Im Interview

DTM-Fahrer Pascal Wehrlein: „Formel 1 bleibt mein großes Ziel!“

Nach drei Rennwochenenden liegt Pascal Wehrlein in der Fahrerwertung nur auf Rang acht. Jetzt will er auf dem Norisring angreifen.
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Nach drei Rennwochenenden liegt Pascal Wehrlein in der Fahrerwertung nur auf Rang acht. Jetzt will er auf dem Norisring angreifen.

Nach seinem zweijährigen Formel-1-Ausflug ist Pascal Wehrlein (23) zurück in der DTM, doch beim Champion von 2015 läuft noch nicht alles rund: Nach drei Rennwochenenden liegt der Mercedes-Pilot in der Fahrerwertung nur auf Rang acht. Jetzt will er auf dem Norisring angreifen.

Beim letzten Rennen am Hungaroring standen Sie kurz vor dem ersten Saisonsieg. Nach mehreren Unfällen in der Boxengasse hatten Sie jedoch keine Siegchance mehr, da Sie bis zum Abbruch Ihren Pflichtboxenstopp noch nicht absolviert hatten, die Konkurrenz jedoch schon – wie sehr hängt Ihnen das Wochenende nach?

Wehrlein: Das war schon sehr schwer zu verdauen. Ich war super unterwegs, hatte eine starke Performance und einen relativ großen Vorsprung. Ohne die Vorfälle in der Boxengasse hätte ich das Rennen gewinnen können – das wäre auch für mich persönlich wichtig gewesen. Zwei Punkte aus einem solchen Wochenende sind natürlich viel zu wenig, aber daran kann man nichts ändern.

Den Sieg holten drei BMW-Piloten, die vor der Safety-Car-Phase bereits den Pflichtboxenstopp absolviert hatten. Hadern Sie auch mit dem Reglement?

Den Sieg holten drei BMW-Piloten, die vor der Safety-Car-Phase bereits den Pflichtboxenstopp absolviert hatten. Hadern Sie auch mit dem Reglement?

Natürlich ist es schwer zu akzeptieren, wenn man aufgrund einer Safety-Car-Phase das Rennen verliert. Ob das fair ist, kann man sicher diskutieren. Aber so ist nun einmal die Regel.

Abgesehen vom letzten Rennen: Wie zufrieden sind Sie mit Ihrer Comeback-Saison?

Abgesehen vom letzten Rennen: Wie zufrieden sind Sie mit Ihrer Comeback-Saison?

Ich kann bislang ein positives Fazit ziehen: Zum Auftakt in Hockenheim haben mir noch zwei, drei Zehntel gefehlt und trotzdem habe ich 18 Punkte geholt. Am Lausitzring war ich dann erstmals wieder auf dem Podium, da sieht man den Formanstieg. Ich bin mit meiner Lernkurve zufrieden. Ich komme immer besser zurecht mit dem Auto, und auch mit dem Team klappt die Zusammenarbeit schon sehr gut. Aber natürlich brauchen wir auch einmal das Glück auf unserer Seite. Es hätte in Budapest schon passieren können, aber jetzt bald kann es so weit sein.

Zuletzt wurden Gerüchte über eine Rückkehr in die Formel 1 immer lauter, im Gespräch war Toro Rosso – was ist dran?

Zuletzt wurden Gerüchte über eine Rückkehr in die Formel 1 immer lauter, im Gespräch war Toro Rosso – was ist dran?

Bei mir hat sich noch niemand gemeldet. Klar ist: Die Formel 1 ist und bleibt mein großes Ziel – wann und wie das passiert, darüber mache ich mir aber keine Gedanken.

Ihr Team Mercedes verlässt zur kommenden Saison die DTM – sollte es mit der Rückkehr in die Formel 1 nicht klappen: Wohin führt Ihr Weg?

Ihr Team Mercedes verlässt zur kommenden Saison die DTM – sollte es mit der Rückkehr in die Formel 1 nicht klappen: Wohin führt Ihr Weg?

Ich habe noch keine konkreten Pläne. Wir schauen uns aktuell um, was interessant sein könnte. Ob Indycar, Nascar, DTM oder Formel E: Grundsätzlich kann ich mir viel vorstellen – Priorität bleibt aber die Formel 1.

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Von Max Kramer

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