessere Laune hatte zuvor noch bei den Berichten der Mannschaften geherrscht. Vor allem ein Video der erfolgreichen F-Jugend kam gut an. Nachdenkliche Worte gab es von Enzmann in Bezug auf das Ehrenamt: „Es wird immer schwerer, engagierte Leute zu finden.“

Kleines finanzielles Plus

Zufrieden zeigte sich Max Schmid, Kassier der 484 Mitglieder zählenden Abteilung, bei seinem Bericht, der ein Plus von 1 000 Euro aufwies.

Nach den Ehrungen für Vereinstreue – Georg Bauer gehört der FA seit 60 Jahren an – sowie für 500 (Christoph Schleich) und 300 Spiele (Sebastian Krötz, Stefan Fröhlich), gingen die Wahlen der halben Vorstandschaft schnell und reibungslos vonstatten. Für die acht vakanten Posten wurde von den 45 Anwesenden die bisherigen Amts­inhaber einstimmig bestätigt.

Zur Leitung gehören damit unverändert Abteilungsvize Hubert Strobel, Kassier Max Schmid, Jugendleiter Uli Schmid, Seniorenleiter Matthias Anderl, Schriftführerin Lisa Enzmann, Schiedsrichter-Obmann Tobias Barth und Beisitzer Michael Rößle. Erneut gewählt wurde zudem Kassenrevisor Stephan Esterer. Noch bis 2018 im Amt sind neben Enzmann Kassenrevisorin Sabrina Huber, Technische Leiterin Damen Theda Smith-Eberle sowie Beisitzer Ludwig Schleich.

hal

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