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Richtungsweisende Tage für die EA Schongau

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Ein Bild vergangener Tage: Die Mammuts müssen künftig ohne Niklas Marschall auskommen. Wer ihn als Nummer Eins beerbt, ist noch offen. © Halmel

Schongau – Wenn mitten in der Saison der Stammgoalie aufhört, hat man ein Problem. Die EA Schongau muss derzeit mit dieser Situation zurechtkommen, Niklas Marschall gab überraschend seinen Abschied aus persönlichen Gründen bekannt. Die Ausgangslage vor dem morgigen Gastspiel beim EC Pfaffenhofen (17.30 Uhr) ist deshalb alles andere als optimal. Trotzdem: Schon am Freitag voriger Woche bewiesen die Mammuts beim Heim­erfolg gegen Passau, dass sie auch ohne Marschall gewinnen können.

Bei nur noch acht Spielen in der Hauptrunde ist klar, dass die Schongauer, die aktuell Platz 10 belegen, beim Tabellennachbarn gewinnen müssen. Denn erst Rang 8 berechtigt zum begehrten Sprung in die Aufstiegsrunde. Im Hinspiel gegen Pfaffenhofen, das vor dem Wochenende die statistisch harmloseste Offensive der Liga stellte, hatte die Mannschaft von Coach Roman Mucha noch die Oberhand behalten, wenn auch knapp. Der damalige Vergleich endete 3:2.

Das Torwart-Gespann komplettiert neben Christoph Lohr, der am vergangenen Wochenende zwischen den Pfosten stand, bis auf Weiteres Bastian Hohen­ester aus der Bezirksliga-Reserve. „Er hat sich bereit erklärt, im Dezember einzuspringen“, sagt Teammanager Martin Resch, der dadurch etwas weniger Druck bei der kniffligen Suche nach einem Nachfolger für Marschall verspürt.

Dass der Schlussmann die Mammuts verlassen könnte, habe schon eine Weile im Raum gestanden. „Wir kannten seine Situation schon länger“, so Resch. „Der Zeitpunkt kam aber trotzdem überraschend.“ Zur Saison 2012/13 war der heute 28-jährige Marschall vom EC Peiting zur EAS gewechselt. Dort entwickelte er sich zwischenzeitlich zur sportlichen Lebensversicherung, 2016 gelang der Aufstieg in die Bayernliga.

Geduldsspiel Nachfolgersuche

Wer das Erbe des jahrelangen Rückhalts antritt, ist noch unklar. „Wir nehmen uns Zeit“, erklärt der Teammanager. Immerhin müsse die neue Lösung gut passen, hat der Torwart im Eishockey doch eine ganz besondere Schlüsselposition inne. Erst einmal suche er im Umkreis von 50 bis 80 Kilometern, auch dem Budget zuliebe. Doch Resch weiß: „Während der laufenden Saison ist die Torwartsuche schwierig.“ Gegebenenfalls müsse der Radius erweitert werden. 

hal/ras

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