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Winterbilanz bei Pollinger Fußballern

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Von: Roland Halmel

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Pollinger Fußballer
SVP-Kapitän Sebastian Gößl (links) war mit sechs Toren zusammen mit Max Baumgartner der beste Pollinger Torschütze in den 14 Spielen der Kreisliga 1. © Halmel

Polling – Nach der langen Zitterpartie in der vergangenen Saison, in der der SV Polling als Zwölfter nur haarscharf am Abstieg vorbeischrammte, hieß die Zielsetzung der Truppe aus dem Klosterdorf nun ein Platz im Mittelfeld mit viel Luft auf die Gefahrenzone. Ersteres erreichte die Truppe von Trainer Robert Färber als Neunter.

Wobei der Abstand auf die Abstiegsränge mit nur einem Punkt sehr gering ist. „Es war recht durchwachsen, aber unterm Strich bin ich nicht unzufrieden“, bilanziert Färber zur Winterpause. „Es wäre mehr drin gewesen, aber letztlich stehen wir da, wo wir hingehören.“ Die Tabelle bildet laut SVP-Coach die Leistung seiner Elf in den 14 Spielen mit fünf Siegen, zwei Unentschieden und sieben Niederlagen durchaus ab. „Es waren Höhen und Tiefen dabei.“ Färber blickt auf gute und schlechte Auftritte seiner Mannschaft zurück. Zu den unerfreulichen zählten das 1:7 beim TuS Holzkirchen 2 und die 1:2-Heimpleite zum Saisonstart gegen den TSV Peißenberg. „Im Derby waren wir zu verkrampft, das war gleich ein Dämpfer, und bei der TuS Reserve waren wir stark ersatzgeschwächt, da spielten einige mit Verletzungen und Krankheit, die eigentlich gar nicht hätten auflaufen dürfen“, urteilt Färber.

Nicht nur in Holzkirchen auch in anderen Partien musste Färber angesichts ständiger Ausfälle improvisieren und umstellen. „Ich hatte nicht einmal zwei Spiele in Folge die gleiche Startelf“, meinte Färber zu seinen ständigen Personalrochaden, die sich vor allem auf die Abwehr negativ auswirkten. „Wir konnten uns überhaupt nicht richtig einspielen und dann kamen auch noch die Verletzungen unserer Torleute dazu.“ Für den SVP-Coach war die relativ hohe Anzahl von 29 Gegentoren demnach nicht überraschend.

Nur ein einziges Mal, beim 1:0-Erfolg im Rückspiel in Peißenberg, spielten die Pollinger vor der Winterpause zu Null. Im Angriff gab es beim Kreisligisten auch viel Licht und Schatten. „Wir machten zu wenig aus unseren Möglichkeiten und waren einfach nicht effektiv genug“, ärgert sich Färber über die schlechte Chancenverwertung, die letztlich dazu führte, dass der SVP mit 22 Toren die viertschlechteste Offensive der Liga stellt.

In der spielfreien Zeit wird sich bei den Pollingern indessen personell wenig tun. Michael Schöttl hat wie angekündigt aufgehört. „Er wird uns als Typ schon fehlen, weil er immer da war und weil er als Spieler immer vorausgegangen ist“, meint Färber zum Verlust seines Routiniers, der die Fußballschuhe an den Nagel hängte. „Wir haben aber genügend Potenzial in der Mannschaft, um das zu kompensieren“, ist er von seiner Truppe, die ansonsten unverändert bleibt, überzeugt.

Nachdem einige Verletzte oder beruflich verhinderte Spieler wie Philip Seligmann oder die Schimpl-Brüder zurückkehren, steht Färber im neuen Jahr wieder ein größerer Kader zur Verfügung. Eventuell bekommt er auch noch Unterstützung an der Seitenlinie. „Wir sind in Gesprächen mit einem Kandidaten als Co-Trainer“, verrät Färber.

Sicher ist indes, dass der SVP im Februar mit der Vorbereitung beginnt. Ein Trainingslager im Süden wie vor zwei Jahren findet allerdings nicht statt. „Weil wir damals wegen Corona auf die Nase gefallen sind“, erinnert Färber an die kurzfristige Absage. Stattdessen wird zuhause trainiert. „Die Spiele beginnen erst Ende März, da kann man sich auch in unseren Gefilden sechs Wochen ordentlich vorbereiten.“ Färber sieht aufgrund der nach wie vor schwelenden Pandemie zwar einige Fragezeichen. „Wir spielen aber im Freien, da sollte schon was gehen“, erwartet Färber keine allzu großen Einschränkungen.

Die Zielsetzung für die verbleibenden zehn Spiele bleibt infolgedessen unverändert. Ein Mittelfeldplatz und frühzeitig den Klassenerhalt klar machen ist der Wunsch der Pollinger. „Das wird in der engen Liga, in der eigentlich jeder jeden schlagen kann, sicher spannend“, meint Färber.

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