Trostpflaster Nationalmannschafts-Nominierung

Zwei Peißenberger im DEL-Finale: Gold für Dietz, Silber für Bittner

Dietz DEL Meister Berlin
+
Freudestrahlend präsentierte der Peißenberger Fabian Dietz den Meisterpokal in der DEL. Seine Eisbären Berlin schlugen Wolfsburg im dritten Spiel der Finalserie.
  • Roland Halmel
    vonRoland Halmel
    schließen

Peißenberg – Es reichte nicht ganz für die „Grizzlys“ Wolfsburg. Das DEL-Team mit dem Peißenberger Dominik Bittner musste sich im Finale um die Deutsche Meisterschaft im dritten und entscheidenden Spiel den Eisbären Berlin mit 1:2 geschlagen geben. Nach dem 2:1-Erfolg der Wolfsburger im ersten und der 1:4-Niederlage im zweiten Duell war die „Best-Of-Three“-Serie zuungunsten der Grizzlies entschieden. Freuen durfte sich damit Fabian Dietz.

Der ehemalige Peitinger Stürmer Dietz steht bei den Eisbären unter Vertrag. In der Finalserie kam der 22-Jährige zwar nicht zum Einsatz. Dennoch zeigte sich der Peißenberger freudestrahlend mit dem Meisterpokal.

In der Anfangsphase des dritten und entscheidenden Finalduells in Berlin ging es gleich heiß her. Mit der ersten Offensiv­aktion der Eisbären schoss Mark Olver (2.) die Hausherren in Führung. Die Grizzlys glichen jedoch umgehend durch Mathis Olimb (3.) aus.

Mit der Zeit übernahmen die Berliner aber immer mehr die Kontrolle und im zweiten Durchgang schoss Leo Pföderl (24.) die Eisbären erneut in Front. Im Anschluss versuchten die Wolfsburger vergeblich die Gastgeber in Verlegenheit zu bringen. Auch die Schlussoffensive brachte nichts mehr ein, so dass die Berliner ihren achten Titel feiern durften.

„Wir haben nach dem 2:1 der Berliner leider nicht mehr genügend Offensivpower erzeugen können, obwohl wir echt alles reingeschmissen haben. Man muss aber anerkennen, was die Eisbären für eine Leistung gebracht haben und von daher gehen Glückwünsche in die Hauptstadt“, konstatierte Bittner nach der Schlusssirene. Natürlich sei es sehr enttäuschend, so nah dran zu sein und dann mit mehr oder weniger leeren Händen dazustehen. „Aber mit etwas Abstand können wir, glaube ich, extrem stolz sein“, erklärte der 28-jährige Abwehrmann, der im dritten Finalspiel zwei Torschüsse verzeichnete und 18:22 Minuten auf dem Eis stand. Die Finalniederlage tue ihm vor allem für zwei Kollegen leid: Sebastian Furchner, der mit 39 Jahren in seinem sechsten Finale stand und bisher immer nur Silber bekam und Jeff Likens, dessen Karriere nun endet.

Für sich selbst zog Bittner ein positives Fazit. „Persönlich bin ich sehr zufrieden, wie ich mich nach der sehr schweren Verletzung im Dezember zurückkämpfen und genau fünf Monate danach in einem Finale spielen konnte“, bilanzierte Bittner nach der ganz schwierigen Saison.

Traum von der WM

Die ist für ihn noch nicht zu Ende: Bundestrainer Toni Söderholm berief den Peißenberger in die DEB-Auswahl, die sich auf die Weltmeisterschaft in Lettland vorbereitet, die am 21. Mai beginnt. „Das wäre natürlich ein Traum“, sagt Bittner.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Kommentare