Eishockey-Bayernliga

Wichtige Siege für EA Schongau und Peißenberg Miners

Eishockey Bayernliga Peißenberg Miesbach
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Einige Mühe mit den starken Miesbachern hatten die Peißenberger, hier Martin Lidl (links) und Niko Fissekis gegen Dusan Frosch, vor allem im letzten Durchgang.
  • Roland Halmel
    VonRoland Halmel
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  • Rasso Schorer
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Peißenberg/Schongau – Gegen den Favoriten gestrauchelt und gegen ein Team aus dem Tabellenkeller die Pflicht erfüllt: Nach der 1:4-Heimniederlage gegen Spitzenreiter Miesbach haben die Peißenberg Miners durch einen 5:2-Sieg in Geretsried ihren dritten Platz gefestigt. Die EA Schongau schlug die Erding Gladiators am Freitag mit 6:4.

Nur eine Partie bestritt die EAS am Wochenende, das Heimspiel am Freitag vor nur noch 68 Zuschauern war damit die einzige Gelegenheit, dem zuletzt negativen sportlichen Trend entgegen zu wirken. Doch es gelang.

In dem an Strafzeiten reichen Match glichen Mark Waldhausen (18.) und Daniel Krzizok (22.) das zwischenzeitliche Schongauer 2:0 durch Matthias Müller (13., 16.) zwar aus. Jason Lavallee (25.) legte aber wieder vor und nachdem Erdings Alexander Gantschnig wegen Stockstichs (32.) frühzeitig zum Duschen musste, nutzte Daniel Holzmann die Überzahl (33.) zum 4:2. Wassilij Guft-Sokolov (39.) und Philipp Michl (50.) verkürzten jeweils noch für die Gladiators, dank Treffern von Florian Höfler (44.) und Holzmann (60.) gaben die Mammuts, die am Freitag (19.30 Uhr) in Geretsried antreten, den Sieg aber nicht mehr her.

Nach Plan

„Die Jungs haben das gemacht, was wir uns vorgenommen hatten“, erklärte Christian Kratzmeir nach dem erfolgreichen Auftritt bei den Geretsriedern, die nur zwölf Feldspieler zur Verfügung hatten. „Wir wollten schnell und aggressiv spielen, aber auch geduldig bleiben“, schilderte Peißenbergs Trainer. Sein Team musste zunächst aber einen Rückschlag in Form von Dominic Fuchs‘ (4.) Tor wegstecken. Die Antwort der Miners durch den Ausgleich von Niko Fissekis (10.) folgte jedoch schnell. Weitere Tore gelangen den spielbestimmenden Gästen bis zum ersten Wechsel aber nicht.

Im ausgeglichenen Mittelabschnitt besorgte Dominic Krabbat (30.) die Führung. Doch erst im Schlussdrittel zahlte sich die Geduld der Peißenberger dann deutlicher aus. Tomas Rousek (47.) in Überzahl und Simon Sendl (53.) gelang ein Doppelschlag, mit dem die Gäste auf 4:1 davon zogen. Dennoch gaben sich die Geretsrieder nicht auf. Jonathan Kornreder, der seinen zweiten Saisoneinsatz im TSV-Tor bekam, hielt aber, was auf seinen Kasten kam. Erst kurz vor Schluss musste er sich in doppelter Unterzahl durch Daniel Bursch (60.) geschlagen geben. Nur 21 Sekunden später stellte Fissekis mit seinem Treffer ins leere Tor aber wieder den alten Abstand und das Endresultat her.

Bei der Niederlage gegen Miesbach hielt sich Kratzmeirs Kritik in Grenzen. „Mit einer Niederlage bin ich nie zufrieden. Aber die habe ich kommen sehen. Die Jungs sind am Limit und konnten nicht mehr so eine Leistung wie gegen Klostersee abrufen.“ Körperlich und mental sei sein Team schlicht nicht in der Lage gewesen, TEV Paroli zu bieten.

Zwar war die Partie zwei Drittel lang offen. Das lag aber weniger an den Miners selbst als vielmehr an den Gästen. Denn die Miesbacher taten lange nur das Nötigste. Die überraschend große Kulisse, trotz der verschärften 2G-Plus Zutrittsregel verfolgten 270 Fans das Spitzenspiel, bekam lange Zeit nur Schmalkost geboten. Viele Fehlpässe auf beiden Seiten ließ Angriffe bereits vorzeitig ins Stocken kommen.

Die Miesbacher, die in Überzahl durch Max Bergmann (4.) früh in Führung gingen, verwalteten das 1:0 bis weit in den zweiten Durchgang, weil die Peißenberger enorme Probleme hatten, Druck aufzubauen. Auch in doppelter Überzahl im ersten Durchgang kam von den Miners nur wenig. Nach einer guten Chance für Martin Andrä und einem Pfostentreffer der Gäste kassierten Alex Thyroff vom TEV eine 2+2-Strafe. Diese verwertete Max Malzatzki (32.) zum Ausgleich.

In der Folge hatten die Miesbacher, wie schon davor, mehr Spielanteile. Auswirkungen brachte das aber erst im Schlussdrittel. Durch Benedikt Pölt (46.) und Felix Feuerreiter (50.) zogen die Gäste auf 1:3 davon. Den Peißenbergern fehlte im Anschluss die Kraft. Christoph Fischhaber (58.) sorgte mit dem 1:4 für die Entscheidung. Am Freitag sind die Miners beim Sechsten, dem ERSC Amberg, gefordert.

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