Keine Korbjagd in Oberbayern

Wohl keine Chance auf Spielbetrieb im Basketball

Weilheimer Basektballer
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Ob die Weilheimer Basketballer in der zweiten Regionalliga in dieser Saison nochmal spielen werden ist fraglich.

Region – Wie geht es im nächsten Jahr weiter? Mit dieser Frage beschäftigten sich in den letzten Wochen alle Sportverbände intensiv. 

Bei den bayerischen Basketballern ist der Ausblick, was eine Rückkehr auf den Platz angeht, eher düster. Der größte Bezirk im BBV, Oberbayern, hat die laufende Saison praktisch abgeschrieben, da sämtliche Teilnehmerrechte eingefroren wurden und auf die Saison 2021/22 übertragen werden sollen. „Auf- und Abstieg ist grundsätzlich ausgesetzt. Damit könnt ihr immer verantwortungsbewusst agieren, ohne eine mögliche Tabellensituation im Hinterkopf zu haben. Aufstiege sind bei freien Plätzen möglich, oder wenn beispielsweise der BBV Aufsteiger in die Bayernligen anfordert“, teilte die Geschäftsstelle des Bezirks den Vereinen in einem Newsletter mit. „Ich gehe deshalb nach wie vor davon aus, dass wir keine Saison 2020/2021 spielen werden können – ich würde mich glücklich schätzten, wenn uns allen eine Rückkehr zum regulären Wettkampfbetrieb 2021/2022 ermöglicht werden würde“, machte der Bezirksvorsitzende Dr. Rainer König in diesem Schreiben deutlich.

Das heißt für alle Mannschaften der Korbjäger des TSV Weilheim, mit Ausnahme der ersten Herrengarnitur in der zweiten Regionalliga und der männlichen U14, die in der Landesliga spielt, dass sie in dieser Saison keine einzige Partie bestreiten werden. „Auf einen Spielbetrieb kann ich auch gut verzichten, da die Nebenschauplätze wie Fahrten zu den Auswärtspartien, der Aufenthalt in den Umkleiden und so weiter zum Infektionsgeschehen mehr beitragen, als das alleinige Spielen in der Halle“, ist für Flo Willkomm von den Weilheimer Basketballern diese Entscheidung in Ordnung und nachvollziehbar.

Etwas anders stellt sich die Lage in der zweiten Regionalliga dar, in der im Gegensatz zu den anderen bayerischen Ligen im Herbst bereits einige Partien gespielt wurden. Die Regionalligen peilen einen Re-Start zum 20. Februar 21 an. Sollte dieser Termin nicht umsetzbar sein, gilt als Deadline der 20. März. Wenn bis dahin kein Spielbetrieb aufgenommen wurde, ist selbst in einer einfachen Runde eine Saisonfortsetzung aus Termingründen nicht möglich. „Beim Re-Start am 20. Februar wäre ein Trainingsstart Ende Januar erforderlich. Das kann ich mir aktuell beim besten Willen nicht vorstellen“, hält Willkomm diesen Ansatz für völlig utopisch.

„Aufgrund der Erfahrungen aus diesem Jahr ist darüber hinaus die Vorgehensweise der Landratsämter und Städte bei der Hallenfreigabe sehr unterschiedlich und eher zögerlich“, sieht Willkomm zusätzliche Probleme, die gegen eine Fortsetzung im Februar und wohl auch zu einem späteren Zeitpunkt sprechen. Auch wenn es mit dem Spiel- und Wettkampfbetrieb bis auf weiteres schlecht aussieht, hoffen die Weilheimer dennoch in absehbarer Zeit den orangen Ball wieder in die Hand nehmen zu können. „Ich würde mir wünschen, dass wir baldmöglichst den Trainingsbetrieb wieder aufnehmen können und in überschaubaren Gruppen mit passenden sowie bewährten Hygienekonzepten trainieren können“, lautet der Wunsch von Willkomm.

Von Roland Halmel

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