Wegen Corona

Tennis-Star bestellt Essen - und fliegt deshalb hochkant aus ATP-Turnier

Lorenzo Musetti wurde für ein Corona-Vergehen beim Turnier in Toronto bestraft.
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Lorenzo Musetti wurde für ein Corona-Vergehen beim Turnier in Toronto bestraft.

Er wollte nur etwas essen - doch genau das wurde einem jungen italienischen Tennisprofi beim Turnier in Toronto zum Verhängnis.

München/Toronto - Das vielleicht teuerste Essen seines Lebens! Tennis-Profi Lorenzo Musetti hatte beim Masters im kanadischen Toronto am Abend Hunger bekommen. An sich nichts Ungewöhnliches. Er wollte sich etwas bestellen. Das hätte er mal besser gelassen. Die Sache endete mit seinem Turnierausschluss.

Der 19-Jährige aus Italien konnte in seinem Hotel nichts mehr zu Essen auftreiben. Kurzentschlossen orderte er gemeinsam mit seinem Trainer Essen von einem Restaurant in der Nähe. Wie das italienische Sport-Fachmagazin Gazzetta dello Sport berichtet, kam es dabei aber zu Schwierigkeiten. Musettis Kreditkarte funktionierte nicht. Da das Restaurant aber nur 70 Meter entfernt war, er also nur einen Parkplatz überqueren musste, machte er sich selbst auf, um dort zu bezahlen.

Tennisprofi verstößt gegen Corona-Regeln: Wegen eines Essens vom Turnier ausgeschlossen

Und das war sein Fehler! Denn bei dem Turnier gelten für die Spieler strenge Corona-Regeln. Er hätte sein Hotel nicht verlassen dürfen. Ein Mitarbeiter der Gaststätte aber sah ihn bei seinem Essens-Ausflug und informierte die Turnierleitung. Die Dinge nahmen ihren Lauf: Es gab keine Gnade für Musetti, ob 70 Meter oder nur einen - er wurde aus dem Turnier ausgeschlossen. Auch, wenn er den Parkplatz in seinem Auto, ohne auszusteigen, überquert hatte. In der Qualifikation wollte er um einen Platz im Hauptfeld kämpfen, doch daraus wurde nichts. Kein Preisgeld und keine Weltranglistenpunkte - er ist raus.

Der Veranstalter Tennis Canada erklärte, dass der Verband und die ATP bestätigen können, „dass Lorenzo Musetti von den National Bank Open ausgeschlossen wurde, weil der die Covid-19-kontrollierte Umgebung verlassen hat.“ Er und sein Trainer wurden zu einer 14-tägigen Quarantäne aufgefordert, oder zum Verlassen des Landes. Sie machten sich nach Cincinnati (USA) auf. „Wir sind natürlich sehr enttäuscht“, zitiert ihn die Gazzetta. (cg)

Er ist ein Ass auf dem Tennisplatz. Auch auf dem Tanzparkett macht Roger Federer eine gute Figur. Nur seine Sangeskünste lassen zu wünschen übrig.

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